Frau Schmitt im Interview mit Dark News

Beim vergangenen Feuertalfestival hatten wir die Ehre, exklusiv mit Frau Schmitt zu sprechen. Hier nur für euch das komplette Interview:

 

DN: Liebe Frau Schmitt, mit Subway to Sally spielen Sie ja nun schon seit fast zehn Jahren regelmäßig auf dem Feuertal-Festival. Was gefällt Ihnen  an diesem Festival und wie hat es sich in den letzten zehn Jahren entwickelt?

Frau Schmitt: Das Ambiente in diesem kesselartigen Amphitheater zwischen den Felsen ist großartig, es hat eine sehr urige und romantische Atmosphäre. Vor zehn Jahren war das Festival bei weitem noch nicht so groß. Ich erinnere mich, dass es damals den Backstagebereich, in dem wir heute untergebracht sind, noch gar nicht gab. Da gab es ein paar Zelte hinter der Bühne und zwischen den Felsen wurde es Abends ordentlich kalt und nass. Mittlerweile hat es ganz enorm an Qualität gewonnen, weil wir hier oben ein festes Gebäude haben. Für die Fans ist es toll, weil jeder die Chance hat auch etwas von der Bühne zu sehen. Das Gelände ist terrassenartig angelegt. Am tiefsten Punkt befindet sich die Bühne – wie in einem Hexenkessel. Und wenn man auf der Bühne steht, denkt man, die Leute fallen gleich alle hinein.

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DN: Haben Sie bestimme Lieblingssong von Subway to Sally und gibt es Lieder, die Sie gerne mögen, aber ungern spielen oder umgekehrt?

Frau Schmitt: Ich habe auf jeden Fall Lieblingssong, die ändern sich aber immer mit laufendem Programm. Momentan ist „Schwarz in Schwarz“ einer meiner Favoriten. Dann gehört auch „Schlagt die Glocken“ dazu, den Song spiele ich sehr gerne. Und natürlich „Kleid aus Rosen“. Was wir im Moment nicht im Programm haben, was ich aber auch sehr gerne mag, ist „Wo Rosen blühn“.

Es gibt Songs, die ich nicht so mag. Dann spiel ich sie auch nicht gern.  Lieder, die mir gefallen, spiele ich auch gern. Also ein Lied, was ich nicht mag aber gerne spiele? –das widerspricht sich

 

DN: Ist es denn erlaubt, hin und wieder ein wenig zu variieren, sodass man sich einen Song etwas „anpassen“ kann oder ist die Begleitung fest vorgeschrieben?

Frau Schmitt: Wir spielen oft mehrstimmige Melodien zusammen. Da kann man nicht heute so und morgen anders spielen. Sonst passt das nicht mehr zusammen und dem Zuhörer fallen die Ohren ab. Es gibt aber schon auch Stellen, die frei sind und in denen man variieren kann.

 

DN: Vor allem zum Ende des Jahres habt ihr sehr straffe Tourenpläne, wie hält man das durch?

Frau Schmitt: Tja, das frage ich mich auch. Jedes Jahr frage ich mich wieder, wie ich das durchgehalten habe.

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DN: Gibt es denn während der Tour irgendwelche Möglichkeiten, sich wenigstens mal kurz eine Auszeit zu nehmen oder Räume zum Entspannen zu finden?

Frau Schmitt:  Nein, Tour bedeutet, du stehst morgens zusammen auf und gehst Abends zusammen schlafen. Alles auf dichtem Raum. Streß pur. Wenn einer nen Virus hat ist es nur ne Frage der Zeit, bis ihn jeder hat. Viel Alkohol hilft mitunter;-)

In der Regel bin ich am Ende  der Tour krank. Letztes Jahr bin ich zu Sylvester ausgefallen, weil ich es nicht mehr geschafft habe. Da hatte ich dann einerseits Erholung, anderseits habe ich es sehr bedauert, nicht dabei sein zu können.

 

DN: Im Schnitt haben Subway etwa alle zwei Jahre ein neues Album herausgebracht, das Letzte kam 2011 heraus. Ist denn schon ein neues Album in Arbeit?

Frau Schmitt: Ja, wir arbeiten schon fleißig an neuen Songs.

 

DN:Haben Sie ein Lieblingsinstrument neben der Geige?

Frau Schmitt: Ja, das kann ich aber leider nicht spielen. Ich würde gerne Akkordeon spielen können. Mit einem Piano kann ich ein wenig umgehen, aber mit einem Akkordeon komme ich leider nicht zurecht. Vielleicht ergibt es sich ja mal irgendwann die Gelegenheit, es zu lernen.

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DN: Haben Sie ganz allgemein musikalische Vorbilder?

Frau Schmitt: Als Geigerin bin ich nicht so sehr der lauten Welt von Kreischgitarren und Krachdrums zugetan – also privat hör ich keinen Metal. Meine musikalische Welt ist etwas lieblicher. Früher hatte ich mal Vorbilder, heute höre ich gerne einfach Musik, die mir gefällt und gehe auf Entdeckungsreise. Ludoviko Einaudi, Klaus Nomi, Evan Lurie, Hans Zimmer, Baby Dee, Yann Tiersen, Flesh Quartett sind ein paar Künstler, die auf meiner Liste stehen.

 

DN: Wer macht Ihre Bühnenoutfits? Werden die für die ganze Gruppe gemeinsam zusammengestellt, oder suchen Sie sich Ihre Outfits selber aus?

Frau Schmitt: Das ist ja eine interessante Frage, wir hatten gerade heute Kostümprobe. Ich suche mir nicht selbst ein Kostüm aus, sondern die Kostüme werden mit einer Schneiderin gemeinsam für die ganze Gruppe erarbeitet. Die Outfits ändern sich von Zeit zu Zeit. Zu jeder neuen Platte erarbeiten wir uns eine neue Bühnenpräsenz. Auch zur kommenden Platte wird es wieder neue, schicke Kostüme geben.

 

DN: Denken sich eure Fans manchmal besondere Fanaktionen aus? Wie steht es allgemein bei Subway to Sally mit Fankontakt?

Frau Schmitt: Unsere Fans malen sehr gerne Portraitbilder. Viele davon sind richtig gut und hängen auch alle bei mir zu Hause an der Wand.

Was grundsätzlich den Fankontakt angeht, gehen wir generell nach den Konzerten immer noch raus und reden mit den Fans. Das ist bei den Festivals oft so nicht möglich, aber bei den Hallenkonzerten gehört das für uns dazu. Ich finde es immer sehr besonders und sehr speziell, nach dem Konzert noch einen Schlagabtausch zu haben. Die Fans freuen sich immer sehr darüber und für uns es ist natürlich auch eine gute Gelegenheit, dass man auch mal Dinge austauschen kann und Feedback bekommt.

DN: Danke für das schöne Interview

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About Juno

Alter: 27 Beruf: Magister in Orientwissenschaften mit Jura und Politik, derzeit Zweitstudium Kunst-Musik-Medienwissenschaften, arbeite nebenher in einem Programmkino. Hobbies: Schreiben, schneidern, Klamotten entwerfen, orientalischer Tanz und Modern Dance, uvm. Lieblingsmusik: Von Metal und Rock bis hin zu Elektronischem sehr vieles. :)

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