Bericht + Bilder: Eisbrecher / Konzertfabrik Z7, Pratteln (CH)

Im Januar 2015 brachten Eisbrecher ihr neues Album Schock heraus. Und das ist natürlich ein Grund für eine ausgedehnte Tournee durch zahlreiche Städte in Deutschland, aber auch Österreich und der Schweiz.
In meinem Fall war es das Konzert in der Konzertfabrik Z7 / Pratteln (CH). Das Z7 ist in nur wenigen Minuten von Deutschland zu erreichen. In der Umgebung gibt es nichts Vergleichbares.

 

Bei meiner Ankunft um 18:40 stand schon eine lange Schlange vorm Eingang, es versprach ein sehr volles Konzert zu werden. Kurz nach 19 Uhr wurden die Türe geöffnet und der Einlass ging sehr schnell vonstatten.

Beim Z7 fällt immer wieder die sehr angenehme Atmosphäre und die gute Organisation auf. Einziger Negativpunkt sind inzwischen die Preise für Getränke, die durch den Wechselkurs verursacht werden. Allerdings muss man dem Z7 trotzdem ein Lob aussprechen, sie haben die Preise für Tickets gesenkt, damit Konzertbesuche auch für EU-Bürger noch erschwinglich werden.

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Maerzfeld

Die Supporter Maerzfeld erwiesen sich als absolut passend für Eisbrecher. Zum einen brachten sie ihre eigenen Songs gekonnt rüber, aber sie bereiteten auch das Publikum auf Eisbrecher vor. Bei Maerzfeld ist es vor allem Heli Reißenweber, der wirklich seine Songs „lebt“.

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Eisbrecher

Ich war bisher nicht so der Fan von Eisbrecher, und dieses Konzert war an diesem Tag nur 2te Wahl…. Das hat sich allerdings mit diesem Auftritt geändert. Ich habe bisher wenige Bands gesehen, die so professionell sind und trotzdem mit dem Publikum agieren.

Und natürlich wurden Stücke des neuen Albums Schock gespielt. Für den ersten Song Volle Kraft Voraus (von Schock) trat Alexander Wesselsky als Kapitän mit Fernglas auf. Aber das war nur eines seiner Outfits. Später folgte noch unter Anderem Anzug und Bademantel.

Zu Eiszeit präsentierte sich Herr Wesselsky in dickem Anorak + Fell(Russen-)Mütze.

Bei Miststück begab sich Herr Wesselsky ins Publikum, forderte diese auf, Miststück (mehr oder weniger gut intoniert…) zu singen.
Und stellte einem Mann die Frage:
Wesselsky: Eine Frage, sind sie ein Sprengstoffattentäter?
Mann im Publikum: Wie bitte?
Wesselsky: Sind sie ein Sprengstoffattentäter? Sie haben einen Bart, lange Haare und sie sind Weiss… .
Mann im Publikum: nee, nee ich bin Rock’n’Roll
Wesselsky: … wie in meiner Jugend, als wir noch weniger Angst hatten, vielleicht sollten wir den Zustand zurückholen und weniger Paranoid werden, das überlassen wir den Amerikanern.

Immer wieder gab es kleine „Hinweise“ auf die Location in der Schweiz…, aber nicht böse. Auch schwenkte Herr Wesselsky zwischendurch die Schweizer Fahne, die dann dem Publikum übergeben wurde. Am Ende wurden dann Eisbären in die Zuschauer geworfen.

Fazit: Ein Konzert, dass man nicht so schnell vergisst. Sehr professionell, aber auch die Nähe zum Publikum wurde gesucht. Vor allem Herr Wesselsky hat eine Ausstrahlung die seines Gleichen sucht.
Es klingt zwar irgendwann abgedroschen, aber das war in der Summe eines meiner besten Konzerte. Falls man noch Karten für die restlichen Auftritte bekommt, unbedingt wahrnehmen.

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