Implant for denial - Otheroot

Implant for Denial – Otheroot (Review und Kritik)

Implant for denial - Otheroot
Implant for Denial - Otheroot

Der Genpool des Metal scheint sich zu verbreiten wie Headbanger auf einem Campingplatz. Immer schwerer wird es für den gepflegten Headbanger zu kategorisieren. Da gibt es seit nicht allzu langer Zeit Viking Metal, Nu Metal, Metalcore, Deathcore und noch ein paar handverlesene bandeigene Kreationen um nur ja nicht mit irgendeiner anderen Band verwechselt zu werden. Die Rumänen mit dem wohlklingenden Namen Implant for Denial machen da weiter wo gefühlte 1000 Bands aufgehört haben. In kein Genre passender Metal. Immerhin Metal.

Das wenig plakative, dafür aber umso schiefere und verpixelte CD Cover wirkt professionell und ist durchaus kreativ gemacht. Der erste Song glänzt durch träge und simple Riffs, schmalbrüstige Growls und gegen Ende mit fast balladenartigen Strukturen und klarem Gesang. Für manche Bands genug für ein ganzes Album. Etwas flotter geht der nächste Song über die Membran, wenn auch mit dem gleichen Konzept. Nach den ersten 9 Songs stellt sich heraus, dass es genauso gut schon 50 oder 3 Songs hätten sein können. Jeder Song ist austauschbar und in sich nicht geschlossen.

Song 10 sorgt dann erstmal für Verwirrung, weil man unweigerlich prüfen muss, ob man nicht aus versehen eine CD von System Of A Down eingelegt hat. Die schnelle rhytmische Eingangsminute ist einem erstaunlich bekannt. Was hat die Band geritten den nächsten 2 Songs das gleiche Intro zu spendieren. Hat es ihnen gleich so gut gefallen? Immerhin wartet Nemesis dann noch mit einer Hip Hop Einlage auf. Sehr schleppender Flow, Einfallslose Beats. Erinnert ein bisschen an den deutschen Kollegen Brutoz Brutaloz.

Noch mehr Introchaos erwartet uns beim Lied Farewell. Absoluter Korn Sound. Gefolgt von dem mittlerweile vertrauten Stilchaos und einem Outro das ebenso direkt von Korn kommen könnte. Leises, subtiles Synth-Gesäusel, erahnte Kinderstimmen. Aus den letzten Songs sticht auch nur noch Herald heraus. Und das wiederum nicht positiv. Wie eine Slow-Motion eines Lieds der Skull&Bones CD von Cypress Hill mit einer Popmelodie von Tokio Hotel kann es auch mit dem schmalbrüstigen Gekrächze nicht mehr ins unterhaltsame ziehen.

Messi

Fazit: Ich bin ein Fan von Metalcore, Deathcore, Nu-Metal und Crossover. Ja, ich höre nicht nur Black Metal. Aber ich kann getrost sagen, dass dieses Album ganz ganz mies ist. Von der technischen Seite ist es allenfalls Mittelmaß. Keine Breakdowns, Ohrwurmmelodien oder Hammersoli. Nichtmal die Rap-Parts werden mir in Erinnerung bleiben. Man merkt, dass die Band die Motivation hat, aber nicht wirklich kann. Es wird abgekupfert,vermengt und verwaschen. Ich hoffe schwer für die Band, dass sie aus dieser Ursuppe ein paar Albumkreaturen schaffen können, sonst werden wir das meiste von ihnen gehört haben. Allen trotzdem nicht abgeschreckten lege ich die Lieder Solitor und Sidef ans Herz, die für sich ganz ordentlich klingen.

Tracklist

  1. Solitor 6:10
  2. Sidef 5:40
  3. 3,80 6:50
  4. In Soare Deschis 6:15
  5. X 5:15
  6. Rezenstenta Continua 4:10
  7. Mental 4:20
  8. Apus 6:00
  9. Tribut 4:25
  10. Innerscape 4:10
  11. Messages to Gods 4:20
  12. Nemesis 4:20
  13. Farewell 6:50
  14. Tribute 6:00
  15. Herald 5:25
  16. Pearl 6:10
  17. Target 6:15
  18. Strike 8:10


2 / 10

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Erschienen: 2009

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