Bericht: Crüxshadows + Monica Jeffries im K17 / 02.05.2015

Nur einen Tag nach den Dark-Metaler Nachtblut traten Crüxshadows mit Support Monica Jeffries wieder im K17 in Berlin auf. Crüxshadows sind eine Synth-Rock-Band aus den USA, die in Deutschland schon bei etlichen Festivals aufgetreten sind.

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Monica Jeffries.
Ich hatte sie bereits im Februar als Support für Project Pitchfork gesehen. Da fand ich sie zu statisch und zu distanziert. Aber sie hat sich sehr weiterentwickelt. Sie wirkt inzwischen viel lebendiger und das spürte auch das Publikum. Und inzwischen finde ich sie und ihre Musik richtig gut, vielleicht braucht es einfach Zeit bis man sich an ihren Stil gewöhnt hat.

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Crüxshadows
Dafür dass Crüxshadows 1992 gegründet wurde, wirkt Frontmann Rogue (ist er wirklich schon 42?) noch sehr frisch und vor allem lebendig. Ich habe bisher noch niemanden gesehen, der sich auf der Bühne so austobt. Aber diese reicht ihm sehr oft nicht, dann muss er ins Publikum, oder er benutzt das Bühnengerüst um daran hochzuklettern und sich runterhängen zu lassen. Natürlich unterbricht er dabei seinen Gesang nicht.

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Bei Rogue muss man als Fotograf beide Augen offen haben, er ist plötzlich aus dem Blickfeld verschwunden und dann nur aufgrund der markanten Frisur wiederzufinden.

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Oder was auch häufig passiert, plötzlich ist er nur 10 cm vom Kamera-Objektiv entfernt, was den Makrobereich meiner Objektive dann doch deutlich überfordert (33cm oder 140cm…).

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Aber Crüxshadows besteht nicht nur aus Rogue, auch wenn er (optisch) sehr dominierend ist. 2 Violinisten, Gitarre, Keyboard, Percussion und 2 durchaus gutaussehende Tänzerinnen ergänzten die Band. Und alle boten eine Show, als ob es das einzige Konzert ist und sie nicht jeden Tag in einer anderen Stadt auftreten würden. Und trotz aller Professionalität war Rogue immer im Kontakt mit dem Publikum, lies sich anfassen, umarmen, drückte Hände. Am Ende des Konzertes holte Rogue Zuschauer auf die Bühne, und forderte die dann noch unten Stehenden auf, diese mit ihm zu teilen.
Und: Natürlich war Rogue im Anschluss in der Bar noch für seine Fans da….

Fazit: Was ursprünglich nur als Ergänzung zu Nachtblut gedacht war (Fahrt sollte sich ja lohnen, die Musik fand ich zwar nicht schlecht…), erwies sich als absolutes Highlight! Ich habe selten so ein „lebendiges“ Konzert erlebt, und muss ich noch sagen, dass mich Crüxshadows, vor allem als Live-Band, vollkommen überzeugten!!!

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