Der Weg einer Freiheit - Der Weg einer Freiheit

Der Weg einer Freiheit – Der Weg einer Freiheit (Review und Kritik)

Der Weg einer Freiheit - Der Weg einer Freiheit
Der Weg einer Freiheit - Der Weg einer Freiheit

Oft erwartet man von Tipps ja nicht viel, gerade dann, wenn man noch nie großartig etwas davon gehört hat. So ergings mir zunächst auch bei Der Weg einer Freiheit aus Würzburg, doch als ich deren Stücke auf ihrer Myspace-Seite hören durfte, saß ich mit weit geöffneten Mund vor dem PC. Und es gibt sie doch, die musikalischen Überraschungen und gerade in letzter Zeit öfter denn je.

Läppische vier Euronen für ein selbst produziertes Album, welches einen durch seine Intensität und seine grandiosen Melodien einfach gefangen nimmt. Hier sind keine Anfänger am Werk, dafür klingen die Stücke zu ausgereift, die Drumkonserve zu echt (wirklich, selten einen so starken Drum-Computer gehört!), die Riffs zu vielfältig, der Gesang zu eigenständig, kurz gesagt glaubt man nicht, dass man es hier mit einem selbst produzierten Debut zu tun hat. Anders als in der Hauptband Fuck your shadow from behind der beiden Würzburger, können wir auf „Der Weg einer Freiheit“ lupenreinen Black Metal mit leichten Folk Einflüssen lauschen. Die sieben Stücke sind zum größten Teil rasend melodisch, dürfen aber auch dank ruhiger Momente leichte Melancholie verbreiten.

Der Weg einer Freiheit
Der Weg einer Freiheit

Man darf regelrecht die Freiheit erspüren, das zu tun was man fühlt und sich erhofft. Ein Gefühl von Macht und Erhabenheit, von Größe und Überlegenheit stellt sich ein, eine Grundstimmung zwischen Naturverbundenheit und dem Wechsel der Jahreszeiten. Verträumte Melodiebögen schimmern durch die sieben Stücke hindurch, Momente der Stille wie bei „Frei“ lockern die Songs herrlich auf. Man merkt der Musik eine Liebe zum Detail an, gerade das Instrumental „Aurora“ lässt einen in wundervolle Stimmungen eintauchen als man mit einer prächtigen folkloristischen Melodie dem Stück eine tolle Wendung angedeihen lässt.

Gerade die beiden letzten Stücke „Welk“ und „Neubeginn“ leben von ihrer Abwechslung, die Riffs klingen einfach „richtig“ und die anheimelnden Songstrukturen reißen einen mit. „Neubeginn“ ist dann schließlich auch der absolute Höhepunkt des über vierzig Minuten langen Albums. Der Song bietet noch einmal alles, was Der Weg einer Freiheit können und gefällt durch seinen Wechsel zwischen Raserei und folkloristischer Melodien.


Iskharian
Iskharian

Fazit:

Ich hätte wirklich nicht erwartet so ein tolles Debut Album in den Händen zu halten. Der Weg einer Freiheit ist von vorne bis hinten gelungen und macht einfach riesig Spaß. Rasender, melodischer Black Metal ohne Klischees, dafür mit Tiefgang und starker Produktion. Man sollte die Franken auf jeden Fall im Auge behalten, denn hier wächst eine deutsche Black Metal Hoffnung heran.



Trackliste:

  1. Ewigkeit
  2. Spätsommer
  3. Frei
  4. Aurora
  5. Zum Abschied
  6. Welk
  7. Neubeginn
8/10
8/10

Anspieltipps:

Ewigkeit, Neubeginn, Aurora

Erscheinungstermin:

Februar 2009

Der Weg einer Freiheit Myspace

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