Kilte - Absence

Kilte – Absence (Review und Kritik)

Kilte - Absence

Ganze vier Jahre ist „Absence“ nun alt und wurde Ende letzten Jahres von der Eisenwald Tonschmiede mit zwei Bonustracks bestückt neu aufgelegt. Die Belgier Kilte spielen, Achtung Überraschung, DSBM. So, wie man ihn kennt und mittlerweile wahrscheinlich nicht mehr hören kann, denn die Sintflut an schlechten Veröffentlichungen reißt einfach nicht ab. Ob Kilte aus dieser herausragen können, bleibt also die Frage.

Allein die Bonusstücke machen sicherlich keinen Kaufanreiz aus, sollte man die EP schon besitzen. Beide Stücke sind auf der EP sowieso schon vorhanden, sind Demo-Aufnahmen zweier Songs von eben dieser. Soundtechnisch eindeutig Proberaum, wobei man sagen muss, dass dem regulären Material selbst auch nicht gerade ein besonders toller Sound verpasst wurde. Druckloses Drumming und extrem verhallter Gesang, eigentlich das, was man aus DSBM kennt. So ist auch die Musik unspektakulär, aber gefällig, wenn man sich nicht an dem rauschenden Gekreische stört. Die Gitarren spielen eher träge leicht melancholische Riffs vor sich hin, recht höhepunktsarm noch dazu. Ja, manche Melodien mögen gefallen, aber im Großen und Ganzen ist das auch etwas zu wenig, denn wirklich Atmosphäre wird nicht aufgebaut und davon lebt eigentlich der depressive Black Metal. „Haar laatste traan“ vermag das schon besser, da es durch leichten Keyboard-Einsatz Akzente setzen vermag. Mit „Eindeloos verval“ wird man schlussendlich instrumental eingelullt, ehe die beiden Bonustracks den Spuk beenden.


Fazit: Ein Song ist wirklich gut, der Rest erscheint belanglos. Wer die EP eh schon hat, braucht sie sicherlich kein zweites Mal, trotz Bonus. Wer DSBM-Fan ist sollte mal reinhören, eventuell liegt es auch am tollen Frühlingswetter, dass mir Kilte einfach nicht zusagt. Objektiv betrachtet geht die EP in Ordnung, ist aber dennoch nicht wirklich essentiell für den DSBMler.






Trackliste:

  1. The true beauty of our absence
  2. Haar laatste traan
  3. Eindeloos verval
  4. Haar laatste traan (Demo)
  5. Eindelos verval (Demo)


5,5/10

VÖ: November 2009

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