Aesthetic Perfection - A Violent Emotion

Aesthetic Perfection – A Violent Emotion (Review und Kritik)

Aesthetic Perfection - A Violent Emotion
Aesthetic Perfection - A Violent Emotion

Mit „A Violent Emotion“ erschien am 26.09.2008 das zweite Album nach „Close to Human“ (2005) des Einmann-Projekts Aesthetic Perfection von Daniel Graves. Hinter diesem unscheinbaren Namen verbirgt sich die Garantie für überaus tanzbare, elektronische Musik, welche hauptsächlich von Hard-Trance und Industrial-Einflüssen geprägt ist. Einprägsame Melodien, interessante Lyriks und 100%ige Tanzbarkeit – aber genauso auch Mainstream-Tauglichkeit und Elektro-Pop erwarten bei diesem Album den neugierigen Hörer.

Das Album kommt mit einem ebenso ansprechenden wie ausdrucksstarken Cover, aber auch einem im selben Stil verarbeiteten Booklet daher und ist zehn Tracks stark. Besonders begeistert der offensichtlich auf Tanzbarkeit wertlegende Stil des Albums. So erwartet den Hörer gleich nach dem Intro mit „Spit it Out“ ein harter, aber auch musikalisch vielschichtiger Elektrosong, der von gekreischten Shouts gefüttert wird. Auch „Schadensfreude“ wird Tanzfreudige begeistern, hier zeigt sich jedoch bereits der zunehmende Trance-Einfluss auf das Album.

Auch „The Siren“ und „Living the Wasted Life“ sind durchaus Mainstream-kompatibel und könnten durchaus auf einer „nicht-schwarzen“ Party mit Techno/Trance-Musik als Tanz-Hits gut ankommen, denn an Energie und Partystimmung mangelt es hier in keinem Fall! Der bereits von der „Awake The Machines Vol. 6“ bekannte Club-Hit „Pale“, ein stark von Techno geprägter Track, geht in dieselbe Richtung wie die zuvor genannten Tracks.

Highlight des Albums ist jedoch ganz klar „The Great Depression“. Ganz abgesehen von einem harten Industrialsong überrascht Graves sein Publikum hier auch mit einer lyrisch starken Seite, in der er den Ausweg durch Drogen als Rettung aus der Depression des Lebens zum Thema des Tracks macht.

Mit „Arsenic On The Rocks“ findet sich gegen Ende des Albums als vorletzter Track noch ein Instrumentalstück, leider weist es musikalisch gesehen keine neuen, interessanten Elemente auf und ist auch ansonsten eher der Ausklang eines soliden Albums. Der letzte Track, „The Ones“, überrascht noch einmal mit einer ruhigen Melodie und einem leichten Hauch von Gothic-Einflüssen. „So this is how it ends?“, heißt es in dem Songtext – und ja, es ist ein würdiges Ende des Tonträgers.

Gussi

Fazit: Dieses Album ist mit bloß zwei „ruhigen“ Tracks nichts für zu Hause, geschweige denn zum nebenbei genießen! Es erwartet den Hörer ein aggressiver, auf Partystimmung und Tanzen ausgelegter Sound, welcher nicht nur in der schwarzen Szene, sondern allgemein bei Techno- und Trance-Fans Anerkennung und Begeisterung wecken wird. Ein besonders auszuzeichnender Hit befindet sich jedoch nicht auf dem Album, Stärken wie Schwächen halten sich in der Waage und machen das Album zu einer soliden Leistung, welche ihren Tribut gewiss auf vielen Tanzflächen finden wird!


Tracklist:

  1. The Violence
  2. Spit It Out
  3. Schadenfreude
  4. The Siren
  5. A Quiet Anthem
  6. Living The Wasted Life
  7. The Great Depression
  8. Pale
  9. Arsenic On The Rocks
  10. The Ones


( 6,5 / 10 )
( 6,5 / 10 )


Anspieltipps:

Spit It Out
Schadenfreude
The Great Depression

Erscheinungsdatum:

26. September 2008

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