Devil - Time to repent

Devil – Time to repent (Review und Kritik)

Devil - Time to repent

Retrowelle ohne Ende! Da passt die momentane Nachricht, dass Black Sabbath wieder in Originalbesetzung möglicherweise ein Album aufnehmen wollen bestens dazu. Im Moment braucht jeder nur ein bisschen Bassgroove, Iommi-Riffs und eine erdige Produktion aufweisen um im Untergrund in den Himmel gelobt zu werden. Auch Devil haben sich, wenn man diverse Blogs verfolgt, mit ihrer Debut-Ep Magister Mundi Xum durchaus einen Namen gemacht. Erwartet uns wirklich die Zeit des Bereuens wie der Titel vermittelt?

Nein, das Teufel-sei-dank nicht, aber die Qualitäten anderer Retro-Kapellen erreichen Devil mit ihrem Debut auch nur bedingt. Klar, die Produktion klingt wie Copy&Paste aus den 70ern, die Songs rocken auch ganz ordentlich, die Riffs besitzen durchaus das Quentchen Iommi-Gefühl, was einfach nötig ist, aber dennoch fehlt es an einigen Ecken und Enden. Zum einen ist der Gesang, der dem bei den momentanen Retro-Lieblingen Ghost nicht unähnlich ist, relativ harmlos. Charismatisch ist leider was anderes, auch fehlt es technisch der Stimme an Rafinesse und so bleiben die Stücke nicht ganz so gut hängen, wie man sich das wünschen mag.

Devil

Zum anderen fehlt ein gewisser eigenständiger Charakter, man hat alles schon gehört, nur oft auch besser und wie es eben oft bei Bands ist, die sich in der musikalischen Rückschau betätigen, kann man bei Devil auch durchaus bei den Original-Bands bleiben. Mir fehlt einfach das besondere, was Bands wie Blood Ceremony, The devil’s blood oder auch genannte Ghost ausmacht. Aufgemerkt, richtig schlecht ist das ganze natürlich nicht, dennoch muss man sagen, dass Devil leider zu den nichtssagenderen Vertretern aus diesem Genre gehören.

Fazit:

Wie man es richtig macht, können sich Devil bei den grenzgenialen Orchid abschauen, da stimmt einfach alles, vor allem sind die Songs einfach wesentlich packender. Der große Wurf ist Devil also nicht gelungen. Dennoch ist Time to repent kein völliger Reinfall geworden. Fans des Genres werden durchaus ihren Spaß damit haben. Mir persönlich fehlt aber einfach eine gewisse Persönlichkeit und Eigenständigkeit, das Besondere und dadurch, dass ihnen dies abgeht, wird Devil leider zu einer Band unter vielen.

Trackliste:

  1. The welcome
  2. Break the curse
  3. Blood is boiling
  4. Time to repent
  5. Crazy woman
  6. Open casket
  7. Death of a sorcerer
  8. At the blacksmiths
  9. Howling (at the world)
  10. Outro
( 6 / 10 )
( 6 / 10 )

Erscheinungstermin:

24. August 2011

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  • Barry

    Devil ist die erste Band aus dieser Doom-Retrowelle, die ich kennen gelernt habe. Seit ich mir die Platte gekauft habe, komm ich nicht mehr los, sie mir ständig anzuhören.

    Ich muss wiedersprechen: Für ist gerade dieser schlichte Gesang mit einer 60er Marke höchst charismatisch. Und dies Songs sind allesamt verdammt gut…leider ab und zu etwas kurz, was sich natürlich auch insgesamt auf die kurze Spieldauer auswirkt. Orchid aus den Staaten hör ich mir gerade auf ihrer Myspace Seite an…die klingen für mich tatsächlich nach kompletter Sabbath Kopie, selbst Ozzys Gesangsstil wird imitiert, allerdings nicht besonders gut.

    Ghost (wenn die Schweden gemeint sind) können mich auch nich annähernd so sehr begeistern. Diese spielen wesentlich melodischer und ich vermisse das gewisse etwas, ein Gefühl, was mir bisher nur die Band Devil geben konnte. Mich erinnern Ghost sehr stark an King Diamond. Der Stil ist mit dem von Devil nicht zu vergleichen.
    Ich weiß, ich bin nicht der einzige der das so sieht. Bevor man sich also ein mittelmäßiges Album einreden lässt, sollte man vorher selbst einmal reinhören!