Almah - Motion

Almah – Motion (Review und Kritik)

Almah - Motion

Almah? Du meinst bestimmt Kalmah, oder? Denkste wohl, die Finnen haben nicht einfach ihr K vergessen, bei der Truppe in der heutigen Rezension handelt sich um wärmere Gefilde. Die aus Brasilien stammenden Metaller haben sich unter der Führung von Edu Falaschi schon 2007 zusammengefunden, beziehungsweise suchte sich Mastermind Edu Musiker. Motion ist bereits ihr drittes Album, das sie in stetiger Weiterentwicklung – sowohl produktionstechnisch als auch musikalisch nach vorn führt. Falschi ist kein Unbekannter im brasilianischen Metal, der inzwischen weit mehr als Sepultura beherbergt. Anstatt den Großen hinterher zu eifern haben Almah jedoch ihre ganz eigene Nische gefunden.

Irgendwo zwischen klassischem Power Metal mit Klargesang und Melodic Death-Elementen schwimmt der schwergewichtige Fünfer im Fahrwasser um Göteborg und Krefeld. Die 10 Songs auf der neuen Platte bieten viel Abwechslung, ohne dabei zu hektisch zu wirken. Nach Aussage der Band habe man hier die perfekte Balance zwischen modernem Metal und schönen Melodien geschaffen.

Melodisch wirkt es schon, was uns da in „Hypnotized“ entgegenkommt. Der Frieden währt allerdings nur kurz – mit Edus Schrei schreddert die Band los und haut das volle Programm aus den Boxen. Rhythmische Vielfalt ist vorhanden, dieser Song wurde nicht ohne Grund an den Anfang des Albums verfrachtet.

Die folgenden Songs bieten grundsoliden Metal mit einigen gut gewürzten Solo-Einlagen, Klavier- und Choralpassagen, aber ans Grundschema wird sich weiter brav gehalten.

Brasilien hat Power (Metal)!

Mit „Bullets On The Altar“ schaffen Almah das Kunststück, eine Ballade in die Mitte des Tonträgers zu packen, ohne dass es einen zum Vorspulen verleitet.

Wer allerdings dachte, die Band baut ab, der kriegt mit „Zombies Dictator“ Speed Metal vom Feinsten vor den Gewürzprüfer! Hier lässt Edu auch durchblicken, dass er durchaus gut schreien kann – hier sogar im krassen Kontrast zum lupenreinen Klargesung.

Mit Vollgas geht es weiter, bevor in einer „Late Night in ’85“ die Akustikgitarre ausgepackt wird. Eine klassische Ballade, handwerklich gut, aber nichts besonderes.

Nach einem kurzen Wachmacher klingt das Album langsam und leicht mit „When And Why“ aus, wobei hier wirklich nur Akustikgitarre und Stimme zum Einsatz kommen.

Fazit:

Brasilianisches Metall mit ordentlich Kraft dahinter. Almah haben unter Edu Falaschis Führung eine schöne Entwicklung vollzogen, und mit diesem Album ist sicherlich noch nicht Schluss. Wie viele Balladen ein Power Metal-Album letztendlich beinhalten muss, sei jedem selbst überlassen, ansonsten jedoch eine gute Scheibe, an der Genrefans ihre Freude haben werden.

Tracklist:

1. Hypnotized

2. Living And Drifting

3. Days Of The New

4. Bullets On The Altar

5. Zombies Dictator

6. Trace Of Trait

7. Soul Alight

8. Late Night In  ?85

9. Daydream Lucidity

10. When And Why

8/10

Erscheinungstermin:

14. Oktober 2011

Anspieltipps:

Hypnotized; Zombies Dictator

Links:

Band-Homepage

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