Bericht: Melechesh + Keep of Kalessin + Tribulation + Embryo im Z7 / 12.05.2015

Wieder eine Veranstaltung im gemütlichen Mini Z7, diesmal mit Melechesh als Mit-Headliner. Melechesh hatten mich bereits beim Ragnarök-Festival überzeugt. Was man allerdings nicht von dem dortigen Sound behaupten kann.
Für das Mini-Z7 wird einfach das große Z7 in der Fläche reduziert, eine kleinere Bühne aufgebaut, zusätzlich werden Tische und Stühle aufgestellt. Teppiche und Topfpflanzen ergänzen das gemütliche Ambiente. Im Gegensatz zum „großen“ Z7 ist für die Fotografen kein Graben vorhanden, allerdings bedeutet dies auch keine Beschränkung auf 3 Songs.

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Bei meiner Ankunft (wie immer etwas zu früh) deutete noch nichts darauf hin, dass in absehbarer Zeit eine Band spielen würde. Türöffnung sollte um 19:00 sein, und das Konzert um 19:30 beginnen. Bisher waren immer mehr oder weniger lange Schlangen vor dem Z7.
Aber immerhin stand ein Nightliner da.

„Pünktlich“ kurz nach 19:00 Uhr begann der Konzertabend mit Embryo (Februar neue CD: Embryo): eine italienische Death-Metal-Band mit Hometown Cremona. Allerdings mussten sie in Anbetracht der frühen Zeit und auch des Wochentages (Dienstag) vor relativ wenig Publikum spielen.

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Um 19:40 wurde es Zeit für die „Rückkehr der Vampire“, Tribulation betrat die Bühne. Und sie sahen genauso aus wie man sich „moderne“ Vampire vorstellt: hübsch, androgyn, weiss geschminkt mit dunklen Augen. Die Schweden stellten ihr erst im April herausgebrachtes neues Album „The Children of the Night“ auf dieser Tournee vor. Aber auch bei ihnen war es vor der Bühne relativ leer und nur vereinzelt „Bewegung“ im Publikum sichtbar. Dafür zeigte sich Tribulation umso beweglicher….

 

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Mit den Norwegern Keep of Kalessin wurde es um 20:50 vor der Bühne schon voller (aber noch weit entfernt von voll). Auch KoK sind mit einer neuen CD Epistemology (Februar 2015) unterwegs…. Die Extreme-Metaler mit der Vergangenheit als ESC-Bewerber gaben sich auch alle Mühe das Publikum zu begeistern, aber es klappte einfach nicht.

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Um 22:20 wurde es Zeit für Melechesh.
Und wie überraschend: Sie haben auch vor kurzem ein überaus hörenswertes neues Album Enki herausgebracht. Wie bereits in Ragnarök waren Scorpios und Moloch für den ersten Song vermummt. Länger wäre es vermutlich auch nicht gegangen, denn die Temperaturen im Z7 waren schon sehr hoch. Allerdings kommt Melechesh ursprünglich aus Israel. Diese Ursprünge hört man auch in ihrer Musik, Metal mit orientalischem Touch, höchst interessant. Das Konzert wurde abrupt um 23:23 nach einer Stunde beendet. Es gab keine Zugabe, schade….

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Fazit: Ein Konzertabend im Z7 ist immer ein Erlebnis, und man weiss nicht was einen erwartet…
Zusätzlich zu den 2 bekannten Bands (Melechesh und KoK) wurde ich von 2 „neuen“ Bands überrascht. Von diesen und auch insgesamt fand ich Tribulation am Überzeugendsten, auch wegen ihrer aufwändigeren Bühnenshow. Sie und ihre Musik wirkten einfach am „Frischesten“.

Der Headliner des Abends, Melechesh, hat mich durch das schnelle Ende etwas enttäuscht. Aber das lag möglicherweise auch daran, dass höchstens 100 Personen ins Z7 gefunden hatten, die Stimmung, sofern vorhanden, war nur in der ersten Reihe vor der Bühne. Die Bands sind hier der Region einfach zu unbekannt und es war auch bisher der heisseste Tag dieses Jahres….

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