Midnight - Satanic Royalty

Midnight – Satanic Royalty (Review und Kritik)

Midnight - Satanic Royalty

Manchmal ist das Leben als Schreibknecht eben doch ganz einfach. Man bekommt Promo-Musik, man schaut sich nur das beigefügte jpeg-Cover an, liest die Songtitel und sofort weiß man, was Sache ist. Mit dem netten Hinweis Black Heavy Metal versehen kann bei Midnight ja an sich kaum mehr was schief gehen. Und tatsächlich, man erhält, was draufsteht: Oldschool Metal mit herrlich patzigem Gesang und jeder Menge Whiskey im Blut.

Wenn man Satanic Royalty einwirft, sollte man sich aber sofort von jeglicher Innovation oder gar Progression verabschieden. Midnight bringen nichts neues für die übersättigte Metal Welt, dafür umso mehr Spielfreude und Spaß! Ein bisschen rumort die Band in Richtung Venom, NWOBHM und auch Motörhead, mit frisch geklauten Riffs, aber selbst das muss nicht schlecht sein. Midnight arangieren das ganze einfach so geschickt und verpacken die zehn Songs in ein trocken polterndes und rotziges Soundgewand, dass es schöner kaum sein kann. Auch wenn ich den Kult um Venoms Frühwerke verstehe, aber genau diesen Sound habe ich mir für At war with Satan oder Black Metal immer gewünscht. Athenars Stimme braucht sich auch keineswegs hinter Cronos zu verstecken, ein bisschen erinnert sein Organ auch an Vargher von Bewitched.

Midnight spielen ihren Metal jedenfalls absolut auf den Punkt, kein Song ist länger als vier Minuten und so bleibt ein knappe halbe Stunde, die dank Hits wie Lust, filth and sleaze, dem angriffslustigen Violence on violence oder dem Mitgröler You can’t stop steel wie im Fluge vergeht. Ein bisschen kritisieren mag man, dass man zum einen ein paar in der Krone haben sollte um Satanic royalty ganz genießen zu können, zum anderen fehlt ein bisschen die Abwechslung, gerade zum Schluss der Scheibe, aber das sind Dinge, die nur am Rande stehen. Ob die Platte auch eine Langzeitwirkung besitzt, wage ich zu bezweifeln, beim hören jedenfalls hatte ich jede Menge Spaß.

Fazit:

Satanic royalty ist also ein Album für alle, die sich nach einfachem und rotzrockigem 80er Metal sehnen, für alle, die ordentlich einen bechern wollen und einen passenden Soundtrack zum abgehen benötigen. Wer nicht mehr von seiner Musik verlangt, bekommt hier genau das und das auf hohem Niveau!

Trackliste:

  1. Satanic royalty
  2. You can’t stop steel
  3. Rip this hell
  4. Necromania
  5. Black damnation
  6. Lust, filth and sleaze
  7. Violence on violence
  8. Savage dominance
  9. Holocaustic deafening
  10. Shock til blood
(7 / 10)

Erscheinungstermin:

8. November 2011

Midnight Myspace

About Iskharian

Check Also

Stone Sour besser denn je: Hydrograd

Vor 25 Jahren hat Slipknot Frontmann Corey Taylor Stone Sour gegründet. Auch wenn es eine …