Dope Stars Inc. – 21st Century Slave (Review und Kritik)

DSI_21st-Century-Slave_3001
21st Century Slave

Es ist schon eine ganze Weile raus, aber irgendwie traut man sich nur schwer daran, eine Meinung zum neuen Dope Stars Inc. Album 21st Century Slave zu äußern.
Die bisherigen Fans werden zwiespältig reagieren. Die einen wenden sich ab, die andren sind erfreut über den Zusatz an elektronischer Musik. Nach vollen 3 Jahren Ruhe um ihre Studio-Arbeit fahren die drei Italiener neue industriellere Geschütze auf. Bisher bekannt als die Synth Rocker aus Neuromance und Gigahearts, folgen sie neuerdings dem Pfad des Cyber Punk und wenden sich vom Rock beinahe komplett ab.


Mit dem Opener Omega Drones beweisen sie schon, dass sie nichtmehr an die Gitarre glauben. Für den Rocker unter den Fans schon beinahe eine Qual. Die Gitarren unterstreichen zwar noch, was den Song ausmacht, aber auch das könnte schon aus den Tasten und Knöpfen stammen. Die Stimme klingt punkig, der Sound   lässt ein wenig an SciFi denken.
Ganz anders wartet da der Titelträger auf. Mit etwas mehr instrumentalischem Vordergrund und kräftigerer Stimme kommt der 21st Century Slave daher, leider auch mit immer wiederkehrendem Notenspiel.
Mit dem Beginn von It’s today erinnern die Italiener schon wieder eher an ihre bisherigen musikalischen Machenschaften: weniger Punk, und mehr Cyber Rock.
Allgemein muss nun aber der Geschmack entscheiden, was dem Hörer besser gefällt.
Denn genau diese Mischung durchzieht das gesamte Album.
Digital Warriors erreicht noch eine gelungene Mischung aus Electro und Rock.
Outlaw Thrones beginnt ruhig, mit Klängen aus dem Klavier, erhält steigernde Unterstützung durch Synthies, wird dann aber wider Erwarten ruhiger und stellt den Gesang in den Vordergrund. Dieser wechselt sich mit harten Gitarren, Schlagzeug und Synthies an der Front ab.
It’s for you bietet abschließend vorerst lebendige, fröhlicher wirkende Klänge.
Auch wenn der Gesang einsetzt bleibt es leise, wird sogar ruhig. Auf den Einsatz elektronischer Aspekte wird größtenteils verzichtet, nur hintergründige Synthies sind merkbar. Eine Ballade bildet den Abschluss des neuen 21st Century Slave.


feature
feature

Fazit: Um ehrlich zu sein, musste ich mich eine ganze Weile an die neuen Klänge des Trios gewöhnen, und tat mich auch recht schwer eine distanzierte Auswertung dessen zu erstellen.
Doch mit der Zeit merkte ich, dass nur der Anfang sehr elektronisch daher kommt.
Der neue Stil ist mit Cyberpunk am besten zu vergleichen. Düstere futuristische Aspekte mit Neonfarben und Elektronik überall, das könnte das Bild hinter dieser Musik sein.
Mit 6 Punkten für die doch ständig wiederkehrenden Merkmale in den Songs, als auch für – in meinen Ohren- oft gleich klingenden Titeln, sollten die Italiener jedoch immer noch einen guten Schnitt gemacht haben.


Tracklist:

  1. Omega Drones
  2. 21st Century Slave
  3. It’s today
  4. When I see you smile
  5. Digital Warriors
  6. Megacorps
  7. Criminal Intents
  8. Neuromantics
  9. Outlaw Thrones
  10. The World Machine
  11. It’s for you



( 6 / 10 )
( 6 / 10 )


Anspieltips: 21st Century Slave, Digital Warriors, Neuromantics, It’s for You

Release: 10. 07. 2009


Dope Stars Inc. Homepage

Dope Stars Inc. Myspace


About feAtuRe

Check Also

Review: AC/DC „POWER UP“

Warum hört und liebt man AC/DC? Nicht um im neuen Album etwas zu erwarten, dass …