Rezension: Human Fortress – Thieves of the night

Epic Melodic Metal und dann auch noch aus Deutschland? Das geht nicht? Das geht sehr wohl. Gute 5 Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung legen „Human Fortress“ mit „Thieves of the night“ ein deutlich härteres Album vor, als man es von den sympathischen Herren aus Niedersachsen gewohnt ist.

 

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Schon der Opener „Amberstow“ lässt keine Zweifel an der Härte dieser CD. Hier wird nicht lang gefackelt, die Band geht sofort aufs Vollgas. Mit dem „Last Prayer To The Lord“ legen die Jungs dann auch sogleich nach und beweisen, dass eine Mid-Tempo Nummer nicht langweilig sein muss und überraschen durch unerwartete Tempi-Wechsel. Wer dann doch eher zur Speed-Fraktion gehört, der dürfte mit „Rise Or Fall“ auf seine Kosten kommen. Klarer Gesang, der sofort ins Ohr geht und die Vorfreude auf das nächste Konzert schürt.

Der Titeltrack „Thieves Of The Night“ dürfte in der Fanbase einschlagen wie eine Bombe, so opulent hat man „Human Fortress“ selten gehört. Der Refrain lädt schon beim ersten Durchhören zum Mitsingen ein. Eine absolute Live-Granate. Eine Weiterentwicklung ist zweifelsohne „Thrice Blessed“. Progressive Gitarrenklänge und eine Double-Bass, die man in dieser Wucht wohl kaum erwartet hätte, zeichnen diesen Song aus. In allerbester Melodic-Metal Manier präsentiert sich „Just A Graze“. Ein hymnischer Auftakt, der sich in der Bridge wiederfindet, um zu einem Refrain überzuleiten, der sicher aus einigen tausend Kehlen bei den Livegigs mitgeschmettert wird. Etwas ruhiger beginnt „Gift Of Prophecy“. Dieser erste Eindruck täuscht allerdings und es entwickelt sich eine epische Rocknummer, die man immer wieder hören möchte. „Alone“ beendet das Album mit einer Powerballade, die zum Träumen einlädt. Hier werden große Gefühle gelebt.
Fazit: „Human Fortress“ melden sich eindrucksvoll zurück. Die Rückbesinnung auf die alten Stärken fand schon vor ein paar Jahren statt, mittlerweile kann man festhalten, dass es eine richtige Entscheidung war. Mit „Thieves of the night“ steht ein wirklich hochklassiges Album in den Startlöchern, das von euch erkundet werden will. Lasst uns gemeinsam auf Beutezug gehen.

Tracklist:

01. Amberstow

02. Last Prayer To The Lord

03. Rise Or Fall

04. Thieves Of The Night

05. Thrice Blessed

06. Hellrider

07. Just A Graze

08. Vicious Circle

09. Smite On The Anvil

10. Dungeons Of Doom

11. Gift Of Prophecy

12. Alone

 

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