Hidden - Dead land energy

Hidden – Dead land energy (Review und Kritik)

Hidden - Dead land energy

Darkthrone sind kvlt, aber nicht unbedingt wegen des Weges, den sie im Moment beschreiten, sondern wegen prägender Platten wie für viele das erste „echte“ norwegische Black Metal Album A blaze in the northern sky. Dass darauf auch noch einige Zitate aus Darkthrones Death Metal Vergangenheit zu finden sind, ist dabei nicht ungewöhnlich. Für mich persönlich war der wirklich teuflische Gesang eigentlich das Highlight des Albums, total verhallt, aber dennoch kräftig. Und genauso donnert es mir bei den Amerikanern Hidden auch entgegen.

Musikalisch braut die Band um Krieg-Mitglied Neill Jameson aber ein sehr eigentümliches Gebräu aus Black Metal-Raserei, Death Metal-Riffs und Doom-lastiger Schwere und tatsächlich fühlt man sich das ein oder andere Mal an A blaze in the northern sky erinnert, nur dass die Atmosphäre dessen zu keiner Zeit erreicht wird. Das liegt zum einen daran, dass der Produktion vor allem im Schlagwerkbereich hörbar Energie fehlt, zum anderen sind die dreizehn Songs mit durchschnittlich 3 Minuten Spielzeit einfach etwas kurz um sich dann auch noch richtig festsetzen zu können. Und da sind wir schon beim nächsten Problem, denn so gefällig die Musik ja klingt, hängen bleibt kaum was. Die Songs – und da haben wir wieder eine Gemeinsamkeit zu den Norwegern – besitzen fast schon eine punkige Attitüde.

Auf der Habensseite steht, dass Hidden es tatsächlich schaffen auch Darkthrones Soulside Journey-Zeit in ihre Musik zu integrieren, Shorelines pound hätte nahezu  in dieser Form auf Darkthrones Death Metal-Debut stehen können, alleine die Gitarren klingen schon nahezu 1:1 kopiert, die Soli erinnern auch sehr prägnant an Nocturno Cultos Chaosgefrickel. Schade ist es natürlich, dass die Eigenständigkeit leider so ziemlich auf der Strecke bleibt, diese bleibt nur durch die langsamen Doom-Abschnitte gewahrt und denen fehlt das gewisse etwas um wirklich fesseln zu können.

Fazit:

So richtig schlecht ist Hidden ja nicht, eine nette Darkthrone-Kopie mag ja auch manchmal entzücken, aber ganz ehrlich, warum sollte ich mir nicht einfach Soulside Journey und A blaze in the northern sky anhören und mir das Geld für Hidden sparen? Eigentlich schade, denn, wenn die Amerikaner mehr Eigenständigkeit zeigen würden, wäre viel mehr rauszuholen gewesen.

Trackliste:

1. Out of Control
2. Dead Land Energy
3. Humanjunk
4. Archaic wasteland
5. Starvoard pandemic
6. Giganormous
7. Hydrazine Plasma
8. Shorelines pound
9. Prehistoric Impact
10. No purpose
11. Gone south
12. Enormous hazardous
13. Vaporization of  the Behemoth

Erscheinungsdatum:

02.01.2011

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