Madina Lake - Attics to Eden

Madina Lake – Attics to Eden (Review und Kritik)

Madina Lake - Attics to Eden
Madina Lake - Attics to Eden

Mit ihrem surrealistischem Cover ziehen die Pop-Punker Madina Lake in den Plattenläden sicher einige Blicke auf sich. Attics to Eden heißt das neue Werk des Chicagoer Quartetts und verspricht eine Menge musikalischer Leckerbissen.
Erst 2005 gegründet schafften die Jungs es schon mit dem ersten Album „From Them, Through Us, to You“ die erste Auszeichnung einzuheimsen, den Kerrang Award für den besten internationalen Newcomer des Jahres.

Hierzulande sind Madina Lake noch nicht so bekannt wie in der Heimat in den USA. Trotzdem dürften sich auch hier einige Interessenten für das recht poppige Werk finden.
Mit dem ersten Track lassen es die Emo-Rocker recht spannend werden.
Ein Gemisch aus Synthies und rockigen Gitarren bildet den Einstieg in das Album, eine kreischende aber auch mal ruhigere Stimme verleiht besonders dem Refrain eine sehr markante Note, und klingt im Gemisch mit dem hohen Gitarrenspiel auch sehr eindrucksvoll.

Auch der zweite Titel Lets get Outta Here wartet mit demselben instrumentalen Einsatz auf. Die ruhiger eingesetzte Stimme erinnert ab und zu an Linkin Park-Sänger Mark Wakefield. Mit einer anderen Mischung dagegen beginnt der siebte Titel der Scheibe, Not For This World, dieser könnte ohne Zweifel ein neues Werk der Rocker Linkin Park sein. Allerdings gibt es genügend Anzeichen, dass es sich nicht um ein reines Plagiat der weltbekannten Kalifornier handelt, wie  beispielsweise der Syntheziser-Einsatz am Anfang oder die Gesagsstimme, welche ab und an recht gequält wirkt.
Auch der darauffolgende Track Welcome to Oblivion ist keineswegs zu verachten. Rockige Musik kombiniert mit ausschweifendem Gesang. Ruhige Passagen gemischt mit eben dieser gequält kreischenden Stimme machen schon einiges her (klingen aber nichtmehr nach Linkin Park).

Allerdings ist jeder Song nach dem selben Schema aufgebaut. Die Refrains sind einprägsam, die Lieder insgesammt sehr poppig und rockig. Hitpotential für anspruchslose Konsumenten besitzt dieses Werk sicher, doch eingeschlossen Friends And Lovers, welches wohl die obligatorische Ballade im Album darstellt, ist jeder einzelne Song ein Rocksong, von denen es weltweit sicher Zweite und Dritte gibt.

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Fazit: Zusammenfassend wäre gutzuheißen, dass die Emorocker von den bekannten Bands ihres Genres – wie Fall Out Boy oder 30 seconds to Mars – relativ viel Abstand nehmen, und einen eigenen eher alternativen Stil, weg  vom Punk, entwickelt haben.
Auch sind beinahe alle Werke des Albums einprägsame und gut durchdachte Lieder die in der Reihenfolge eine gute Mischung darstellen, doch wie erwähnt gibt es eine Menge Songs, die man hiermit vergleichen oder gar verwechseln könnte. Das erste Stück, Never Take Us Alive,  besitzt die außergewöhnlichsten Züge aufgrunddessen, dass hier noch punkige Merkmale einfließen. Die zweite Ausnahme macht Lila, The Divine Game, da es ein Instrumental mit verschiedenen elektronischen Einflüssen darstellt.
Zum Reinhören lohnt sich Attics to Eden trotzdem, nur Innovation sollte nicht allzuviel erwartet werden.

Trackliste:

  1. Never Take Us Alive
  2. Lets Get Outta Here
  3. Legends
  4. Criminal
  5. Through The Pain
  6. Never Walk Alone
  7. Not For This World
  8. Welcome To Oblivion
  9. Silent Voices Kill
  10. Statistics
  11. Friends And Lovers
  12. Lila, The Divine Game


( 6 / 10 )
( 6 / 10 )


Anspieltipps:

Welcome to Oblivion
Never Take Us Alive
Friends and Lovers

Veröffentlichung:
25.09.2009


Homepage – Madina Lake

Madina Lake – MySpace






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