Ashes of a Lifetime - When all goes up in flames

Ashes of a Lifetime – When all goes up in flames (Review und Kritik)

Ashes of a Lifetime - ...when all goes up in flames
Ashes of a Lifetime - When all goes up in flames

Mit einer Mischung aus steinhartem Metal und bissigem Hardcore bringen die fünf Jungs von Ashes of a Lifetime nun ihr zweites Album auf den Markt. Nach drei Jahren Albumpause melden sich die Coburger nun mit 13 neuen Songs, die auf dem Album eine gut strukturierte Einheit bilden, zurück. Durch die perfekte Kombination von Hardcore-Shouts, höheren Screams, tiefen Growls und gekonnt eingesetzten symphonischen Elementen, ist es der Band gelungen ein einzigartiges musikalisches Werk auf die Beine zu stellen, das sich kaum mit anderen Werken vergleichen lässt. Keine Band vereint groovigen Death Metal und progressiven Metalcore so gekonnt wie diese Band. Für jeden Fan von harter und dunkler Musik ist diese Band nur wärmstens zu empfehlen.

Ashes of a Lifetime
Ashes of a Lifetime


Das Werk beginnt mit dem verhältnismäßig ruhigen Intro What’s Left, das dann direkt in den zweiten Song „Life Translator“ übergeht, der mit einer gelungenen Menge an atmosphärischen Elementen und einem perfekten Zusammenspiel von Instrumenten und Gesang, genau das hergibt, was man von einer guten Death Metal/Metalcore-Band erwartet. Der zweite Song Chase for Oblivion startet direkt mit lauten Shouts durch und liefert dem Metal(core)-Hörer die brachiale Musik, die er erwartet. Kurz nachdem tiefe Growls die ebenso gelungene Nummer Forsaken einleiten, dröhnen schon wieder höhere Screams durch die Boxen. Besonders in diesem Song wird mit den verschiedenen Gesangsarten der beiden Genres experimentiert. Doch trotz der Mischung wirkt der Song als eine perfekte Einheit, ebenso wie das ganze Album der Band. Auch hier spielen kurze Instrumental-Parts wieder eine große Rolle um die perfekte Einheit beizubehalten.

Ashes Of A Lifetime
Ashes Of A Lifetime

Der nächste Song Together Alone setzt sogar mit einem Instrumental-Part ein. Er enthält zu Beginn kurze Pausen, die sich jedoch trotzdem passend in das Gefüge des Songs einpassen. Dieser Song spielt vor allem mit Geschwindigkeit und Lautstärke. Solitopia beginnt sehr ruhig – gerade für eine Band, die in das Death Metal/Metalcore-Genre eingeordnet wird. Dieser Song ist komplett instrumental und das komplette Gegenstück der restlichen Songs auf diesem Album. Sanfte Gitarrenklänge schmiegen sich zwischen das Gefüge der harten und knallenden Metalsongs. Nach dieser kurzen Exkursion geht es da weiter, wo es aufgehört hat. Graspastraws ist wieder mit den anderen Songs des Albums zu vergleichen. Auch hier spielt die Band wieder mit den verschiedenen Arten des Gesangs und den Instrumental-Solos. Auch die beiden folgenden Songs There are no two ways und Without A Smile bieten dem Metalcore-Liebhaber, was er erwartet: tiefe Scrowls, hohe Shouts und die passende instrumentale Untermalung.

Ashes Of A Lifetime
Ashes Of A Lifetime

Eine weitere Distanzierung von den Gewohnheiten einer Death Metal/Metalcore-Band bringt der Song „Aboulomania“ mit sich. Dieser ähnelt den Songs What’s left und Solitopia. Der nachfolgende Song You reap what you sow bietet jedoch wieder die exzellente Mischung von Death Metal und Metalcore, die man bisher von der fünfköpfigen Band aus Bayern gewohnt ist. Auch die Songs Merry Sickness und MLE knallen wieder durch, wie ein Großteil der Songs dieses Albums.


Fazit:

MorphineAuch wenn das Album fast durch und durch knallende Metalsongs enthält, durchzieht jeden der Songs eine gewisse Spur von symphonischen und atmosphärischen Elementen. Durch die melancholischen Einschübe wird die Härte, die ein Großteil der Songs dieser Band liefert, perfekt abgerundet. Die Platte scheint komplett durchstrukturiert, da wirklich jeder Song ein Teil des Gefüges ist und nicht jeder Song für sich steht. Die verschiedenen Elemente ziehen sich wie eine rote Linie durch das gesamte Album und es ist somit als Gesamtwerk zu betrachten und nicht als viele einzelne Songs, die alle unterschiedlich sind. Natürlich ist kein Song der Band, wie der Andere, da jeder Song von anderen Elementen geprägt ist, jedoch fügen sich alle Songs zu einer Einheit zusammen, die wohl jeden Metalcore-Fan sprachlos werden lässt.


Trackliste:

  1. What’s left
  2. Life Translator
  3. Chase for Oblivion
  4. Forsaken
  5. Together Alone
  6. Solitopia
  7. Graspastraws
  8. There are no two ways
  9. Without a Smile
  10. Aboulomania
  11. You reap what you sow
  12. Merry Sickness
  13. MLE



(8 / 10)
(8 / 10)

Anspieltipps:

-Ich betrachte das Album der Band als Gesamtwerk

Erscheinungsdatum:

Mai 2009

Ashes Of Lifetime auf MySpace

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