Grondhat - The flesh for satan's pigs

Grondhaat – Humanity – The flesh for satan’s pigs (Review und Kritik)

Grondhat - The flesh for satan's pigs

Eigentlich sollten die Zeiten, in denen Darkthrone immer noch kopiert wird, ja vorbei sein. Aber nein, es kriechen immer wieder Bands aus ihrem Versteck, die versuchen mit immer wieder gleichen Riffs und Songstrukturen zu begeistern. Manchmal klappt das sogar ganz gut, bei Grondhaat wirkt das ganze reichlich albern.

Das debile Grinsen im meinen Gesicht erscheint schon nach den ersten Tönen von Humanity – The flesh for satan’s pigs, als Grondhaats Sänger Asura wie ein räudiger Köter knurrend allerlei Beschimpfungen auf die achso schlechte Menschheit auswirft. Das klingt uninspiriert, wenn nicht sogar einfach nur schlecht. Die Fuck You-Attitüde nimmt man der Band zu keinem Zeitpunkt ab, da passt auch die Musik nur schwer dazu. Der 0815-Darkthrone-Metal klingt für so böses Textgut nämlich viel zu sauber und trocken produziert, vor allem das Schlagzeug wirkt reichlich blechern, die Riffs wurden schon tausend Male gehört. Zu den sechs eigenen Songs gesellt sich schließlich noch eine furchtbar lahme Coverversion von Beherits The gate of nanna, die durch die froschige Stimme gar jeglicher Atmosphäre beraubt wird. Das Lied wurde ja schon so oft gecovert, ich vermute einfach mal, weil es so verdammt leicht zu spielen ist, doch so einfallslos wie hier, hab ich das Stück noch nie gehört. Allein der Einsatz eines einzigen Synthi-Tones über mehrere Sekunden zeugt nicht gerade von Virtuosität und wirkt einfach nur lächerlich.

Noch witziger wirds beim Stück The blackest blasphemy, was textlich ja komplett ins Klo schießt, musikalisch dann mit unrockigen Black’n Roll-Abschnitten langweilt. Am Stück kann man das Teil jedenfalls nur schwer ertragen und ich nehme mir auch heraus, dass nach drei Mal hören wirklich alles von mir erhört wurde. Asuras Hauptband Trollech ist ja auch so ein Fall von „braucht man nicht“, wenn ich das letzte Album Jasmuz reinhöre, wird mir auch klar, warum Grondhaat so bescheiden ist.

Fazit:

Musik, die keiner braucht. Was all die anderen Rezensenten im Netz in ihrem Player hatten, möchte ich ja gerne mal wissen. Grondhaat kommen nicht einmal ansatzweise auch nur an das Original heran und auch im Bereich antichristlichen Black Metal alter Schule gibts zig Sachen, die besser gemacht sind.

Trackliste:

  1. Humanity – The flesh for satan’s pigs
  2. Fucking slaves
  3. The last dawn of human race
  4. The gate of nanna
  5. The blackest blasphemy
  6. Incantations of dark gates
  7. All bullets of war
(3/10)

Erscheinungstermin:

18. Februar 2011

Grondhaat Bandzone

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