Interview mit Dark Man Shadow

Sorroth und Samotha von Dark Man Shadow
Sorroth und Samotha von Dark Man Shadow

Sorroth und Samotha von Dark Man Shadow, die wir neulich rezensiert haben, haben sich freundlicherweise bereiterklärt, ein kleines Interview per E-Mail zu beantworten. Die Statements der Beiden könnt ihr hier nachlesen. Dark News bedankt sich recht herzlich, dass die beiden sich Zeit für uns genommen haben.

 

In der Bandbio werdet ihr alle drei mit Künstlernamen vorgestellt. Haben eure Künstlernamen eine bestimmte Bedeutung?

DMS: Als wir vor Jahren beschlossen aus dem System der Mitläufergesellschaft auszusteigen,
haben wir auch unsere Identität neu entstehen lassen.

Samota ist ein Wort des slowakischen Ursprungs, der verbunden mit Sorroth`s  Buchstaben *th wurde. Sorroth ist dagegen vom englischen Wort abgeleitet.

Habt ihr einen Gastmusiker für Live-Auftritte? Sorroth kann ja schlecht Gitarre und Bass gleichzeitig spielen…

DMS: Live sind wir zu viert am Werk. Die Bass Linie spielt die damals (2003) 16-jährige Araisen wieder. (Künstlernamen geändert). Da Matze R. von Nocte Obducta unser Studio-Trommler ist,
wie auch auf dem Vorgänger Album „The Shore of Straying Souls“, bedient die Drums live ein 23-jähriger Neukömmling aus Birmingham, der als einziger der Bewerber eine gute Leistung ablieferte.

Was macht ihr hauptberuflich? Ist jemand von euch auch hauptberuflich in der Musikbranche tätig? Ist es euer langfristiges Ziel, als Berufsmusiker eure Brötchen zu verdienen?

DMS: Wie oben schon beschrieben, sind wir aus der Gesellschaft ausgestiegen. Heutzutage ist es eine Selbstverständlichkeit für die Menschen Strom und fließendes Wasser zu haben. Es macht uns nichts aus uns täglich darum zu kümmern, dass es da ist, denn wir besitzen keine Nachbarn, was eine geniale Sache an sich ist.

Wenn die Ansprüche bei den meisten Musikern nicht so hoch wären, könnten es einige schaffen davon zu leben. Natürlich möchten wir es hauptberuflich durchziehen, schon wegen neuer Instrumente, oder in der Zukunft etwas entspannter produzieren zu können.

Was mich als absoluten Portugal-Fan brennend interessiert: Wie seid ihr damals an ein portugiesisches Label geraten?

DMS: Während der Aufnahme des 2. Albums hatten wir sozusagen den Vertrag schon in der Tasche.
Warner Chappell, sowie unsere Edition Eisenberg (Carlos Peron)  haben nicht Wort gehalten, was die Werbung oder Label Beschaffung betraf. Danach konnten wir uns allerdings die Schimpfe anhören, dass wir ohne Absprache jenes unternommen haben.

Was wollt ihr mit eurer Musik aussagen?

DMS: Die Stichpunkte wie hier im Interview bisher zu lesen sind:
Aus der Mitläufergesellschaft auszusteigen, Nachbarn, leben, nicht gehaltene Worte;
das alles beinhaltet unser Album, denn die Musik ist untenrum hart wie „das Leben “ und oben drüber ist die „Sehnsucht “ nach Ehrlicherem…

Da wir Open Mind sind, spielten einfach darauf los und rannten mit dem Kopf einfach durch die Wand. Wie können eigentlich so viele Richtungen aus einer verzerrten Gitarre und Drums entstehen?…Berlioz komponierte dunkler als Mozart, doch war es deshalb nicht gleich nur eine Black Symphonie.

Zu einem Fazit aus den Feedbacks stehen wir zu jedem WortDMS Bandlogo

Mein Fazit: Die Musik von Dark Man Shadow ist recht eigenständig und folgt einen eigenwilligen Weg, dem man als Hörer mitgehen sollte, denn ansonsten ist diese Veröffentlichung eine Enttäuschung. Es werden eben nicht nur die Standards des Black Metal bedient, sondern mit diesen gearbeitet und dann hier heraus ein eigener Sound und eine eigene Klangwelt erschaffen, in die weitere musikalische Elemente Einzug halten, vor allem um dem Sound und der Stimmung der Lieder
mehr Tiefgang zu ermöglichen. Das muss und wird so sicher nicht jedem gefallen, muss es sicherlich auch nicht, aber es bietet einen neuen Blickwinkel und damit eine neue Perspektive
auf die Musik und dem Black Metal.

Wer/was inspiriert euch?

DMS: Die Muse kommt und geht. Wenn einem was durch den Kopf geht, zeigt er es dem anderen und dann wird daran gefeilt. So etwas kann an jeder Straßenecke passieren, wie zum Beispiel der Song Dying in the Corner. Übrigens hören wir aus dem Metal-Bereich überhaupt kaum Musik.

Manche Anhaltspunkte in den Feedbacks von Bands, die irgendwas mit uns gemeinsam haben könnten, hören wir uns eher im Nachhinein an, da wir sie gar nicht oder nur von Namen her kennen.

Erstens – damit wir nicht beeinflusst werden, daher wahrscheinlich auch die Eigenständigkeit. Zweitens – sind wir genügend ausgelastet mit neuen Ideen, da wir einfach gerne auch mal nur jammen. Wenn man selber ein Instrument spielen kann, nutzt man es ständig.

Seid ihr alle gleichermaßen am Songwriting beteiligt oder habt ihr ein „Mastermind“?

DMS: Kompositionen machen grundsätzlich nur wir zwei, da wir das auch zusammen durchleben,
was eine dritte Person nicht so fühlen kann…

Sorroth und Samotha

About Mustaveri

Alter: 28 Beruf: Übersetzerin (freiberuflich) Lieblingmusik: Metal (Death, Dark, Black, Thrash, Symphonic, Gothic) Hobbys: Musik, Sport, Schreiben, Kunst, Kochen

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