Heavenly - Carpe Diem

Heavenly – Carpe Diem (Review und Kritik)

Heavenly - Carpe Diem
Heavenly - Carpe Diem

Wer glaubt, dass die Zeit von Shoutern und Heldentenören in Höhenlagen von Michael Kiske & Co. vorbei ist, der hat seine Rechnung ohne Heavenly gemacht. Die Franzosen starten bald mit ihrem neuen Werk „Carpe Diem“ wieder voll durch und beweisen, dass man Power Metal durchaus mit Sounds und Choralparts a la Queen mischen kann, welches z.B. der Song „Farewell“ eindrucksvoll beweist.

Manchmal erwartet man automatisch den typischen Gitarrensound von Brian May, wird dann aber durch genretypische Metalparts wieder in die Realität zurückgeworfen. Hin und wieder fühlt man sich an den Soundtrack von „Rocky IV“ zurückversetzt durch die Keyboard-Lines, die stark an die 80er Jahre erinnern. Aber auch hier holen einen die Symphonic-Metal Vocalparts wieder ab – letztendlich ist es halt doch eine Power-Metal-Band; wenn auch eine sehr abwechslungsreiche.

Heavenly (Quelle: AFM Records)
Heavenly (Quelle: AFM Records)

Das Cover von „Carpe Diem“ ließ mich nichts Gutes erahnen, denn die zwei Schönheiten in Airbrush-Optikt in sexuell eindeutigen Posen, wäre in den 90er Jahren schon nicht mehr „en vogue“ gewesen. Aber das Artwork gehört zum Stil der Band und so wurde ich von einer vielfältigen, abwechslungsreichen und einfach guten Scheibe überrascht. Gerade Perlen, wie z.B. der Track „A Better Me“ zeugen von gekonntem Songwriting, in welchen darüber hinaus auch der Frontmann Ben Sotto mit seinem breiten Klangspektrum brilliert.

Allerdings sollen die eher typischen power-metallischen Songs, wie „Ashen Paradise“ oder „The Faith of Truth“ nicht unerwähnt bleiben, bilden diese doch das Rückgrat von Heavenly und dem Album selbst. Ohne diese würde man die bereits erwähnten „rare diamonds“ nicht vollends zu würdigen wissen. Die freie Interpretation „Ode an die Freude“ stellt ein weiteres gewisses Kuriosum auf der Scheibe dar und regte zumindest mich zum Schmunzeln an – nette Idee, gut umgesetzt (auch wenn nicht mehr GANZ neu…).

blutkindFazit:
Für mich ein absolut gelungenes Album, welches definitiv einige Runden in meinem CD-Player drehen wird. Vor allem die große Vielfalt auf „Carpe Diem“ macht die Scheibe zu einem „runden“ Werk (und damit ist nicht die Bauform der CD gemeint), welches somit eine sehr nette Weihnachtsüberraschung darstellt (kommt es doch am 18.Dezember auf den Markt). Hier kann ich bedenkenlos eine Kaufempfehlung aussprechen; hoffentlich sehen mir Queen-Fans meine Analogien nach (bin ich doch selbst ein großer Fan).


Trackliste:

  1. Carpe Diem
  2. Lost In Your Eyes
  3. Farewell
  4. Full Moon
  5. A Better Me
  6. Ashen Paradise
  7. The Face Of Truth
  8. Ode To Joy
  9. Save Our Souls
(8 von 10)
(8 von 10)

Anspieltipps:

Carpe Diem, Farewell, A Better Me

Erscheinungstermin:

18.12.2009

Heavenly Official Website

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