Black Heaven - Negativ

Black Heaven – Negativ (Review und Kritik)

Black Heaven - Negativ
Black Heaven - Negativ

Etwas mehr als ein Jahr sind vergangen, nachdem Black Heaven das letzte Album Kunstwerk veröffentlicht haben. Nun ist mit Negativ die bereits 6te Scheibe der Band erschienen.

Neben Black Heaven ist Mastermind Martin Schindler noch durch seine stilistisch völlig anderen Bands Mantus und Sepia in der Szene bekannt geworden.

Gleich zu Beginn des Albums wird sofort klar, wo es hingehen soll. Der Black Heaven typische Sound ist geblieben und solide, aber eingängige Elektro-Parts verwöhnen das Ohr. Begleitet wird das Ganze von der recht melancholischen Stimme des Martin Schindlers. Wie es auch schon bei Kunstwerk der Fall war, wird Negativ mit der Stimme seiner Schwester Tina Schindler unterstützt.

Mit dem Intro MMVII beginnend, wird anfangs eine sehr düster-melancholische Stimmung aufgebaut, die sich zum Ende hin zu einer angenehmem „Aufbruchs-Atmosphäre“ entwickelt und die Lust auf das Album fördert. Von Staub zu Stein geht es dann auch direkt los. Dieser Song ist einer der besten Tracks auf dem Album, welcher sich durch verschiedene Höhepunkte, E-Gitarren, Key-Board Passagen und Bass-lastigen Beats auszeichnet.

Mit Violent act of hate ist ein eher gewöhnungsbedürftiger Track zu finden. Ein sehr ungewohnter Elektro-Sample mit einfachen Vocals, die nicht überzeugen können. Anders ist es mit Glut und Asche. Ein simpler und eingängiger Elektro-Beat begleitet von Tina Schindler’s Stimme sind hier zu finden und machen Glut und Asche zu einem der Höhepunkte auf dem Album. Wenn man über die teils schlechte Lyric hinwegschauen kann, hat man es hier mit einem wundervollen Song zutun.

Martin und Tina Schindler (Black Heaven)
Martin und Tina Schindler (Black Heaven)

Mit einem ziemlich trostlosen Gesang und ziemlich fader Monotonie geht es mit Weiße Lilie weiter. Im Anschluss darauf bekommt der Hörer mit Von hier zu den Sternen einen sehr atmosphärischen und verträumten Song zu hören. Wer kurzzeitig träumend in andere Welten schweben möchte, ist mit „Von hier zu den Sterenen“ absolut richtig.

Für Leute, die Ihr Tanzbein etwas schwingen möchten, eignet sich Kill the pain am besten. Schnelle Elekro-Passagen und ein knallender Beat werden dem Hörer hier um die Ohren genauen. Genau das richtige für die Tanzfläche. Ein reines Instrumental erwartet den Zuhörer bei Decadence. Der Titel klingt zwar durchgehend interessant, nichts desto trotz fehlt die Stimme und ist daher eher ein Lückenfüller oder für den Hintergrund beim Arbeiten zu gebrauchen.

Die Songs Egal und Etwas überzeugen wieder mit dem typischen Black Heaven Sound, während Negativ seinen Erwartungen als Titel-Song nicht entsprechen kann. Trostloser Gesang und nervender Hintergrund Sound überwiegen in diesem Song. Auch wenn teils interessante Passagen anzufinden sind, kann dieser Song nicht trumpfen.

Ein weiteres Instrumental erwartet man mit Veitstanz. Experimentell nutzt man hier sogar mittelalterliche Klänge in Verbindung mit elektronischen Passagen und Gitarren-Riffs, welche der Stimmung gerecht werden. Sehr düster geht es mit War atrocities weiter. Mit einem langsamen Beat, wenigen Höhepunkten und teils sprechartigen Gesang kommt hier mehr Langeweile als Freude auf.

Der Leiermann hingegen ist ein sehr melancholischer und ruhiger Song. Nichts desto trotz weiß gerade diese Stimmung und Atmosphäre zu überzeugen. Ein Stück, das man sich in Ruhe anhören sollte. Wirklich unbrauchbar wirkt Luctifer. Ein durchweg langweiliger Elektrosound begleitet von Sprech-Gesang(teils von Tina) machen diesen Song mehr als überflüssig.

Der letzten richtige Song auf der Platte ist wieder etwas schneller und dem Black Heaven Niveau gerecht. Solider Sound, normaler Gesang und Höhepunkte machen Augenblicke hörbar, aber nicht besonders. Den Ausklang bietet Kaltes Licht mit einem weiteren Instrumental.

Bieberpelz für www.dark-news.de

Dennis "Bieberpelz" Knoll
Dennis "Bieberpelz" Knoll

Fazit: Mit Negativ erwartet den Hörer ein solides und eingängiges Elektro-Album, das durchaus seine Reize hat. Mit 17 Tracks ist es schon ein ziemlich umfangreiches Album. Wenn man nun die schlechten und instrumentalen Tracks beiseite lässt, hat man immer noch ein gutes Album vorzuzeigen.

Wer Black Heaven bisher nicht kannte sollte sich ruhig mal den ein oder anderen Anspiel-Tipp auf der MySpace Seite anhören, bevor er das Album kauft. Fans hingegen kann ich das Album nur wärmstens empfehlen.



Trackliste von Negativ

  1. MMVIII
  2. Staub zu Stein
  3. Violent acts of hate
  4. Glut und Asche
  5. Weiße Lilie
  6. Von hier zu den Sternen
  7. Kill the pain
  8. Decadance
  9. Egal
  10. Negativ
  11. Etwas
  12. Veitstanz
  13. War atrocity
  14. Der Leiermann
  15. Luctifer (Bonus)
  16. Augenblicke (Bonus)
  17. Kaltes Licht (Bonus)
( 7,5 / 10 )
( 7,5 / 10 )

Veröffentlichung: 26.09.2008

Anspieltipps:

– Staub zu Stein

– Glut und Asche

– Von hier zu den Sternen

– Kill the pain

Website der Band Black Heaven: www.black-heaven-project.de

MySpace Seite der Band Black Heaven MySpace Seite

About >puregatory<

Ich bin ein Mensch für den Musik eine wichtige Rolle im Leben spielt.... wie heisst es so schön ... da wo Worte nicht mehr weiter wissen, setzt die Musik ein .. da ist was wahres dran. Ich schreibe gerne , lese, fotographiere. Schreibe selber Gedichte und Songtexte für diverse Künstler. Sich weiter zu entwickeln finde ich sehr wichtig , denn ich bin der Meinung still zu stehen macht einen auf Dauer krank. Wer irgendwelche Fragen an mich hat, kann mich gerne kontaktieren.

Check Also

Galerie: Wave-Gotik-Treffen Tag 4 Eisfabrik // Funker Vogt

Eisfabrik     Funker Vogt  

  • Dieses Album inklusive Interview gibt edemnächst im RSB zu hören.