Interwiev mit Mono Inc im Rahmen des WGT 2015

Das wunderbare WGT 2015 ist eben zu Ende gegangen. Viel ist geschehen und auch die Kultband Mono Inc war wieder mit einem fantastischen Konzert mit von der Partie.

Unbenannt
Trotz mangelnder Zeit aufgrund des WGT und dem gleichzeitigen Release des neuesten Albums „Terlingua“, nahm sich Martin Engler die Zeit, mir ein paar Fragen per email zu beantworten und uns Fans wieder einmal ein klein wenig Einblick in das Leben von Mono Inc und seine fantastischen Mitglieder zu geben.
Hier nun für Euch das Interwiev:

STEFFI (Dark News): Mono Inc. hat einen sehr charakteristischen Stil. Wie schafft ihr es, diesen aufrecht zu erhalten, im Umfeld von Bands, die meinen, sich ständig neu erfinden zu müssen?

MARTIN: Wir versuchen uns mit jedem Album zu entwickeln, aber nicht uns neu zu erfinden. Das wäre ja auch am Ziel vorbei, denn wir sind ja sehr dankbar, dass wir unseren „eigenen“ Sound gefunden haben – der letztlich aus den Vier Musikern besteht, die seit nunmehr fast 10 Jahren den Stil geprägt haben.

STEFFI: „Viva Hades“ und „After the War“ kamen in recht kurzem Abstand. War es zu viel Material für ein einziges Album oder eine sehr kreative Phase?

MARTIN: Wir haben bisher ja fast jedes Jahr eine neue CD auf den Markt gebracht. Immerhin ist TERLINGUA das siebte Album innerhalb von 8 Jahren. Lediglich für das neue Werk haben wir uns ein bisschen mehr Zeit lassen müssen, weil wir mit NIMMERMEHR doch extrem viel getourt sind.

STEFFI: Wann startet eure nächste Tour?

MARTIN: Am 4.11. in Kiel. Insgesamt sind 14 Konzerte für den November allein in Deutschland auf den Tourplan. Ich freue mich sehr darauf!

STEFFI: Gibt es ein „Leben nach der Musik“? Ist in der Art etwas für die ferne Zukunft geplant?

MARTIN: Derzeit nicht vorstellbar – und ich will mir das auch gar nicht vorstellen. Wir haben den schönsten Job, den wir uns nur wünschen könnten.

STEFFI: Was bedeutet für euch das WGT und der Auftritt hier?

MARTIN: Es ist uns eine Ehre und zeitgleich auch ein bisschen wie nach Hause kommen, denn hier ist unsere musikalische Heimat. Außerdem sind Leipzig und Dresden traditionell für uns schon fast Heimspiele. Frag mich nicht warum, aber es hat sich über die Jahre immer wieder gezeigt, dass das Publikum hier unsere Konzerte zu besonderen Festen werden lässt

STEFFI: Steht eine Zusammenarbeit mit einer anderen Band oder ein Soloprojekt in Aussicht?

MARTIN: Derzeit nicht. Ich musste bereits meinem lieben Freund Joachim Witt für die Produktion seiner neuen CD absagen, weil ich mit MONO INC. derzeit einfach voll ausgelastet bin.

STEFFI: Martin gilt ja auch als Schnuckelchen. Ist es ihm unangenehm, wenn er auch von Männern Fanbriefe bekommt?

MARTIN: Och nein, denn das sind ja angenehme Briefe. Selbst damals, als ich noch lange Haare hatte und doch relativ gerne mal von Herren ganz eindeutige Angebote bekommen habe, war mir das nicht unangenehm. Schließlich ist es doch toll, wenn man von anderen Menschen (ganz egal ob Männlein oder Weiblein) als interessant und anziehend empfunden wird. Wer mag das nicht?!

STEFFI: Es gibt euch bereits 15 Jahre. Ist man da manchmal „bandmüde“ oder möchtet ihr weiter durchstarten?

MARTIN: Wir stehen mit MONO INC. auf und gehen mit MONO INC. ins Bett. Das ist unser Leben – und wir wünschen uns kein anderes!

STEFFI: Martin, dein Englisch ist auffällig gut. Bist du ein native speaker oder hast du es an einer anderen Stelle speziell gelernt?

MARTIN: Ich habe in den 90ern eine Zeit in Los Angeles gelebt und gearbeitet. Das hat natürlich seine Spuren hinterlassen. Und auch nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich eigentlich nur in Bands gespielt, wo Englisch die tonangebende Sprache war. Dadurch fiel es mir auch anfangs viel leichter in Englisch zu texten.

STEFFI: Katha Mia ist mittlerweile schon beinahe ein Kultobjekt geworden. Seid ihr innerhalb der Band demokratisch oder ist dies manchmal schwierig für Martin als Frontmann?

MARTIN: Gar nicht. Jeder von uns ist eine besondere Figur und hat seine Fans. Und natürlich sind wir eine demokratische Band. Wenn wir über wichtige Entscheidungen abstimmen wird zur Not eben so lange abgestimmt, bis sich das Ergebnis mit meiner Meinung deckt 😉

STEFFI: Mono Inc. ist eine der ganz wenigen Bands in der schwarzen Szene mit einer wohldurchdachten eingetragenen Marke „Mono Inc.“, die alle wirklich wichtigen Waren und Dienstleistungen abdeckt. Wurde euch dazu geraten und/oder habt ihr generell den Schutz eures geistigen Eigentums im Blick?

MARTIN: Wir werden in diesen Bereichen von Profis beraten, die solche Dinge für uns erledigen. Ein toller Luxus, denn so können wir uns voll und ganz auf unsere Musik konzentrieren.

STEFFI: Martin, du setzt dich aus eigener Erfahrung sehr stark gegen Gewalt ein (womit ich mich sehr stark identifizieren kann). Gibt es neben der Band Projekte oder Fonds, die man unterstützen kann?

MARTIN: Es gibt derart viele Möglichkeiten, dass ich die hier gar nicht aufzählen kann. Wer wirklich helfen möchte, der sollte sich das Projekt raussuchen, was ihm vom Bauchgefühl am meisten zusagt. Aber Geld zu spenden ist eben nicht alles! Wichtig ist, dass wir in unserem engsten Umfeld die Augen und Ohren offenhalten und nicht über Auffälligkeiten hinwegsehen, nur weil es sich um Familie oder enge Freunde handelt, den man so etwas gar nicht zutrauen würde.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Martin

About Steffanie Hilbig

Moin,moin, ich bin die Steffanie Hilbig aus dem schönen Norden. Biologische 36 Jahre alt, über meinen geistigen Alterszustand gebe ich allerdings kein Statement ab. Nachdem das schöne Bayern mich nach der 10. Klasse mit dem schwarzen Löffel im Joghurt entließ-allgemein auch Realschulabschluss genannt, habe ich auf Stipendium Werbegafik und Design studiert. Trotz meiner Arbeit als Assistenz Tanzlehrerin und der zeit, die ich singend auf der Bühne oder boxend in der Halle verbracht habe, waren jeden Tag ein paar Minuten für das Schreiben übrig. Seit ich sieben Jahre war,ist das meine Passion und gipfelte bereits in verschiedenen veröffentlichten Projekten.

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