Hæresiarchs of Dis - Denuntiatus Cinis
Hæresiarchs of Dis - Denuntiatus Cinis

Hæresiarchs of Dis – Denuntiatus Cinis (Review und Kritik)

Hæresiarchs of Dis - Denuntiatus Cinis
Hæresiarchs of Dis - Denuntiatus Cinis

Wer immer dachte in Kalifornien sei es sonnig, sollte lieber keinen Kurztrip nach Lexington Hills unternehmen oder in die neue Scheibe des Ein-Mann-Projektes Hæresiarchs of Dis um den glatzköpfigen „Mönch“ Cernunnos reinhören. So kalt wie der Sound der einem hier mit Denuntiatus Cinis um die Ohren gehauen wird klingt, dürfte es in den sonnigen Gefilden schon lange nicht mehr gewesen sein.

Das Album ist dabei schon die dritte Veröffentlichung (inklusie Demo) des US-Schwarzmetallers und glänzt auf den ersten Blick alleine schon durch seine umfangreiche Länge von nicht weniger als vierzehn Stücken. Selbst wenn man nun In- und Outro außen vorlässt scheint man da noch eine ganze Menge zu hören haben angesichts der Tatsache das viele Bands nicht

Cernunnos
Cernunnos

über acht bis zehn Songs pro Album hinaus kommen, liegt der Verdacht nahe, das man hier ähnlich wie bei den letzten 1349 Platten vorgeht. Sprich: Nach jedem richtigen Song wird ein kleines (Ambient-)Werk mit mehr oder weniger großer Daseinsberechtigung eingeschoben.

Dieses Prinzip mag hilfreich sein, wenn es darum geht die Platte trotz fehlender Ideen zu füllen, der Gesamtatmosphäre ist das ganze aber leider kaum dienlich, da es durch die ruhigen Stücke zwischen den eigentlich sehr schnell gespielten und apokalyptischen Songs keinen fließenden Übergang gibt. Die „richtigen“ Songs, wie etwa „Intent the Proem,“ sind wie bereits erwähnt sehr brachial gestaltet und zeichnen sich zum Großteil durch Blastbeats und sehr aggressiven Kreischgesang aus, der nur zu den wenigsten Gelegenheiten einer leider etwas dünn klingenden Klarstimme weicht. Inmitten dieses fliegenden Wechsels aus pseudo-Atmosphäre und musikalischen Arschtritten sticht mit „Bemoan the Fallen“ dann ein Song aus dem Album heraus, der mit seiner folkigen Lagerfeueratmosphäre ein wenig so klingt als hätte die Plattenfirma einen Song einer komplett anderen Gruppe mit auf die Scheibe gepackt. Unpassend, kurz und trotz seiner klaren Melodie und Gesangseinlage ziemlich räudig produziert – aber vielleicht grade deshalb ein Punkt auf der Scheibe an dem man einige Durchläufe hängen bleibt, bis man sich wieder in das obligatorische Geknüppel mit geringem Wiedererkennungswert verliert.

Fazit: Lässt man mal außen vor, dass Cernunnos einem hier mit „vierzehn“ Stücken eine ziemliche Mogelpackung serviert, kann man durchaus den ein oder anderen Song finden der zu begeistern weiß. Mit Abwechslung wird zwar gegeizt, aber Stücke wie die kleine Folkeinlage bieten einem da schon den ein oder anderen Anhaltspunkt und helfen bei der Stange zu bleiben. Zu viel erwarten sollte man von diesem Album nicht, aber eine ganz ordentliche und solide Raw-BM Scheibe mit melodischen Einschlägen liefert der Amerikaner in der Kutte hier definitiv ab.

Titelliste von Denuntiatus Cinis

  1. Entry
  2. Intent the Proem
  3. The Respite
  4. Intent Canticle
  5. Intent the Augury
  6. Bemoan the Fallen
  7. Median Existere
  8. Nine Days They Fell
  9. Intent Concupiscence
  10. Ad Baculum
  11. Intent the Succedaneum
  12. Passage
  13. Intent Postremo Enclosure Orsorum
  14. Exeunt

( 6,5 / 10 )

Anspieltips:
> Intent the Proem
> Bemoan the Fallen

Erscheinungstermin:
12.10.2010

http://www.myspace.com/heresiarchsofdis

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