Gnaw Their Tongues - l'arrivée de la terne mort triomphante
Gnaw Their Tongues - l'arrivée de la terne mort triomphante

Gnaw Their Tongues – l’arrivée de la terne mort triomphante (Review und Kritik)

Gnaw Their Tongues - l'arrivée de la terne mort triomphante
Gnaw Their Tongues - l'arrivée de la terne mort triomphante

Wenn ich die Genrebeschreibung „Black Metal/ Noise“ lese habe ich kein gutes Gefühl. Das letzte mal geschah dies bei einem absolut grauenvollem Demo, dessen Namen ich inzwischen erfolgreich verdrängt habe.  Nun liegt uns das nunmehr fünfte Vollalbum einer niederländischen Band namens „Gnaw Their Tongues“ zur Rezension vor, das den Titel „l’arrivée de la terne mort triumphante“ trägt und exakt so beschrieben wird. Ein guter Grund also sich mal etwas intensiver mit dem zu beschäftigen was hier „experimenteller“ Black Metal getauft wurde.

Vorab sei gesagt, dass ich mich mit Noise nie beschäftigt habe und ich dieser Art von, meist elektronischer, Musik auch prinzipiell nichts abgewinnen kann. Meine Rezension kann daher nur aus der Sicht eines Black Metal Liebhabers gewertet werden, der wohl kaum zur eigentlich Zielgruppe von Noise-Musikern gehören dürfte. Und als solcher muss ich leider sagen, das ich selten etwas so fieses und ekelhaftes hören durfte. Immer wenn du denkst dich kann nichts mehr schocken kommt so ein musikalischer Bastard daher der allem noch die Krone aufsetzt. Gnaw Their Tongues besteht lediglich aus einem Mann mit dem Künstlernamen Mories – dieser zeichnet sich allein verantwortlich für die gesamte „Musik“  sowie das etwas verstörende Artwork.

Moris
Mories

„Verstörend“ ist dabei das Schlüsselwort. „l’arrivée de la terne mort triomphante“ hätte meiner Meinung nach besser als Hintergrundberieselung für einen Horrorfilm hergehalten, denn die mechanisch wirkende Geräuschkulisse hat zu den wenigsten Momenten Querverweise in den Schwarzmetall. Tatsächlich wird einen großteil der immerhin 44:50 Minuten die dieses Machwerk in beschlag nimmt, auf eine absolut undurchsichtige Klangwand gesetzt, die kaum über erkennbare Melodien verfügt. Den Black Metal Ruf hat man offensichtlich nur wegen des wirklich guten Kreischgesangs, der leider viel zu selten zum Einsatz kommt,  eingeheimst.

Wo „Musik“ also kaum vorhanden ist und schwarzmetallischer Gesang zum zweifelhaften Vergnügen dazu kommt gehen die Texte ebenfalls in eine ziemlich ekelerregende Richtung. Diese sind auf dem aktuellen Album vollkommen in Französisch gehalten – bei früheren Veröffentlichungen griff Moris bereits auf diverse andere Sprachen zurück. Was bleibt sind also fünf absolut undurchschaubare Stücke nachdem der Stromgitarrenfetischist sich wünscht er hätte die CD nie eingelegt, aber wer konnte damit rechnen?

Fazit: Manchen Leuten sollte man wirklich mal beibringen das hoher Kreischgesang noch keinen Black Metal ausmacht. Dieser ist in meinen Ohren tatsächlich der einzige Pluspunkt der Scheibe (von wenigen Melodiemomenten und einer recht ordentlichen Produktion mal abgesehen). Noise Anhänger sollten sich allerdings ein eigenes Bild von diesem Album machen – Fans scheinen sich darin einig das es sich hier um ein „Meisterwerk“ handelt. Jeder der (wie ich) aber Wert auf Black Metal legt sollte dringend die Finger hiervon lassen – mir bereitet dieser mechanische Fabriksound auf  Dauer eher Kopfschmerzen als Hörvergnügen.

Titelliste von „l’arrivée de la terne mort triomphante“:

  1. L’Arrivée de la Terne Mort Triomphante
  2. Les Anges Frémissent Devant la Mort
  3. La Mort Dans Toute Son Ineffable Grandeur
  4. Le Chant de la Mort
  5. Le Trône Blanc de la Mort

(3/10)

Anspieltips:
Aufgrund  der starken Ähnlichkeit zueinander kann jeder Track als Anspieltip fungieren.

Erscheinungstermin:
07.09.2010

myspace.com/gnawtheirtongues

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