Haggard – Tales of Ithiria (Review und Kritik)

Haggard - Tales of Ithiria
Haggard - Tales of Ithiria

Nun ist es schon über 4 Jahre her als die Klassische Death Metal Band Haggard ihr letztes Meisterwerk Eppur Si Muove raus gebracht hat. Doch schon lange zuvor stand der Veröffentlichungs-Termin des neuen Albums Tales of Ithiria fest und es dauerte mehr als ein Jahr länger als geplant bis wir in die Welt von Ithiria eintauchen durften.

Diese lange Zeit wurde auch ausgiebig genutzt denn Frontmann Asis Nasseri hat für das neue Album eine eigene Welt geschaffen. In der Welt um Ithiria dreht sich alles um den endlosen Krieg über gut und böse.

Gleich zu beginn des Albums wird die Geschichte mit dem Intro The Origin eingeleitet. Mike Terrana, seines Zeichens Drummer der Band Rage, leitet mit seiner mächtigen Stimme und Kino reifer Sound-Untermalung, wie man sie von Herr der Ringe und anderen Fantasy Filmen kennt, die Geschichte um Ithiria ein.

Nach dem mächtigen Intro beginnt es mit dem ersten Kapitel des Albums. Chapter I: Tales of Ithiria startet direkt mit einer kurzen Tenor Einleitung die von einer wundervollen Sopran-Stimme begleitet wird während das Lied einen melodisch ruhigen Aufbau genießt. Eine Stimme erzählt in leicht singender Form während Streicher und andere Orchestrale Elemente das Lied aufbauen. Im Hintergrund fallen immer wieder neue Elemente aus Instrumenten und Gesang auf welche das Lied aufbauen um letzt endlich mit der Haggard typischen Power rein zu hauen. Die Growls von Frontmann Asis begleiten das Lied dann mit wechselnden Orchestralen Elementen und Sopran-Stimme bis zu dem Ende. Hier sitzt einfach jeder Ton und alle Instrumente und Stimmen sind so perfekt aufeinander abgestimmt das der Höhrer auch nach mehrmaligen Hören neue Elemente entdeckt.

Haggard Band
Haggard Band

Nach dem ersten Kapitel wird mit From Deep Within in einer weiteren, aber sehr kurzen, Einleitung die Geschichte weiter erzählt und es beginnt das zweite Kapitel mit Chapter II: Upon Fallen Autumn Leaves. Dieser Song zeigt direkt zu Anfang wozu Asis Nasseri und seine Mannen und Frauen fähig sind. Stark Orchestral Aufbauend haut dieser Song direkt in die Fresse. Ein mächtiger Growl, begleitet von Double-Bass und Orchester Sound, startet das Lied und wird durchgehen von umwerfenden Sopran-Gesängen begleitet. Hier werden gesangliche Töne getroffen wo sogar Sängerinnen wie Tarja Turunen(damals Nightwish) in den Schatten gestellt werden könnten. Im laufe des Liedes beruhigt sich die Atmosphäre um kurz darauf wieder mit Growl, mächtigen Drumms, Orchester und Sopran Gesang punkten zu können.

Instrumental geht es mit In des Königs Hallen (Allegretto Siciliano) weiter worauf das dritte Kapitel folgt. In Chapter III: La Terra Santa beginnt es wieder mit leicht sprechendem Gesang unter Mittelalterlicher Hintermahlung. Die gewünschte Atmosphäre wird wundervoll rüber gebracht. Growls und wundervoller Frauen-Gesang begleiten das Lied und ein kleiner Anstieg, gefolgt von Growls, ist zu bemerken. Bis zum Ende des Liedes sind keine weiteren sonderlichen Merkmale zu erkennen und es verläuft ziemlich ruhig in einem wechsel aus Sopran und Growl-Gesang. La Terra Santa birgt den wohl schwächsten Song des Albums.

Direkt im Anschluss folgt eine weitere Erzählung. Vor dem Sturm erzählt in wenigen Sekunden von den Vorbereitungen des Krieges. Das vierte Kapitel des Albums bildet Chapter IV: The Sleeping Child, einem Song, der ähnlich wie Upon Fallen Autumn Leaves, direkt ins Fleisch geht. In unterschiedlichen Passagen werden hier die Gemüter des Zuhörers ins Schwanken gebracht. Kurze Ruhephasen werden gegönnt bis es wieder ordentlich Drumm-Schläge und Growls gibt. Begleitet von wunderschönem Frauen-Gesang, einem Gitarren Solo und Orchester-Gesang fehlt es diesem Lied an nichts. Ein wunderschöner Song der keine Langeweile aufkommen lässt.

Eines der wohl wunderlichsten Songs auf diesem Album ist die Adaption von Hijo de la Luna(Sohn des Mondes), einer spanischen Legende. Einige werden diesen Song vielleicht von dem damaligen Pop-Hit der Sängerin Loona kennen. Hijo de la Luna ist eine nette Abwechselung zu den anderen Songs dieses Albums und wahrlich eine gelungene Cover-Version die noch besser, Orchestraler und Atmosphärischer wie jede andere Adaption klingt.

On these Endless Fields erzählt die letzte Einleitung von Ithiria in der es um die blutige Schlacht geht in der Mann gegen Mann, Schwert gegen Schwert und Hammer & Äxte gegen Schilder kämpfen. Ein mächtiger Regen stoppt das Gemätzel und für kurze Zeit wirkt es so als haben die Götter den blutigen Krieg damit bereinigt.

In dem fünften und letzten Kapitel Chapter V: The Hidden Sign beginnt das Lied wie ein Gaukler-Lied aus der Taverne. Männlicher Gesang, begleitet von leichtem Gegröhle, erinnert an einem Lied aus der Taverne. Eh man diesem Gefühl zu nahe kommt haut auch schon das Schlagzeug in die vollen. Begleitet von windigen Streichern beginnen mächtige Growls den Song eine unerwartete härte zu schenken. Kurz drauf folgt der Sopran Gesang der Frauen gefolgt von Chor-Gesängen. Immer dazwischen die Growls von Asis Nasseri. The Hidden Sign ist eines der härtesten und besten Stücke des Album und bietet eine wunderschön melodiöse Untermalung zur steigenden härte. Dieses Lied wird Live die Leute zum Nacken-Kreisen auffordern.

Dennis "Bieberpelz" Knoll
Dennis

Mächtiger, Orchestraler und härter war noch kein anderes Album. Asis Nasseri und seine 30 Mann und Frauen starke Band haben es ein weiteres mal bewiesen das Klassische Orchester Musik sich wundervoll mit hartem Death-Metal koppeln lassen. Eine perfektere Mischung von Tenor, Sopran und Growl-Gesang in Verbindung mit Streichern, E-Gitarre und anderen Instrumenten kann man kaum erwarten denn hier stimmt einfach alles. Der Hörer wird von Anfang an bis zum Ende in den Bann von Ithiria, ohne jegliche wiederkehr, gezogen.

Wenn man mal davon absieht das in den 4 Jahren nur 5 richtige Songs und eine Adaption einer spanischen Legende erschaffen worden sind ist es ein recht perfektes Album das vollkommen Überzeugt. Lediglich die kurze Spieldauer hindern dem Album zu einer Bestnote. Tales of Ithiria hat in voller länge durch Atmosphäre und Musik überzeugt und ist eines der besten Alben des Jahres.

Bieberpelz für: www.dark-news.de

Tracklist

  1. The Origin
  2. Tales of Ithiria
  3. From Deep Within
  4. Upon Fallen Autumn Leaves
  5. In des Königs Hallen
  6. La Terra Santa
  7. Vor dem Sturme
  8. The Sleeping Child
  9. Hijo De La Luna
  10. On These Endless Fields
  11. The Hidden Sign
( 9 / 10)
( 9 / 10)

Release-Termin: 29.08.2008

Anspieltipps:

– The Hidden Sign

– The Sleeping Child

– Upon Fallen Autumn Leaves

Offizielle Website: www.haggard.de

Haggard MySpace Site: www.myspace.com/haggard2007

About >puregatory<

Ich bin ein Mensch für den Musik eine wichtige Rolle im Leben spielt.... wie heisst es so schön ... da wo Worte nicht mehr weiter wissen, setzt die Musik ein .. da ist was wahres dran. Ich schreibe gerne , lese, fotographiere. Schreibe selber Gedichte und Songtexte für diverse Künstler. Sich weiter zu entwickeln finde ich sehr wichtig , denn ich bin der Meinung still zu stehen macht einen auf Dauer krank. Wer irgendwelche Fragen an mich hat, kann mich gerne kontaktieren.

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  • Darkangel

    Dieses Album ist ein absolutes hör un klang erlebnis. Es ist ein absolutes muß dieses Album zu besitzen.
    ACHTUNG bei dieser Band besteht absolute SUCHTGEFAHR
    Gruß
    Darkangel