Down Below – Wildes Herz (Review und Kritik)

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Down Below - Wildes Herz

Eine Band bahnt sich den Weg, und über Nacht veränderte sich plötzlich der Stellenwert dieser kreativen Musiker aus Dessau-Rosslau (Sachsen-Anhalt) und der Erfolg nahm seinen Lauf. Als Schlüsselerlebnis diente wohl der Bundesvision Song Contest 2008 bei dem Down Below mit dem deutschsprachigen Song „Sand in meiner Hand“ den dritten Platz belegten.




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Down Below beim Bundesvision Song Contest 08

Ich kann mich noch gut an den Abend erinnern, denn auch ich habe den Contest vor dem Tv verfolgt und wollte kurz nach dem Auftritt der Band, auf deren Homepage zugreifen doch die Seite wies Ladeschwierigkeiten auf, weil der Server überlastet war, das dürfte auf die vielen Zugriffe zurückzuführen sein, denn plötzlich wollten viele Musikbegeisterte mehr über Down Below erfahren.

Durch die Sendung erhöhte sich auch die Nachfrage von Down Below´s Album „Sinfony 23“, ein Album das sich mit Song´s wie „Sand in meiner Hand“ oder „Private Soul Security“ sowie dem starken Titeltrack „Sinfony 23“ durchsetzen konnte, und sich so an die Herzen der Hörer annährte. Am 26.06.09 ist es nun soweit und Down Below starten mit dem Nachfolgewerk „Wildes Herz“ durch, ein Album, das komplett mit deutschen Texten bestückt wurde, was nicht zuletzt an dem Feedback der Fans liegen dürfte, die nach „Sand in meiner Hand“ nach mehr verlangt haben, und so geht es auf, in Richtung Herzen der Fan´s.


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Den Anfang macht der Song „Euphorie“, ausdrucksstarke Hooklines erwecken das wilde Herz dieses Albums zum Leben und lassen es mit dem Beat schlagen, ein mitreisender Opener, der „Live“ die Konzerthallen zum toben bringen wird. Mit „Alle deine Wege“ erklingt ein textlich ausdrucksstarker Song, der wahrlich aus dem Leben erzählt und einen, in melancholische Stimmung versetzt. Der Song „Frei“ beweist wie wandelungsfähig Neo-Scope´s Stimme sein kann, mit dem Titeltrack „Wildes Herz“ vermischt sich rhythmische Härte der Gitarren, mit eingängigen Melodien. Auch Stimmlich spielt der Sänger hier sehr gerne, wobei einem ein ganz bestimmter Übergang im Refrain, in dem die Stimmlage Hoch ist, etwas holprig vorkommt.


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Balladenhaft geht es weiter mit „Die letzten Worte“ der Song transportiert sehr gut die Traurigkeit, die hier vermittelt werden soll, sicherlich eine gute Begleitung für die schwierigen Zeiten die das Leben so mitsichbringt. Atmosphärisch erklingt „Keine einzige Träne“ ein Wechsel aus gut arrangierten schnellen Parts und Midtempo Passagen laden hier zum Abfeiern ein. Rockig beginnt „Das Ende“ sich in die Hörmuschel zu schwingen, auch dieser Track kommt rhythmisch und poplastig rüber bevor sich mit „Unter Eis“ zu beginn eine schwebende kalte Soundwolke in eine gewaltige Hymne entwickelt, ein Song der mit seinem Wiedererkennungswert für Begeisterung sorgen wird.


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Down Below

Mit „Dein Wille“ wird wieder deutlich fahrt aufgenommen, bei der Liveumsetzung wird dieser Track die Fans hüpfen lassen, kommt er doch druckvoll rüber. Mit dichtem Sound begeistert „Ein letztes Mal“ den Hörer, und ist sicherlich auch ein Track des Albums der für einen bleibenden Eindruck sorgen wird. Für einen würdigen Abschluss dieses Werkes sorgt das Stück „Bei dir“ emotional breitet er seine Flächen aus, und ist ein Garant für schwingende Feuerzeuge bei einem Livekonzert der Band.



Fazit:


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Seelenfänger

Wildes Herz ist ein gut durchdachtes Rock-Pop Album mit dem typischen Down Below Sound den man erwartet, auch spürt man einen Hauch der Gothic-Romantik tief verankert im Textlichen sowie auch in einigen der atmosphärischen arrangierten Soundflächen. Dieses Album bringt auch wieder starke Songs hervor die hier nicht weniger vertreten sind als noch zur „Symphonie 23“ Zeiten.

Man merkt das Neo-Scope bis an die Grenzen seiner Gesangsleistung geht, gut zuhören bei dem Song „Wildes Herz“ wo es sich bei dem hohen Übergang im Refrain, nicht ganz rund anhört, aber umso erfreulicher, da es das Werk Charakterhafter macht und nicht abgerundet oder künstlich wirken lässt. Besonders aufgefallen ist mir das auch hier eine Message transportiert werden soll die im deutschsprachigen Raum immer mehr Bands für wichtig halten, so wird hier die Entfremdung und die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft thematisiert und Punkte über Verantwortung, Selbstvertrauen, Freiheit und Liebe aufgegriffen, die in ehrlichen Texten verarbeitet werden. Ein Werk, das man empfehlen kann, da es auch durch gut platzierte und abwechselungsreiche Songs besticht, ein wildes Herz beginnt zu schlagen.

Tracklist:

01.Euphorie
02.Alle deine Wege
03.Frei
04.Wildes Herz
05.Die letzten Worte
06.Keine einzige Träne
07.Das Ende
08.Unter Eis
09.Dein Wille
10.Während du Schläfst
11.Ein letztes Mal
12.Bei Dir

( 8,5 / 10 )
( 8,5 / 10 )

Anspieltipps:

Euphorie
Alle deine Wege
Die letzten Worte
Unter Eis
Ein letztes Mal
Bei Dir

Veröffentlichung:
26.06.09 (Premium Rec./ Soulfood)

Ein Interview mit Neo Scope zum Album findet ihr HIER.


Down Below Homepage
Down Below bei MySpace
Down Below Fans

About Seelenfaenger

Bin 33 Jahre alt,verheiratet und komme aus Bochum. Ich bin ein Musikbegeisterter Mensch und gehe gerne auf Konzerte,eine meiner weiteren Leidenschaften sind gute Fime und das Hobbymäßige arbeiten mit Photoshop.

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