Cataplexy - ...Lunar eclips, Chaos to the ruin...

Cataplexy – …Lunar eclipse, Chaos to the ruin… (Review und Kritik)

Cataplexy - ...Lunar eclips, Chaos to the ruin...
Cataplexy - ...Lunar eclipse, Chaos to the ruin...

Metal aus Japan hat lange Tradition. Aber nur die wenigsten schwappen auch in westlichere Gefilde, wie beispielsweise Loudness, die kultigen Thrasher Sabbat oder die Avantgarde Band Sigh. Cataplexy scheint es schon seit 1991 zu geben, wenn man den Metal Archives Glauben schenkt und haben es dieser Tage geschafft ihr erstes Album nach etlichen Demos und einer EP zu veröffentlichen.

Was man von den Japanern zu hören bekommt ist ohne jeglichen Zweifel ein erhabenes Stück schnellen, melodischen Black Metals. Was man in den 45 Minuten an wunderbar sirrenden Gitarrenriffs miterleben darf, ist schon fast inflationär, so hätte manch andere Band ein halbes Album auf eines dieser Riffs aufgebaut. Cataplexy aber zelebrieren gleich eine ganze Reihe nordisch anmutender Melodien im ständigen Dauerfeuer der blastenden Drums.

Cataplexy
Cataplexy

Einen Innovationspreis werden Cataplexy damit zwar nicht einfahren können, doch Stücke wie das hochmelodische „Under the moonlight of sorrow“ oder das thrashige „Elegy of the rotten angel„, welches einen gnadenlos niederknüppelt, machen einfach einen Heidenspaß. Gerade letztgenannter Song bietet Gitarrenharmonien, wie man sie nicht so häufig in seine Ohren bekommt. Zwar herrscht einerseits klirrend nordische Kälte, aber auf der anderen Seite verstehen es Cataplexy, den Songs eine fernöstliche Wärme zu verpassen.

Leider kann die Stimmung genannter Songs nicht über die komplette Albumlänge voll überzeugen, denn manchmal gleicht sich das Material doch sehr und hängen bleibt, vielleicht auch wegen der Menge an Riffs, recht wenig. Dennoch ist die Qualität des Albums wirklich hoch, das Drumming ist variabel und versucht Abwechslung in die Stücke zu bringen, doch von Depressivtät, von welcher die Promoseite spricht, kann man kaum etwas erkennen. Stellenweise klingen Cataplexy schon beinahe fröhlich und freundlich, so sind auch die Vocals nicht allzu aggressiv, auch wenn sich wirklich um Härte bemüht wird. Die Produktion lässt es ebenso leicht an Druck vermissen, die Drums klingen etwas blechern und könnten für diesen Black Metal Stil durchaus mehr Kraft dahinter vertragen.

Iskharian
Iskharian

Fazit:

Aber was will ich großartig meckern. Cataplexy haben ein angenehm melodisches Black Metal Album veröffentlicht, welches Anhängern schwedischer Größen durchaus einmal ein Reinhören wert sein sollte. Wer Innovation erwartet liegt hier völlig falsch. Doch wer ein bodenständiges und robustes Black Metal Album haben möchte, welches vor sirrender Melodien nur so strotzt, kann hier kaum etwas verkehrt machen.



Trackliste:

  1. Dawn of the black sun
  2. Hideous path of hate from the abyss
  3. Under the moonlight of sorrow
  4. Graces of infidel blood
  5. Blazing choir under the secrets of hell
  6. Burn the false idols
  7. Elegy of the rotten angel
  8. Desolate winds from the devastated souls
  9. Groan of eternal hate

6,5
6,5

Anspieltipps:

Under the moonlight of sorrow, Elegy of the rotten angel

Erscheinungstermin:

09.01.2009

Cataplexy Myspace

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