Fäulnis - Gehirn zwischen WAHNundSINN

Fäulnis – Gehirn zwischen Wahn und Sinn (Review und Kritik)

Fäulnis - Gehirn zwischen WAHNundSINN
Fäulnis - Gehirn zwischen WAHNundSINN

Mit „Cholerik: Eine Aufarbeitung“ (Review von Schwarze-News.de)
startete das erste Lebenszeichen der geplanten Trilogie „Verfall eines Individuums“.

Seit dem 29. Mai 2009 ist unter neuem Label (Karge Welten) und mit Verstärkung an den Instrumenten Teil 2 bereit und zeigt sich von einer weitaus persönlicheren und ausgereifteren Seite. Wir sind gespannt.

Wer das Re-Release des ersten Albums (Cholerik: Eine Aufarbeitung²) sein Eigen nennt, erinnnert
sich sicher an die beiden Bonussongs (30 Juli, bewölkt und II). Genau diesen Stil verfolgen „Fäulnis“ mit „Gehirn zwischen Wahn und Sinn“. Teils schneller, treibender Metal gemischt mit Postrock-Elementen und einigen Ambient Anleihen.

Schon der erste Track „MorgenGrauen“ beginnt recht rockig, gepaart mit den wie ich finde sehr schonen Leadgitarren und beschreibt den Beginn eines Alltages in der Stadt (In einem anderen Song treffend als „Grossstadtdepression“ beschrieben). Gefühle wie Hilflosigkeit und Isolation umringt von Beton, Stahl und nacktem Wahn assoziieren sich während der ganzen knapp 60 Minuten des Albums.

Fäulnis
Fäulnis

Nichtnur musikalisch, auch lyrisch hat sich Fäulnis einigen (wie ich finde positiven) Änderungen durchzogen. Das Individuum dass sich im ersten Teil der Trilogie noch mit einer Tötung (Der Eskalation) auseinandersetzte, ist nun eher alltäglicher Isolation (Dem Wahn) ausgesetzt. Das Konzept ist jetzt greifbarer, nachvollziehbarer und auch persönlicher als noch zuvor und führt die Geschichte treffend weiter ohne dabei längst totgetretene Klischees zu verwursten.

Unterbrochen werden die Stücke  (z.B. in „Weiße Wände“) von Geräuschen wie einem Boilerartigem Rauschen und dazu das Husten einer Person etc. Diese Passagen haben mich manchmal grob aus dem Hörfluss gerissen.


Johannes

Fazit: Atmosphärisch ist „Gehirn zwischen Wahn und Sinn“ eine regelrechte Bombe geworden. Graue Beklemmung und Grossstadtwahn trieft nur so aus jeder Note und reiht sich gekonnt zwischen die mal treibenden, mal Postrock/Doom Metal angelehnten Passagen. Ein persönliches, emotionales und klischeefreies Album welches ich nur zu gerne empfehle. Einzig die Ambientpassagen stören mich etwas da sie den Hörfluss unterbrechen.

Ich freue mich schon auf  den letzten Teil der Trilogie, die Endstation.


iskharian3Zweite Meinung: Ja!! Endlich ist es soweit und was Seuche und seine Mitstreiter geschaffen haben schlägt nahezu alles, was Fäulnis bisher veröffentlicht haben. Ich finde die Ambientpassagen passen einfach perfekt ins Gesamtbild, verdeutlichen die Stimmung der Platte. Mir mag beim Hören des Albums der Name Nocte Obducta immer wieder einfallen, auch wenn Fäulnis hier absolut eigenständig sind. Für mich ein 10 Punkte Werk und es wächst immer mehr.



Trackliste:

  1. MorgenGrauen
  2. Angstzustand
  3. Weiße Wände
  4. Kopfkrieg
  5. Landgang
  6. Trümmer
  7. Spiegel, Splitter, Schrott
  8. Weltuntergang folgt
9/10
9/10


Erscheinungstermin:

29 Mai 2009

Links:

www.sickblackart.de


About Kettenhund

Mir wurde hier erlaubt meine bescheidene Meinung über Musik zu äussern, dieses geniesse ich auch freudestrahlend und ich vollsten Zügen. Ich bin 22 Jahre jung und lebe im schönen Emsland in einem abgeschiedenen und weltfremden Dorf das ich hier nicht näher beschreiben muss.

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