Feos - Katastasi

Feos – Katastasi (Review und Kritik)

Feos - Katastasi
Feos - Katastasi

Es muss schon etwas besonderes sein, wenn man trotz der wenigen Zeit, die man aufgrund weltlicher Pflichten eh schon mehr als knapp hat, sich zwischendurch hinsetzen will und ein paar Worte zu einem spannenden und zugleich auch noch sehr beruhigenden Werk abgeben möchte. Feos heißt das Projekt des jungen deutschen Künstlers Iason Roumkos aus dem Saarland und so darf man interessanten Klangkaskaden zwischen melodischem Black Metal, entspannter Shoegaze Atmosphäre und tiefgreifenden Ambient Passagen lauschen.

Die EP „Katastasi“ darf kostenlos heruntergeladen werden, ist mit seinen sechs Stücken innerhalb einer knappen halben Stunde zwar nur ein Häppchen, aber dafür eines, welches besonders schmackhaft erscheint, denn was man zu hören bekommt lässt so manch etablierte Band doch schon sehr alt aussehen. Klar, den Homerecording Charakter der Stücke kann man kaum verleugnen, doch darauf kommt es auch nur bedingt an, denn trotz all der elektronischen Helferlein, wie Drumcomputer oder Synthieorgel, spielt doch gerade der organisch mystische Teil der Musik Feos eine übergeordnete Rolle.

Feos - Iason
Feos - Iason

So beginnt „Oh feos name pjasi“ recht heimlich, doch die Stille bleibt nicht lange, denn mit Einsetzen der E-Gitarren und der Drums wird man in einen Strudel aus Emotionen gezogen. Die Melodien sind eher freundlich und sphärisch und wie der erste Teil mit schwebenden Shoegaze Melodien abschließt, darf „Oh feos name pjasi II“ diese Gefühl von innerer Leichtigkeit fortsetzen. Man lebt nur für den Augenblick des Seins, bis mit einem Mal der Schleier jäh zerfetzt wird. Infernalisches Geschrei, elektronische Blasts und tiefschwarze Finsternis werden ineinander verquickt, lassen Vergleiche mit Elysian Blaze zu.

Wunderbare Melodien lassen „Mja orea betaluda“ zu einem wahrhaft grandiosen Stück Musik heranwachsen, ebenso „Thendro„, welches in lodernden Flammenbildern von der zerstörerischen Macht der Menschen und den von ihnen verursachten Waldbränden in Griechenland erzählt. Bemerkenswert ist, dass den sechs Stücken ein emotional dichtes und bewundernswert eigenständiges Konzept anheim gelegt wurde, irgendwo zwischen malerischen Naturlandschaften und psychologischer Reflexion verwurzelt.

Eher geringer ist der Metal-Anteil bei den Stücken, was den Puristen natürlich abschrecken wird, doch wer sich auf Ambient Landschaften und Post Rockiger Leichtigkeit einlassen kann, sollte Feos auf jeden Fall eine Chance geben.


iskharian3Fazit:

So lobe ich es mir. Keine großen Worte, sondern einfach Taten. Tolles Konzept, tolle Musik und das noch kostenlos, was will man mehr? Ja, mehr. Mehr davon, denn das, was man hier hören darf hat durchaus noch Raum für mehr. Feos sollte man aber auf jeden Fall im Auge und vor allem im Ohr behalten, denn die Musik ist es absolut wert gehört zu werden.


Trackliste:

  1. Oh feos name pjasi
  2. Oh feos name pjasi II
  3. Mja orea betaluda
  4. Thendro
  5. Wathis ipnos
  6. Oh antagonist stamatis

Anspieltipps:

Die Ep sollte am Stück genossen werden.

Feos Myspaceseite

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