ASP - Akoasma - Horror Vacui Live

ASP – Akoasma – Horror Vacui Live (Review und Kritik)

ASP - Akoasma - Horror Vacui Live
ASP – Akoasma – Horror Vacui Live

Weihnachtszeit, Livealbenzeit! Wer kennt das nicht- Zum lukrativen Weihnachtsgeschäft werden unzählige Best Ofs und Livealben auf den Markt geworfen. So blieb dieses Jahr auch der ASP, der sich 10 Jahre gegen Livealben wehrte, nicht verschont. Das Resultat, „Akoasma – Horror Vacui Live“ genannt, hat es allerdings in sich.  Immerhin serviert man uns gleich eine Doppel-CD, deren Spielzeit voll ausgenutzt wurde- Immerhin auf 2 Stunden kommt der Mitschnitt der Horror-Vacui-Tour, der mit allen Hits der Schwarzer-Schmetterling-Ära (Also auf die Alben vor dem „Krabat-Liederzyklus“) aufwartet.

Vom Uralt-Hit „Sing Child“ bis zum (damals) neuestem Song „Krabat“ kommt der Fan voll auf seine Kosten- Der Klang ist glasklar, teilweise besser auf CD (insbesondere der „Schwarze Schmetterling“ fällt positiv mit einer sehr interessanten Gitarrenlinie auf) und vor allem LIVE. Schiefe Töne bei „Duett“? Macht nix. Fans, die Einsätze verpassen? Machen ebenfalls nix! Denn das, meine Freunde, nennt sich Konzert. Und kaum eine Band zelebriert es so wie ASP.

Alexander "Asp" Spreng
Alexander „Asp“ Spreng

Die Spielfreude, die ASP, Matze, Tossi und Himmi an den Tag legen, ist beinahe greifbar. Die pickepackevolle frankfurter Batschkapp tobt, tanz und feiert, singt mit und freut sich des Lebens bzw. Todes. Vom Einstieg „Welcome“ bis hin zum Zugabenblock, der aus den Hits „Finger Weg! Finger“ und den obligatorischen „Und wir Tanzten“ und „Ich will Brennen“ bestand, gibt es kaum Atempausen, wenn man von diversen, ruhigeren Songs wie „Schwarz“ oder dem mit Lahayanna vorgetragenen „Nie Mehr“ absieht.

Der Schwarze Schmetterling hat das Publikum im Griff, das ihm aus der Hand frisst und seinen Aufforderungen zu tanzen gerne und gefügig folgt. Schliesslich ist er ja der Meister, der mit seinen Worten Fesseln härter als Metall schmiedet. Diesen Fesseln gibt man sich für die 2 Stunden aber gerne hin, denn wen der ASP einmal gefangen hat, den lässt er so schnell nicht mehr los.

10 / 10
10 / 10

Fazit: Ich mag mich gar nicht festlegen, welche Songs denn nun die Highlights des Albums sein sollen. Der eine mag sie in den allgemein bekannten Songs wie „Ich will brennen“ sehen, der andere vielleicht in der tollen Neuinterpretation von „Schwarzer Schmetterling“ oder auch das mit Lahayanna vorgetragene „Nie mehr“, ich persönlich finde das Album viel zu rund, um einen Song rauszupicken. Jedenfalls lässt sich für ein perfektes, mit großartigen Boni wie einer Ermäßigung für Karten der nächsten Tour oder einem großen Poster gespicktes, Album immerhin ohne schlechtes Gewissen 10 Punkte geben. Die nächste Rocktour werde ich auf jeden Fall besuchen. Schon allein, um diese gnadenlose, auf CD gefesselte Power einmal live zu erleben. Hammer!

CD 1:

  1. Intro / Welcome
  2. How far would you go?
  3. Schwarzer Schmetterling
  4. Weltunter
  5. Schwarz
  6. Sing Child
  7. Dancing
  8. Die kleine Ballade vom schwarzen Schmetterling
  9. Me
  10. Sanctus Benedictus
  11. Kokon
  12. Demon Love

CD 2:

  1. Krabat
  2. Nie Mehr
  3. Werben
  4. Sara
  5. Ich bin ein wahrer Satan
  6. Duett
  7. Schwarzes Blut
  8. Lykanthropie
  9. Finger Weg! Finger!
  10. Und wir tanzten
  11. Ich will brennen

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