Eisregen im Berliner K17 (Konzertbericht 09.01.2009)

Eisregen
Eisregen

Von russischen Freundinen und Marzipanfrauen. Eisregen gaben sich am 09.01.09 die Ehre im K17.

Stand man kurz vor acht noch in klirrender Kälte vor dem K17 und versucht sich mit Smalltalk irgendwie etwas warm zu halten, so wurden noch die letzten größeren Soundchecks vorgenommen. Fünf vor Acht war das Warten endlich vorbei 
und die Besucher durften die Halle des K17 betreten – ein wahrer Segen bei der Kälte. Zu loben sei an dieser Stelle die Security das K17 die schnell und zügig arbeitete und man nicht unnötig lange warten musste.

Supportet wurden Eisregen durch die beiden Bands „Cry of Dismay“ und „Bloodsplaterd„, die mehr oder weniger versuchten gekonnt das Publikum in Stimmung zu versetzen und ihre Bühnenperformance darboten. Gelang dies bei Bloodsplatered noch relativ gut, so dass in den ersten Reihen vor der Bühne viel gemoscht wurde und allgemein fröhliches Headbangen zu beobachten war. Cry of Dismay ließe nach meinem Geschmack dann doch etwas zu wünschen übrig.Manche Bands sollten einfach keine Lieder von System of A Down performen, um nur ein Beispiel zu nennen, was mir doch etwas austieß. Sieht man von einigen weiteren, kleineren Fehlgriffen in der Setlist ab, boten aber auch sie eine guten Bühnenaufritt. Ich persöhnlich werde das Treiben der beiden Bands in nächster Zeit beobachten und bei Bedarf Euch etwas erzählen.

Dann, endlich. Ein letzter Sounndcheck durch Eisregen, den sie mit viel Humor verpackten, und das Konzert der Thüringer konnte endlich, endlich anfangen. Eisregen präsentierten eine grandiose Show, die absolut jeden der Anwesenden packte. Man konnte den Eindruck bekommen, dass für die Band nichts wichtigeres gab als für ihr Publikum zu spielen – jedenfalls war ihre Stimmung dem entsprechend gut und ausgelassen. Immer wieder schafften sie es mit humorvollen, sehr originellen Ansagen ihr Publikum zu fesseln und den eine oder anderen rauen Lacher aus dem Publikum zu erhalten. Viele alte „Bekannte“ durfte man genießen, wie zum Beispiel „13“ oder „Blutgeil„, aber auch relativ neue Songs wie etwa „Knochenkult“ wurden gespielt. Ein besonderes Highlight bestand darin, dass die Thüringer etliche Lieder aus der „Krebskolonie“ spielten – nichts was selbstverständlich ist, ist das Album doch seit 2003 hier in Deutschland indiziert und darf auch nicht weiter verbreitet werden.

Nach gut zweieinhalb Stunden und einer gefühlten Ewigkeit entließen eine glückliche Band ihre glücklichen Fans in die Kalte Nacht und viele nahmen das Angebot des K17’s an und entspannten bei einem kleinen oder großem Absacker in den Räumen des Clubs oder feierten munter die restliche Nacht weiter. Viele Gespräche über das Konzert konnten geführt werden.


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