At Vance – Ride The Sky (Review und Kritik)

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At Vance - Ride The Sky

Die Power Metaller von At Vance aus Deutschland haben Hymnen geschrieben und tausende von Menschen begeistert. Die vier haben gewusst, was ihre Fans wollten und es ihnen gegeben. Mit Ride The Sky, ihrem neuen Album nach zwei Jahren Pause, in der eben diese Fans sehnsüchtig gewartet haben, wollen sie ihren Erfolg fortsetzen. Vorab werden wir einen Blick auf die Platte werfen und herausfinden, ob ihnen das trotz Besetzungswechsel gelungen ist und ob sie ein Werk geschaffen haben, das noch in vielen Jahren von Power Metal Anhängern gesungen wird.

Elf Songs befinden sich auf dem Album, das von Olaf Lenk, dem Gitarristen von At Vance, produziert wurde. Seit diesem Jahr ist auch ein neues Mitglied mit von der Partie – Wolfman, der vorher bei Justice gespielt hat, übernimmt den Bass, nachdem Manuel Walther (2007-2009) im Mai die Band verließ. Es sind elf vollkommen typische Songs, alle mit dem Potenzial, ein totaler Ohrwurm zu werden, den man so leicht nicht wieder los wird. Das Album weist nicht nur die gewohnte Power auf, sondern wird komplettiert durch ruhigere Songs. Außerdem enthält es wieder eine Version von Vivaldis Sommer – und zwar auf ihre ganz eigene Art umgesetzt. Zuvor schon haben At Vance derartige Interpretationen veröffentlicht – mehrere nach dem Vorbild Vivaldis, aber auch nach Beethoven und Chopin.

You and I heißt die Metalballade der Platte, die das Gesamtbild abrundet und mit ganz ruhigen Klängen beginnt, die schon ankündigen, was folgen wird. Ein Song, aus dem die Traurigkeit spricht. Davon erzählen nicht nur die Lyrics: Auch die Performance des Sängers Rick Altzi ist hier überzeugend und versetzt einen in eine nachdenkliche Stimmung. Dieses Lied ist also beides: traurig und schön.

Farewell zeichnet sich, wie der Großteil der Songs des Albums, besonders durch einen starken Refrain aus. Trotz der eher trübsinnigen Lyrics wirkt es nicht so, sondern regt viel mehr zum Aufstehen und Mitsingen an als zum Trübsal blasen – mit Harmonie, Power und mitreißenden Vocals. Übrigens: Der Text ist ebenfalls überaus interessant und verdient es, dass man einmal genauer hinhört – nicht zu verachten der kleine Schuss Progressive, der dem Lied den letzten Schliff gibt.

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Fazit:
At Vance haben hier ein Gesamtwerk geschaffen, in das man sich reinhören muss. Beim ersten Hören war ich überrascht und auch ein bisschen enttäuscht, denn die Songs sagten mir erst mal so gar nichts. Jetzt, nachdem ich es einmal rauf und runter laufen hatte, habe ich seine Vorzüge und Stärken entdeckt und muss sagen, Hut ab. Starke Gitarre in diesem Fall, die ein besonderes Lob verdient, und ich sehe das Album als eine Verfeinerung ihres Stils. Die Lieder überzeugen mit starken Refrains, es ist sogar eins darunter, das verspricht, eine neue Hymne zu werden. At Vance haben ihre Sache gut gemacht – sie wissen eben doch, was sie tun.

Trackliste:

  1. Ride the Sky
  2. Torn – Burning Like Fire
  3. Last in Line
  4. Wishing Well
  5. Salvation Day
  6. Vivaldi – Summer 2nd Set
  7. Power
  8. You And I
  9. End Of Days
  10. Fallin‘
  11. Farewell


    (8 / 10)
    (8 / 10)

    Anspieltipps:

    Torn – Burning Like Fire, You And I, End Of Days, Farewell

    Erscheinungsdatum:

    18.09.2009

    At Vance Myspace

    At Vance Homepage



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