Aufführung Ayreons-Metal-Oper „01011001“ im Saarland 21+22.Mai 2016

01011001 ist das siebte Studioalbum von Arjen Anthony Lucassen besser bekannt unter dem Namen Ayreon. Wir führten ein Interview mit dem Regisseur Yannik Trampert, der eine von Lucassen authorisierte Aufführung in Nonnweiler/Saarland auf die Beine stellt.

Plakat 01011001 TdhK

 DN: Wie kam das Team zusammen ?

Yannik: Unsere Schauspielgruppe, das Theater der härteren Klangart, gibt´s seit 2009, ein Jahr später haben wir uns als Verein eintragen lassen. „01011001“ ist mittlerweile die dritte Metaloper, die wir gemeinsam aufführen. Dementsprechend mussten die Akteure gar nicht komplett neu zusammengesucht werden, sondern wir konnten auf unser bestehendes Ensemble zurückgreifen. Viele Darsteller vom letzten Stück „The Human Equation“ sind wieder dabei, aber auch einige neue Gesichter. Ich bin mit der aktuellen Besetzung sehr zufrieden, die Proben machen großen Spaß!

DN: Wie kam die Entscheidung eine Oper aufzuführen ?

Yannik: Wie gesagt, das ist inzwischen unsere dritte Oper. Als wir 2009 als Gruppe zusammenkamen, war das tatsächlich mit dem Gedanken: „Wir wollen zusammen eine Metaloper auf die Bühne bringen!“ Viele von uns kannten sich aus der Theater-AG des Hochwald-Gymnasiums oder aus anderen Projekten und wir alle waren Metalfans. So kamen wir zu der Idee, beides – Metal und Theater – miteinander zu kombinieren. Zwei Jahre später kam dann unsere erste Metaloper „Ammit“ auf die Bühne. Und seitdem hatten wir Blut geleckt: 2014 haben wir das Konzeptalbum „The Human Equation“ von Ayreon für das Theater adaptiert. Und jetzt im Mai steht mit „01011001“ wieder eine Ayreon-Inszenierung an. Die Werke von Arjen Lucassen eignen sich wirklich sehr gut für die Theaterbühne, finde ich. Er schreibt tolle Geschichten – und abgefahrene Musik.

DN: Eine Zusammenfassung von Ammit und Human Equation ?

Yannik:„Ammit – Im Zwielicht der Gerechtigkeit“ war damals unsere erste Metaloper, die wir komplett selbst geschrieben hatten. Die Texte und die Story hab ich mir ausgedacht, die Musik hat unsere Band komponiert:

Der Titelheld Ammit ist ein Serienmörder, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Verbrecher hinzurichten, die nicht gefasst werden oder von der Justiz zu milde bestraft wurden. Er verfährt bei seinen Taten nach dem Vorbild des Ägyptischen Totengerichts und benutzt die Attribute der Justitia als Mordwerkzeuge. Mit der Waage entscheidet er über Leben oder Tod seiner Opfer und mit dem Schwert vollstreckt er sein Urteil.

Auf den gerechtigkeitsfanatischen Killer wird eine Sonderkommission angesetzt, deren Leiter, ein idealistischer Detektiv namens Roland Cresto, schnell zum ebenbürtigen Gegenspieler für Ammit wird. Die beiden Kontrahenten liefern sich ein psychologisches Duell, bei dem alles auf eine Frage hinausläuft: Was ist Gerechtigkeit?

Unser nächstes Stück „The Human Equation“ basierte wie erwähnt auf einem Werk der niederländischen Prog-Band Ayreon. Die Story hinter dem Konzeptalbum hat mich von Anfang an fasziniert:

Ein erfolgreicher Geschäftsmann – den wir namentlich schlicht als „Me“ kennen lernen – wurde unter mysteriösen Umständen Opfer eines Autounfalls und liegt jetzt im Koma. An seinem Krankenbett halten seine Frau und sein bester Freund Wache, um ihn auf dem Weg zurück ins Leben zu begleiten. Doch scheinbar teilen die Beiden ein Geheimnis.

Im Kopf des Schlafenden trägt sich derweil Erstaunliches zu. In einer fremdartigen Traumwelt wird Me mit seinen Gefühlen konfrontiert, die er jahrelang verdrängt hatte. Personifiziert treten sie ihm als Fear, Reason, Passion, Pride, Love, Agony und Rage gegenüber. Die Emotionen offenbaren Me, der sich an nichts erinnern kann, seine einzige Chance, wieder zu erwachen: eine Reise durch die eigene Vergangenheit. In den zwanzig Tagen seines Komas muss er schmerzlich erkennen, was für ein Mensch er geworden ist und was ihn in die jetzige Lage gebracht hat.

Das Theater der härteren Klangart e.V. präsentiert mit 01011001  eine spannende Geschichte: Bedingt durch einen höchstmöglichen technologischen Entwicklungsstand hat die auf dem Planet Y lebende auf Wasserverbindungen beruhende Spezies „Forever“ das Geheimnis der Unsterblichkeit erlangt. Allerdings hat diese Entwicklung zur vollständigen Abhängigkeit von Maschinen und dem Verlust emotionaler Wahrnehmung geführt. Ein vorbeistreifender Komet, der sich auf Kollisionskurs zur Erde befindet, verspricht den Bewohnern die Möglichkeit, ihre Population zu revitalisieren. „Forever“ beschließen den Kometen zu nutzen, um ihrer DNA eine neue Heimat auf dem Planeten Erde zu ermöglichen.

Preise:

Vorverkauf regulär: 13 €
Vorverkauf ermäßigt: 11 €
Abendkasse regulär: 15 €
Abendkasse ermäßigt: 13 €

Kartenvorverkauf unter: tickets@haertere-klangart.de

Vorstellungen:

Samstag, 21. Mai 2016 – Beginn 20 Uhr
Sonntag, 22. Mai 2016 – Beginn 17 Uhr
Einlass jeweils eine Stunde vorher

Kurhalle Nonnweiler
Am Hammerberg 1
66620 Nonnweiler

weitere Informationen unter www.haertere-klangart.de

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Alter: 34 Beruf: Industriemechatroniker/Automatisierungstechniker Lieblingmusik: Metal, Mittelalter, Rock Hobbys: Musik, Schreiben, Fotografieren, Radiomoderator

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