IXXI - Elect darkness

IXXI – Elect darkness (Review und Kritik)

IXXI - Elect darkness
IXXI - Elect darkness

IXXI – Elect darkness (Review und Kritik)

Black Metal, der eigentlich gar keiner ist, sparsam rockt und es schafft nahezu alle Emotionen aus dem Spiel zu lassen, die bei dieser Musik auftreten können.

Kurz und bündig, wenn man so wollte, denn viel mehr vermittelt das dritte Album „Elect darkness“ der Schweden IXXI einfach nicht. Dabei liegt es sicher nicht am spielerischen Können, denn mit Mitgliedern eingesessener Formationen wie Ondskapt oder Lifelover haben IXXI diesen Punkt locker ausgeräumt. „Elect darkness“ klingt modern, hat ordentlich Groove, wirkt aber recht konstruiert und seelenlos. So erinnern mich die ersten beiden Songs entfernt an Khold mit knarzigen Vocals und feinerer Instrumentierung, doch leider laufen die elf Stücke an einem einfach so vorbei und kaum was bleibt wirklich hängen.

Sicher, die eine oder andere feine Melodie hat sich eingeschlichen und gerade, wenn man etwas mehr auf den Putz haut und den Songs Geschwindigkeit angedeihen lässt wie bei „Southern tribes„, kommt schon Headbang Stimmung auf. Auch stampfende Stücke, wie „Northern floods“ wissen durchaus zu gefallen, doch der gepresst kehlige Gesang reibt doch leicht an den Nerven, was den Stücken nicht gerade gut tut.

IXXI
IXXI

Nun, so schlecht, wie ich die Platte jetzt rede, mag sie sicher nicht für jeden sein, denn IXXI versuchen Abwechslung in die Stücke zu bringen, mit atmosphärisch dichten Zwischenspielen, doch so richtig wirken mag es nicht, denn nach kurzer Zeit darf man wieder ein wenig interessantes Standardriff aus der nordischen Schwarzmetallschmiede vernehmen. Richtig genial wird die Band, wenn man ruhig und bedrohlich wird, wenn der Bass eine größere Rolle spielen darf, so zum Beispiel beim Opener „Sinrush„, der auch eines der stärksten Stücke des Albums ist. Gerade der Schlussabschnitt zeigt, dass IXXI nicht nur rockig groovigen Metal spielen können, sondern durchaus mehr zu bieten haben als durchschnittlichen Black’n Roll.


Iskharian
Iskharian

Fazit:

Ich für meinen Teil finde „Elect darkness“ doch etwas durchwachsen. Etliche Ideen sind gut, viele dagegen leider nur das übliche Black’n Roll-Geschwurbel, was zwar sehr kompetent runtergespielt wird, aber eben an jeglichem Gefühl vermissen lässt. Wer sich daran nicht stört und modernen groovigen Metal mit knarzigem Gesang mag, kann durchaus mal reinhören. Für mich leider nur gut gespieltes Mittelmaß.


Trackliste:

  1. Sinrush
  2. Underworld
  3. Southern tribes
  4. A bitter lesson
  5. Beyond the rupture
  6. Elect darkness
  7. Vindicator
  8. Northern floods
  9. Eastern minions
  10. Enthusiasm
  11. Western plagues


(5,5/10)
(5,5/10)

Anspieltipps:

Sinrush, Southern tribes

Erscheinungstermin:

24.03.2009

IXXI Myspace

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