Fognight - Black Lake

Fognight – Black Lake (Review und Kritik)

Fognight - Black Lake
Fognight - Black Lake

Drone Doom erfreut sich dank Bands wie Sunn O))) und Earth großer Beliebtheit, fristet aber dennoch ein Nieschendasein, denn die schleppenden Geräuschkaskaden aus wummernden Bässen und dröhnenden Gitarren sind nicht jedermanns Sache. Fognight aus Brandenburg nehmen sich dem Drone an und verfeinern diesen mit allerhand depressiven schwarzmetallischen Anleihen.

So ist das Grundrezept Fognights den etablierten Bands recht ähnlich. Es dröhnt und wummert an allen Ecken und Enden, wirkt sperrig und kauzig, teilweise abstoßend, aber dennoch faszinierend eigen. Wer hier Musik mit viel Melodie und Gesang erwartet ist zu 100% fehl am Platz, hier dürfen sich eher Noise und Krachfetischisten ausleben. Fognight verweben Ambiente Soundlandschaften mit knarzigen Gitarren, dazu gesellen sich gehauchte Stimmen und ein depressive Grundstimmung. Wie der Bandname schon andeutet passt „Black Lake“ dabei im wesentlichen in eine düstere Nebelnacht, am besten im stillen Kämmerlein, mit einer Klinge im Anschlag.

Keine Freude, nur pures Leid durchzieht die Atmosphäre, das Blut fließt zäh aus den Adern, verteilt sich schwarz über den nackten zuckenden Körper, bildet einen schwarzen See. 28 Minuten lang darf man dem Blutfluß lauschen, etragen hätte ich fast gesagt, denn Fognight machen es einem wahrlich nicht einfach. So wird man „Black lake“ eher in den absolut dunkelsten Momenten herauskramen, genau dann, wenn man keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich völliger Schwärze zu öffnen und sie zu beschwören.


Iskharian
Iskharian

Fazit:

Es ist schwer Fognight zu empfehlen, denn es wird nur einen ganz kleinen Kreis von Menschen ansprechen. Dementsprechend sind die handgemachten Demos auch streng limitiert. Wer genannte Bands jedoch vergöttert und auch dem depressiven Schwarzmetall nicht abgeneigt ist, sollte sich auf der Myspace Seite Fognights durchaus einmal die gebotenen Stücke anhören. Auf ein Wertung möchte ich verzichten, denn diese würde je nach Stimmungslage jedesmal anders aussehen.


Trackliste:

  1. Black lake

Fognight Myspace


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