Kreator - Hordes of Chaos

Kreator – Hordes of Chaos (Review und Kritik)

Kreator - Hordes of Chaos
Kreator - Hordes of Chaos

Kreator – Hordes of Chaos (Review und Kritik)

Die Essener Metal Legende Kreator um Mille Petrozza gehören auch nach 26 langen Dienstjahren neben Sodom und Destruction noch immer zurecht zum stärksten, dass der deutsche Thrash zu bieten hat. War erst ihr 2005 erschienenes Erfolgsalbum „Enemy of God“ zum einem „Must-have“ in jeder gut sortierten Plattensammlung geworden wird nun mit „Hordes of Chaos“ ein weiteres Kapitel in der Bandgeschichte nachgelegt.Schon der Titeltrack, der gleichzeitig den Opener darstellt, knüppelt gewohnt treibend aus den Boxen und lässt mit aggressiven Gesang und starken Soli Haare und Nackenmuskulatur nicht zur Ruhe kommen. Hier muss gradezu gebangt werden. Ein sehr starkes Stück, dass einem schon jetzt wissen lässt, dass Kreator ihr Handwerk auch nach so vielen Jahren im Geschäft nicht verlernt haben.

Den Übergang zu „Warcurse“ bildet nun ein langsames Drumsolo des Schlagzeugers Ventor, dass nach kurzer Zeit in gewohnte Geschwindigkeit übergeht und nicht weniger Genickbrüche verantworten wird als das vorangegangene Stück. Nun kann natürlich nicht so ohne weiteres vom Gas gegangen werden, und wer den musikalischen Werdegang der Essener etwas mitverfolgt hat, wird auch von „Escalation“ nicht wesentlich überrascht werden. Gebolze wie man es hören möchte wird einem auch hier geboten, so das ein Intro wie das des darauf folgenden „Amok run“ nahezu unwirklich klingt. Nach ruhigem Sprechgesang verfällt die deutsche Thrash-Institution zwar schnell zurück in den so geliebten „Auf-die-Fresse“ Sound, schafft es aber dennoch die Aufmerksamkeit des Hörers zu schärfen. Neben dem Opener hat man es hier mit dem bisher eingängigsten Song der Scheibe zu tun, der durchaus auch auf dem großartigen Vorgänger hätte vertreten sein können.

Nicht nur der Titel zu „Destroy what destroys you“ klingt brutal, nein – der ganze Song ist es. Ein Brett sondergleichen, dass sich perfekt in den bisherigen Ablauf des Longplayers integriert. Endlich untermauern hier auch wieder gekonnte Gitarrensoli Milles einzigartige Stimme, bevor es mit Folgesong „Radical Resistance“ weiter geht. Mit wirklich ruhigen Momenten rechnet man auch wenn man die Band tatsächlich bisher nicht kennen sollte nicht mehr. Es bleibt bei treibenden Riffs und einem Drumgewitter das seines Gleichen sucht. Mille ist zwar auch nach Jahrzehnten Bandgeschichte kein Gesangskehlchen geworden, fügt sich mit seiner aggressiven Stimme aber nach wie vor perfekt in die Musik ein. So sollte Thrash Metal klingen.

 

Kreator
Kreator

Menschenunfreundlich geht es dann dann bei „Absolut Misantrophy“ zu. Und was gibt es groß zu sagen? Auch hier gibt es nichts zu meckern. Eine grandiose Gitarrenarbeit gepaart mit hängen bleibenden Lyrics und donnernden Drums bilden einen weiteren Song mit Hitpotential. Man hat es hier mit einer Platte mit extreme hohem Suchtfaktor zu tun.

Da kommt der Übergang zum ruhigeren, gehässig klingenden „To the Afterborn“ fast schon zu schnell. Allerdings wird einen besonders hier ein wirklich hervorstechendes Stück geboten das den Gehörgang nicht so schnell wieder verlassen wird. Stimmlich wechselt Mille ja eher selten die Tonlage, so das Stücke in denen dieses der Fall ist sich besonders herauskristallisieren. Ein besonders gelungener Song, an dem sich „Corpses of Liberty“ hier zu messen hat. Das politische Engagement der Band dürfte Bekannt sein, so das ein solcher Titel nicht wirklich überraschend wirkt. Die Töne die hier angeschlagen werden faszinieren da um so mehr. Es handelt sich nämlich hierbei um sehr ruhies Intrumental, das wohl nur als Übergang zu einem perfekten Ende mit dem wieder knüppelharten „Demon Prince“ her hält.

Tobias "Zigeunerjunge" Geers
Tobias "Zigeunerjunge" Geers

Fazit: Ich bin begeistert. Diese Platte beweist ein weiteres Mal das Kreator drin ist wo Kreator drauf steht und das man sich eine Scheibe der Thrash Metal Legenden blind kaufen kann. Zwar ist „Hordes of Chaos“ nicht ganz so stark wie der brachiale Vorgänger, seine 8,5 Punkte aber auf jeden Fall wert und ein Album das man gehört und dringend in die Plattensammlung aufgenommen haben sollte.







Tracklist von „Hordes of Chaos“

  1. Hordes of Chaos (a Necrologue for the Elite)
  2. Warcurse
  3. Escalation
  4. Amok Run
  5. Destroy what destroys you
  6. Radical Resistance
  7. Absolute Misantrophy
  8. To the Afterborn
  9. Corpses of Liberty
  10. Demon Prince

( 8,5 / 10 )
( 8,5 / 10 )

Anspieltips:
Hordes of Chaos (a Necorologue for the Elite)
To the Afterborn

Erscheinungstermin:
Bereits erschienen

www.kreator-terrorzone.de/


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