Frozen - The Unborn

Frozen – The Unborn (Review und Kritik)

Frozen - The Unborn

Jon Nödtveidt ist tot, seine Musik lebt in vielen Projekten und Bands weiter und das mittlerweile manchmal sogar besser als vom Meister höchstselbst, der sich mit dem bedenklichen Reinkaos vielleicht nicht die urspünglichen Lorbeeren, aber zumindest die Diskographie für viele Fans verdorben hat. Wie man eine ordentliche Hommage an Dissection vollbringt, haben kürzlich erst Thulcandra aus deutschen Landen gezeigt. Dass mit Frozen eine recht unbekannte Band aus Andalusien 2007 eine EP veröffentlicht hat, die wie der spanische Bruder von „Storm of the light’s bane“ klingt, war mir bis zu diesem Rerelease von Downfall Records jedoch neu.

Die vier Songs der EP hat man durch zwei Bonus Songs noch erweitert um mit knapp 35 Minuten kurze Album Länge zu erreichen. Leider liegt mir nur einer dieser „neuen“ Songs auf dem Promorohling vor, was es schlichtweg unmöglich macht die Qualität des zweiten Songs zu bemessen. Insgesamt zeigen sich Frozen im schwedischen Black Metal verwurzelt, sind manchesmal aber so dreist und stibitzen sich ganze Riffs von Dissections Kultalbum zusammen, nur um ein, vielleicht zwei Noten zu verändern. Eigene Kreativität und Identität wird hier klein geschrieben, dabei hätten es Frozen sicherlich drauf mehr Eigenständigkeit zu zeigen. So bleibt die Musik leider wie der Bandname relativ austauschbar und wird wohl in der Flut an Veröffentlichungen gnadenlos untergehen.

Frozen

Ihre Instrumente beherrschen die Mannen aber und auch die Produktion kann durchaus was, was dennoch über den Eindruck eines Dissection Abklatsches nicht hinweg trüben kann. Nur, was machen beispielsweise Thulcandra anders, dass deren Musik mich so überzeugen kann? Ganz einfach, diese zitieren nur, haben aber ihren ganz eigenen Charme und vor allem liefern sie Songs, die in Erinnerung bleiben und nicht wie bei den Spaniern an einem vorbei plätschern.


Fazit:

Die Idee finde ich ja gut, aber an der Umsetzung hapert es leider, denn Frozen schaffen es einfach nicht aus dem Schatten des übergroßen Vorbildes auszubrechen. Eventuell klappt das ja mit neuem Material, denn zu wünschen wäre es den Spaniern durchaus. Hoffen wir das beste für die Zukunft und warten erst einmal ab.




Trackliste:

  1. Endless circles of blood
  2. The unborn
  3. Fallen through the spheres
  4. My soul was reaped
  5. Far away from the dawn
  6. And thus the tyranny



Erscheinungstermin:

November 2009

Frozen Myspace

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