Paganism

Fir Bolg – Paganism (Review und Kritik)

Paganism

Die Firbolg sind Gestalten der irischen Mythologie, die einst von den Griechen versklavt wurden. Nach sieben Generationen in Gefangenschaft flohen sie und zogen nach Irland um dort ihr Glück zu finden. Dagoth, einziger Mann bei Fir Bolg, hat sich diese Sagengestalten wohl zur Inspiration genommen und bietet uns stark angeschwärzten Pagan Metal, verpackt in vier Songs. Schauen wir mal, wieviel der Kreativität nach der Namensfindung noch übrig blieb..

Gegründet hat Dagoth sein Projekt 2006 und zwei Jahre später erfolgte das erste Lebenszeichen in Form der Demo Paganism. Richtig gelesen, denn das hier vorliegende Werk ist der Rerelease eben dieser Demo. Nachdem die Scheibe zuerst in Eigenregie aufgenommen und vertrieben wurde konnte Dagoth die Herren von Schwarzdorn Productions so auf sich aufmerksam machen, die dieses Werk einem breiteren Spektrum zugänglich machen wollten.

Stilistisch werden hauptsächlich tiefschwarze Riffs gepaart mit Black Metal Gekeife  eingesetzt, gelegentlich untermalt von Synthesizerkklängen. Eine gewisse Nostalgie in Richtung vergangener Tage des melodiös angehauchten Black Metals macht sich breit, und auch atmosphärisch schafft die Scheibe einiges. Genauer betrachtet erkennt man aber einige Makel! Die hier gebotenen Riffs sind keineswegs schlecht, jedoch fehlt das Besondere, etwas, das den Hörer direkt in seinen Bann zieht. Diese Mittelmäßigkeit der Riffs gepaart mit der hohen Spielzeit der einzelnen Songs hat zur Folge, dass sich eine gewisse Monotonie innerhalb der Songs ausbreitet.

Hier wäre es an der Stelle des Songwriting gewesen, diese Monotonie zu brechen und das Gesamtwerk aufzulockern, was leider nur bedingt klappt. Die Hauptparts gewinnen durch die Länge und das massive Geschrammel eine bestimmte Mächtigkeit, die durch die kurzen Auflockerung nur kurz gebrochen werden kann. Weiterhin sind die Überleitungen von Haupt- zu Melodiepart des öfteren nicht ganz fließend und demzufolge leicht störend holprig. Einwandfrei ist hingegen hier die Produktion geworden, jedes Instrument hat seinen eigenen Spielraum und es kommt zu keinen Verhakungen im Sound. Die Synthesizer sind nicht störend eingemischt, die Vocals nicht zu vordergründig und auch alle Bestandteile des Schlagzeugs sind einwandfrei zu hören. So muss das sein!

Fazit:

Euer Autor!

Fir Bolg hat sich mit seinem -weiterhin- ersten Output noch kein Denkmal gesetzt, aber durchaus gezeigt, dass er etwas kann und wo er hinwill. Der Weg dorthin wird vermutlich noch etwas steiniger als erwartet, müssen doch an einigen Stellen noch Verbesserungen stattfinden. Etwas überspitzt gesagt, kann man einfach keinen Song auf zwei Riffs und einem schönen Mittelteil aufbauen. Dennoch ist Paganism ein guter Grundstein um die weitere Projektgeschichte darauf aufzubauen und sollte auch seine Anhänger finden. Man kann gespannt auf ein, eventuell folgendes, erstes Album und dessen Umsetzung sein.

Tracklist:

  1. Night Of The Black Moon
  2. Celtic Death Pagan Ritual
  3. Invocate The Old Spirits Of The Wood
  4. The Passage To A Second Life

Spieldauer:

23:05

Wertung:

6,5

Anspieltipps:

The Passage To A Second Life

Veröffentlichung:

13.08.2010

Fir Bolg bei Myspace

About nilgoun

Check Also

Stone Sour besser denn je: Hydrograd

Vor 25 Jahren hat Slipknot Frontmann Corey Taylor Stone Sour gegründet. Auch wenn es eine …