Fognight – Klage an den Tod (Review und Kritik)

Fognight - Klage an den Tod

Funeral oder Drone Doom ist immer so eine Sache. Einerseits können diese Richtungen wirklich in abgrundtief Finsternis ziehen, doch am hellichten Tag betrachtet, bleibt einem oft nichts anderes als ein Gähnen übrig, noch dazu, wenn das für den Genuss der Musik wichtige Dröhnen mangels Anlage oder aufgrund einer Mietwohnung nur schwer zu erreichen ist. Es müssen also die Rahmenbedingungen stimmen, sonst verpufft die Wirkung der Musik einfach nur im Nichts. Fognight kreieren die nötige Atmosphäre durch ein eigenes düsteres Ambiente, fernab gängier Strukturen und Klischees.

Klage an den Tod“ ist mittlerweile die dritte Demo Veröffentlichung von Entthront, verantwortlich für Musik und Texte, welche mittlerweile von H.E., als zweites, festes Mitglied,  auch gesanglich interpretiert werden. Und genau das ist, was Fognight noch gefehlt hat. Plötzlich bekommen die Kompositionen noch mehr Raum, noch mehr unheimliche Leere und Finsternis, die sich richtig ausbreitet, wenn nach etwa 10 Minuten des Titelstückes ein schwarzmetallisches Riff, begleitet von Synthiewabern den Weg ins Gehör findet. Auch ohne perkussive Instrumente wird dadurch eine absolut Wirkung erzeugt, auch wenn es mich interessieren würde, wie sich Fognights Musik mit Schlagzeug machen würde.

Sicherlich ist es für viele schwer, sich der Musik hingeben zu können, denn manche werden die einfachen Songstrukturen vermissen, doch Fognight gelingt es gelegentliche Überraschungen in den Songs einzubauen, die wie ein Hagelschauer über einen hereinbrechen und atmosphärischen Wahsinn verbreiten. Dem ganzen haftet stets ein improvisierter Charakter an, der die Stimmung aus Depressivität und Kälte nur authentischer macht. Man selbst sollte sich jedoch dafür öffnen können (in rein psychischem Sinne versteht sich), denn man muss die Leere in sich spüren um der Musik Fognights folgen zu können.


Fazit:

Fognight sind absolut auf dem richtigen weg und lassen sich absolut nicht beirren. Fans von Sunn O))) und Nortt sollten sich die Mühe machen und einmal rein hören. Die passende Stimmung sei vorausgesetzt, denn Fognight kreieren Musik nicht für die schönen Stunden im Leben, sondern für die absolut finstersten!




Trackliste:

  1. Klage an den Tod
  2. Feld der Einsamkeit


(7 / 10)

Erscheinungstermin:

Schon erschienen

Fognight Myspace

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