eXcubitors - Operation Observation

eXcubitors – Operation Observation (Review und Kritik)

eXcubitors - Operation Observation
eXcubitors - Operation Observation

Die Electro/Synth-Pop-Formation eXcubitors bringt mit dem Album „Operation Observation“ nun mehr das zweite Machwerk an das Lichte der Öffentlichkeit. Der Release-Termin ist auf den 30.04.2009 datiert und es wird ein glorreicher, aber auch aufregender Tag für die Weltgeschichte werden.


Warum? Weil die Wächter wieder einmal eine akustische Offenbarung vor haben um Missstände gnadenlos ehrlich aufzuzeigen. Lange wachte das Auge über diese Welt. Und nun wird das, was Gesehen wurde, verarbeitet.

Die drei Brüder aus Hessen, Sascha, Stephan und Thomas, hatten mit ihrem ersten Album „Auferstehung aus Ruinen“ einen beachtlichen Erfolg. Und seit mehreren Wochen geistert der Club-Hit „Fehler im System“ durch die Tanzschuppen der Welt. Nun aber zum Album an sich.


eXcubitors
eXcubitors

Es ist eine Mischung bedeutsamer Themen, die in einen Mantel aus elektronischer Musik verpackt sind. Die eXcubitors berichten über Diäten-Erhöhungen der Politiker oder Probleme mit der Demokratie. Auch das aktuell doch sehr präsente Thema „Amoklauf“ findet hier einen Platz. Ebenso, wie zum Beispiel auch über die Geschichte der DDR gesungen wird. Es geht also immer um ernste Themen, die ehrlich und offen angesprochen werden sollen. Und das rechtfertigt auch den Album Titel „Operation Observation“ eindeutig.


Das Album öffnet mit einem „Intro„, dass die Augen öffnet. Danach geht es direkt ans Eingemachte. „Lost my mind“ und „Isolated“ regen zum Nachdenken an, aber laden auch zum Tanzen ein. Und so geht es eigentlich durchgängig weiter. Mit „Steh auf“ wird offen dagegen protestiert, dass Politiker vom Egoismus zerfressen zu sein scheinen. Und dies wird wenig später bei „Fehler im System“ noch ein wenig ausgeweitet. „The last day“ schafft den nahtlosen Übergang zu einem Song, den ich besonders schätze. „Observation„, ein Song, der sich gegen die Vergangenheit richtet und sich mit der DDR auseinandersetzt. „Keine Macht hat das Recht, dass Volk so lange einzusperren!“ schallt es dabei aus dem Lautsprecher. Ein toller Song. Dann geht es weiter über „Vergeltung“ und „Self-Adulation“ zu „Im Visier„, dem Song, der sich mit einem Amoklauf beschäftigt. Gerade angesichts der jüngsten Vergangenheit ein sicherlich nicht ganz leichtes Thema. Danach plätschert das Album ein wenig aus. Mit „Different“ und „Alleine“ stehen aber noch einmal solide Songs auf dem Programm. Dann folgt das Outro, das die Augen wieder schließen lässt. Der Blick war ja auch „grausam“ genug.
Abgerundet wird die Scheibe mit einem Remix des Songs „Isolated“ durch die renommierten Band „Lost Area„.


Lordy
Lordy

Fazit: Das Album ist erfrischend anders. Es wird einem auch nicht langweilig. Es ist nicht eintönig. Es macht Spaß. UND es regt zum Nachdenken an. Dem kann man sich so gut wie gar nicht entziehen, denn es werden Sachen so direkt angesprochen, dass man sich auf jeden Fall fragen muss, ob das nun so ist oder nicht und was man dagegen denn tun kann. Dieses Album zu rezensieren war spannend, denn lange Zeit wusste ich nicht, wie ich es letztendlich bewerten würde. „Gut“ war sicher, aber wie sich „gut“ als Punktzahl ausdrücken lassen sollte, wusste ich lange nicht. Nun kommt es zu 8,5. Und das ist glaube ich auch vertretbar. Für alle Freunde von kritischer Musik und Electro/Synth-Pop sollten die eXcubitors auf jeden Fall mal interessant sein.



8,5/10
8,5/10

Release-Termin:
30.04.2009


Genre:
Electro/Synth-Pop

Anspieltipps:
Steh auf
Fehler im System
Observation
Im Visier
Alleine

Homepage:
http://www.excubitors.de/

Tracklist:
01. Intro (eyes open)
02. Lost my mind
03. Isolated
04. Steh auf
05. Fehler im System
06. The last day
07. Observation
08. Vergeltung
09. Self-Adulation
10. Im Visier
11. Different
12. Alleine
13. Outro (closing eyes)
14. Isolated (Lost Area RMX)

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