Heino

Heino – Schwarz blüht der Enzian

Heino hat es wieder getan.

Nach dem Album „Mit freundlichen Grüßen“ (2013), in dem er Songs z. B. von Rammstein, die Ärzten, Oomph! etc. „interpretierte“, bringt er jetzt die CD „Schwarz blüht der Enzian“ heraus. Es damit abzutun „er war alt und brauchte das Geld“, ist zu einfach. Denn „Mit freundlichen Grüßen“ dürfte ein großer kommerzieller Erfolg gewesen sein, immerhin erreichte das Album in den Charts Platz 1.
Auf dem jetzt erscheinenden Album bringt er „Rock“-Variationen seiner eigenen Lieder heraus. Wahrscheinlich ist ihm die Lust vergangen, einfach Songs anderer Künstler ohne Rücksprache zu covern, wie er es bei dem letzten Album gemacht hat.
„Schwarz blüht der Enzian“ beinhaltet „Lieder“ wie, „Komm in mein Wigwam“, „La Paloma“ und weitere Grausamkeiten, die man früher ertragen musste (als man sich noch nicht dagegen wehren konnte).

Das Einzige was ich Heino zu Gute halte: Er hat meinen Musikgeschmack entscheidend geprägt 😉

Heino

Vorab wurde das Video zu „Schwarz blüht der Enzian“ veröffentlicht. „Musikalisch“ wird er von weiteren Volksmusikern unterstützt: Stefan Mross, Gotthilf Fischer, Patrick Lindner, „Wildecker Herzbuben“. Beim ersten Anschauen noch ganz lustig, wirkt es beim zweiten Mal nur noch peinlich. Kein Klischee wird ausgelassen. Die schwarze (Metal-)Szene wird auf Lederjacken, Feuerspielchen, Gitarrenzertrümmern, Kajal etc. reduziert. Und wenn das nicht schon schrecklich genug wäre, wird das durch das Unterwäsche-auf-die-Bühne-werfen noch getoppt. So stellen sich also Volksmusikanten Metal vor, aha. Und doch ist es das beste Stück des Albums. Hier passt Musik und Stimme noch einigermaßen zusammen.

Bei den anderen „Liedern“, gibt es größtenteils (bis auf „Wir lagen vor Madagaskar“) ein kurzes Rock-/Metal-Ähnliches Intro (oder Zwischenstück), auf den dann der Gesang Heinos in bekannter Schlagermanier folgt. Und dieser Stimme hört man inzwischen auch das Alter an. Die Rock/Metal-Sequenzen der „Lieder“ wirken sehr steril, wie direkt aus dem Computer, was sie vermutlich auch sind.
Zudem sehe ich „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ durchaus kritisch, da es auch eine Tradition als Soldatenlied im 2. WK hat.

Mein Fazit: Ich will und kann ihn nicht mehr hören….
Es kann sein, dass Einige meine Rezi für zu negativ halten, und der Meinung sind, lasst doch den Mann machen, wenns ihm Spass macht…
Ich bin jedoch der Meinung, Heino weiss genau was er macht: Er macht sich über uns, über die Schwarze Szene lustig…

Aber: Was haben wir noch als nächstes von Heino zu Befürchten, er ist ja nach einem Interview mit der FAZ:

Aber noch bin ich ja hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder und flink wie ein Windhund.

Und auch dieses Zitat ist sehr fragwürdig, da es sehr ähnlich von Hitler auf dem Reichsparteitag der NSDAP 1935 geäußert wurde.

Titel:

1. Intro erst recht
2. Schwarz blüht der Enzian
3. Ja, ja, die Katja, die hat ja
4. Rosamunde
5. Wir lagen vor Madagaskar
6. Jenseits des Tales
7. Einer von uns
8. Die schwarze Barbara
9. La Paloma
10. Komm in meinen Wigwam
11. Schwarzbraun ist die Haselnuss
12. Hoch auf dem gelben Wagen
13. Jetzt erst recht

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