Diary of Dreams - Ego:X

Diary of Dreams – Ego:X (Review und Kritik)

Diary of Dreams - Ego:X

Mit Ego:X kommt in der kommenden Woche das Jubiläumsalbum von Diary of Dreams raus. Im Vorhinein gab es eine Menge Hype, diverse Hörproben und Terminverlegungen. Wir wollen einmal sehen, ob sich das ganze Theater um’s Tagebuch gelohnt hat.

Eine Besonderheit im Vorfeld: Bei den gesprochenen Stücken handelt es sich nicht um Filmschnipsel, sondern man hat mit Martin Keßler zusammengearbeitet, der für Vin Diesel und Nicholas Cage seine Stimme leiht. Klotzen statt Kleckern war hier wohl das Motto!

Die Einleitung namens „Into X“ beginnt auch gut drückend und als passende Einleitung für die besprochenen Themen. Was allerdings danach folgte, ließ mich als eigentlichen Fan der Band erschauern. Da sind bedrohliche Parallelen zu Unheilig zu hören! Auf welche Wege wird sich hier nur begeben? 4/4-Stampfer, Streicherteppiche und monotoner Jammergesang? Das ist doch nicht Diary of Dreams was da auf dem Player schallt!

Wie um den vermeintlichen Ausrutscher „Undividable“ zu zementieren, beginnt bei „Lebenslang“ die gleiche Leier wieder von vorn!? Zum Glück kommt nun eins der fünf „Elemente“, die von Herrn Keßler gesprochen werden und bei allem Respekt mehr Tiefgang haben als Hates‘ Gejammer. Vielleicht hätte diesmal eher ein Band Aphorismen veröffentlicht werden sollen?

Die Band bei ihrer diesjährigen Tour

Die Songs plätschern im weiteren Verlauf nur so vor sich hin, hier klimpert ein Klavier, da streicht ein Streicher, aber das war es dann auch. Mit „Push Me“ sind wir in der Hälfte angelangt, und Gastsängerin Amelia B. ermuntert Adrian, dem Song ein wenig mehr Dynamik zu geben. Ein Schritt in die richtige Richtung, der sich mit „Echo in me (X-Version)“ fortgesetzt wird.

Hier zeigt die Band wieder, wer sie wirklich sind, und was sie können. Auf dieser CD sind dann allenfalls noch „Splinter“ und „Out of X“ erwähnenswert, die eigentlichen Songs sind hier äußerst schwach geraten.

CD 2 hätte man sich komplett verkneifen können, 1 Stück und 3 Mixe, die ausgerechnet den schwächsten Song des Albums aufmotzen wollen und „Push Me“ seinen Wiedererkennungseffekt – den Frauengesang nehmen.

Fazit:

Oh je, so viel Zeit und so viel Unsinn. Mehr fällt mir zu diesem größtenteils unterirdisch schwachen Album nicht ein. Wären da nicht die gesprochenen Zwischenteile, wäre das Album wohl nicht über die 3-Punkt-Hürde hinausgekommen.

So werden es zumindest noch 4, weil immerhin zwei hoffnungsvolle Songs vorhanden sind.

Einer so erfahreneren Formation wie Diary of Dreams sollten eigentlich solche Ausrutscher nicht mehr passieren, aber sich teilweise unter das Niveau des Grafen zu begeben… da muss schon eine Menge schief laufen.

Tracklist:

CD 1

01. Into X

02. Undividable

03. Lebenslang

04. Element 1- Zeitgeist

05. Grey the blue

06. Immerdar

07. Element 2- Illusion

08. Push Me

09. Element 3- Stagnation

10. Echo in me (X-Version)

11. Element 4- Angst

12. Mein-Eid

13. Splinter

14. Element 5- Resignation

15. Fateful Decoy

16. Weh-Mut

17. Out of X

CD 2

01. The Return

02. Push Me (X-Version)

03. Undividable (E-Mix)

04. Undividable (Alternative-Mix)

(4 von 10)

Erscheinungsdatum:

26.08.2011

Anspieltipps:

Push Me; Echo in me (X-Version)

Links:

offizielle Website

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