Maverick – Quid Pro Quo

 

Die Jungs aus Nordirland sind noch unbeschriebene Blätter, aber dieser Umstand wird sich nach „Quid Pro Quo“ sehr schnell ändern. „Maverick“ zelebrieren die Auferstehung der guten alten Metal Schule und man fühlt sich in die späten 80er Jahre zurückversetzt.Maverick_QuidProQuo_Cover

Schon der erste Song „Snakeskin Sinner“ macht jedem Zuhörer wohin die Reise geht. Schnell gespielte Gitarren, eine Melodie, die sofort ins Ohr geht und ein Refrain, der jeden Metalfan zum Headbangen herausfordert. Noch rhythmischer schlägt „Paint By Numbers“ ein und könnte auch aus der Feder von Lynyrd Skynyrd stammen. „Got It Bad“ kommt etwas leichter daher und wird Freunde des traditionellen Hair-Metals hocherfreuen. Wer auf die härteren Töne steht, wird mit „In Our Blood“ bestens bedient. Harte Gitarren, guter klarer Gesang ala Billy Idol, werden jeden Alt-Rocker die Freudentränen in die Augen treiben. „One more day“ lädt zu einer zeitreise ein, kaum ein anderer aktueller Song bringt die Stimmung der 80er zwischen Kaltem Krieg und Glam-Metal so auf den Punkt wie dieser Track. „Electric“ schlägt dagegen ganz andere Töne an, schneller und vor allem kompromissloser zeigen Maverick, dass sie auch anständig ins Jahr 2014 rocken könne. Klare Lyrics und eine Melodie, die einen den ganzen Tag begleitet sind gute Trademarks, die unbedingt ausgebaut werden sollten. Aber natürlich beschäftigt sich der geneigte Metaler nicht nur mit Musik, auch die weiblichen Reize sind immer einen Blick wert und so schaffen Maverick mit „Rock n Roll Lady“ den Damen mit gutem Musikgeschmack ein lyrisches Denkmal. Ein Track, der definitiv auf keine Rockparty fehlen sollte. „Shackled“ ist ein Song, den man nebenbei hören kann. Nichts Besonderes, aber auch kein Ausfall. Harte Drum-Bässe erwarten den geneigten Zuhörer bei „Last Addiction“. Die Gesangsleistung passt und verleiht dem Song eine gute Tiefe, ohne dabei das Gute-Laune Gefühl zu vernachlässigen. Ein wirklich grandioser Song. „Side By Side“ ist ein klassischer True-Metal Song. Ohne Schnörkel oder anderen Klim-Bimm, ein Song, der geradeaus geht und einfach nur gut ist. Mit „Took The Night“ geht das aktuelle Album dem Ende zu. Ein Song, der in bester Tradition zu Glam Metal Heroen wie „Crashdiet“ oder „Twisted Sister“ steht. Gro0ßartiger Poser-Metal, von dem man nicht genug bekommen kann.

Fazit: Neben Kerrygold und Guiness avancieren Maverick zum drittgrößten Exportschlager der Grünen Insel. Guter old-school Metal, wie man ihn nur noch selten hört, wird hier noch gelebt und zelebriert. Besser kann man es nicht machen. Schnallt euch an: Die 80er sind zurück, härter als jemals zuvor.

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