Koldbrann - Stigma

Koldbrann – Stigma EP (Review und Kritik)

Koldbrann - Stigma
Koldbrann - Stigma

Koldbrann – Stigma EP (Review und Kritik)

Das norwegische Black Metal Todesschwadron Koldbrann dürfte jedem halbwegs interessierten Metalhead spätestens seit ihren beiden großartigen Full – lenght Alben „Nekrotisk Inkvisition“ und „Moribund“ sowie der Zusammenarbeit mit den deutschen Überfliegern Endstille bekannt sein. Zwei Jahre nach ihrem letzten Album und dem Split mit der Band Faustcoven wird nun mit der „Stigma“ Ep zum nächsten Streich in der Bandgeschichte ausgeholt und wieder geknüppelt und rausgeholt was die Instrumente her geben.

Die ersten Töne von „Opium Fields Forever“ klingen allerdings schon einmal ungewohnt melodisch. Gehen die Norweger etwa von Gas? Schnell wird klar das man diesen Gedanken wieder verwerfen kann, denn auch wenn ruhiger und im Midtempo vorgegangen wird hat die Band keinesfalls an härte verloren. Gesanglich erinnert Mannevond etwas an Mayhem´s letzte Veröffentlichung „Ordo ad Chao.“

Koldbrann
Koldbrann

Ausnahmsweise ist dies aber kein Grund zur besorgnis, denn das Lied schafft es um länger besser zu gefallen, als erwähnte CD und außerdem kann man ja noch hoffen, dass „Intifada“ die brutalen Wurzeln der Band wieder ausgräbt. Und was soll man sagen? Das sind nun unverkennbar Koldbrann. Treibende Drums und auch gesanglich wurde sich der zurückgewonnenen Geschwindigkeit und den Thrash Akzenten angepasst.

Die Neueinspielung des bekannten Songs „Fredlos“ kann ebenso durch rockiges Riffing wie gut verständliche Lyrics bestechen. Erneut zeigt sich das guter Black Metal aus Norwegen zu kommen hat. So knüppelhart und gleichzeit melodiös gehen leider heute die wenigsten vor. So langsam beginnt sich das letzte neue Lied „Avmaktens Isolat“ an einem hohen Standard messen zu müssen. Das knapp 7 minütige Lied tanzt mit seiner langsamen Geschwindigkeit und der atmosphärischen düsternis ein wenig aus der Reihe, kann seinen dunklen Bann aber durchaus im Gehörgang ausbreiten und fesseln. Teilweise an depressive Black Metal erinnernd kann man hier eine kleine Besonderheit auf der Scheibe finden.

Aber das soll noch lange nicht alles sein, denn mein persönliches Highlight soll noch folgen. Wer war die zurecht bekannteste Black Metal Band Schwedens? Richtig – Bathory. Und für einen großen Fan, ist es natürlich immer wieder auf´s neue schön, wenn junge Bands sich an seinen Liedern versuchen und Quorthon damit die letzte Ehre erweisen. Koldbrann haben „Bestial Lust“ jedenfalls sehr schön in ein neues Licht gesetzt und damit den nahezu perfekten Ausklang der knapp 24 minütigen EP geschaffen.

Tobias "Zigeunerjunge" GeersFazit: Alleine schon weil sie Bathory gecovert haben muss man rein gehört haben. Was gibt es da sonst noch groß zu sagen? Ich hielt schon immer große Stücke auf Koldbrann, zumal schon Moribund immer wieder auf´s neue seinen Weg in den Player gefunden hat. Die drei neuen Stücke sowie das neu eingespielte Lied und das exellente Cover rechtfertigen eine EP auf jeden Fall und machen eine Menge Spaß. Fans der Band sind mit dieser neuen Veröffentlichung auf jeden Fall mehr als gut beraten.



Tracklist von „Stigma“

  1. Opium Fields Forever
  2. Intifada
  3. Fredlos
  4. Avmaktens Isolat
  5. Bestial Lust (Bathory Cover)

( 8 / 10 )
( 8 / 10 )

Anspieltips:
> Fredlos
> Bestial Lust (Bathory Cover)

Erscheinungstermin:
Bereits erschienen

www.koldbrann.net
www.myspace.com/koldbrann

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