Krypteria – My Fatal Kiss (Review & Kritik)

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Krypteria - My Fatal Kiss

Eine Beurteilung wird hier sehr schwer, den die Flut der Symphonic Metal Bands hat in den letzten Jahren so sehr zugenommen, das man schon von einer Überschwemmung reden könnte. Sich als Band in diesem Genre zu etablieren, ist schon eine große Herausforderung, möchte man doch nicht klingen wie …, sondern strebt man einen individuellen Sound an mit Reflexionen, man möchte  sich von anderen Bands unterscheiden, dabei wird all zu oft der Finger ausgestreckt und die Aussage getätigt, ach die klingen wie Nightwish oder Epica.



Krypteria hat eine interessante Vorgeschichte, so wurde die Gruppe 2003 ursprünglich als Musical-Projekt gegründet, das Musical-Doppelalbum Krypteria, das die Erzählung einer fantastischen Liebesgeschichte erzählt, wurde musikalisch umsetzt. Für großes Aufsehen sorgte der Song „Liberatio“ aus dem Krypteria Musical, den der TV-Sender RTL als Hintergrundmusik zur Tsunami- Flutkatastrophe vom 26. Dezember 2004 verwendete, die gesamten Einnahmen der Single kamen den Hilfsorganisationen zugute.

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Sängerin Ji-In Cho

2005 wurde Krypteria durch Sängerin Ji-In Cho neu besetzt, zusammen steuerten sie 2006 dann den koreanisch gesungenen Titel „Na Ga Ja“ als Hymne für die Koreanische Fußballmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland bei. Nun wird mit dem kommenden Album „My Fatal Kiss“, welches auch gleichzeitig Labelpremiere feiern wird, ein neues Kapitel aufgeschlagen. OnFire Records und Roadrunner Records sind stolz auf ihren Neuzugang, und ebnen den Weg für das dritte Fulltimealbum der Band, als Veröffentlichungs-Termin wurde der 28.08.09 angesetzt.

Ohne großen Schnick-Schnack erklingen auch schon die ersten Töne von „Ignition“, das Erste was einem direkt ins Gehör springt ist der lupenrein produzierte Sound, doch stimmlich reißt mich Sängerin Ji-In Cho jetzt nicht vom Hocker. Mit weiterem Lauschen hört man die sinfonischen Arrangements gut heraus und auch die scharfen Gitarrenriffs verfehlen ihre Wirkung nicht, aber alles in allem werde ich den Eindruck nicht los, das hier alles so Aalglatt ist und für eine Chartplatzierung zu geschnitzt wurde. Anerkennung finden natürlich die Progressiven und rhythmischen Gitarrenparts, auch gerade die temporalen Breaks sorgen für ein gutes Mischungsverhältnis in den Songs, zudem werden hier auch klangvolle Einlagen der Lead-Gitarre geboten. Man findet auch kleine I-Tüpfelchen, die für eine harmonische Untermalung sorgen, wie „Violinen“ in dem Song „God I need someone“, ein äußerst atmosphärisches Stück mit deutlichem Widererkennungswert. Doch betrachtet man nach dem durchhören alle relevanten Elemente und widmet sich objektiv der Substanz dieses Albums, so wird man feststellen, dass es zu vorhersehbar ist, es fällt einem schwer gefesselt zu werden, man vermisst bei den Songs klare Favoriten, die sich hier eingängig absetzen, dies bleibt leider auf der Strecke, es ist ein Symphonic Metal Album, wie man es erwartet hätte.


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Seelenfänger

Fazit: Es fällt mir schwer hier große Anerkennung zu finden, denn nur schleppend begeistern mich einige kleiner Highlights auf dieser Scheibe. Sicherlich mag auch das damit zusammenhängen, dass dieses Genre mich nicht unbedingt anspricht, da ich in der letzten Zeit einfach viel zu viele Symphonic Metal Bands belauscht habe. Fakt ist einfach, das hier auf eine übermächtige Produktion gesetzt wurde, die jedes einzelne Element, im Aal glatten Gewand präsentiert. So klingen die meisten Stücke, trotz teilweiser großen Melodien, einfach nur Steril. Ich möchte nicht absprechen das auch dieses Werk, bei den Genre-Fans Einklang finden wird, für mich persönlich gesprochen, ist dieses Album jedoch keine gut gefüllte Schatzkammer.


Tracklist:
01. Ignition
02. My Fatal Kiss
03. Why (did you stop the world from turning)
04. For you I’ll bring the devil down
05. Deny
06. The freak in me
07. Never say die
08. Dying to love
09. Shoot me
10. God I need someone
11. Now (start spreading the word)
12. Headfirst into a sea of flames (Bonus)
13. Too late, game over & goodbye (Bonus)

wertung55
5,5 / 10

Anspieltipp:
-Ignition
-The freak in me
-Dying to love
-God I need someone

VÖ: 28.08.09

Krypteria Homepage
Krypteria bei MySpace

About Seelenfaenger

Bin 33 Jahre alt,verheiratet und komme aus Bochum. Ich bin ein Musikbegeisterter Mensch und gehe gerne auf Konzerte,eine meiner weiteren Leidenschaften sind gute Fime und das Hobbymäßige arbeiten mit Photoshop.

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