The Last Dubber Cover

Ministry – The Last Dubber (Review und Kritik)

The Last Dubber Cover
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The Last DubberRemix des Albums „The Last Sucker“

28 Jahren Bandgeschichte und 12 veröffentlichen Studioalben, davon eins in den Top 20 der US-Charts (Filth Pig, Platz 19) sowie 5 Grammy Nominierungen. Und nun, das aus für Minstry. Doch zuvor beehren uns die Herren aus Chicago noch mit einer Welttournee und der Veröffentlich eines Remixalbums der letzten Scheibe „The Last Sucker“, die sich mit dem Namen „The Last Dubber“ vorstellt und bei Al Jourgensens 13th Planet Records veröffentlich wird. Geremixt wurde das Album, bis auf zwei Titel von Clayton Workbeck, welcher dem Nebenprojekt „Revolting Cocks“ des Ministry-Frontmannes entspringt. Ab dem 11. September wird der Rundling dann in den Läden stehen, vorab wird aber nun ein genaueres Augenmerk auf den 12-Titler geworfen.

Zunächst findet man auf dem guten Stück zwei Versionen des Tracks Let’s Go, einer davon schmückt sich mit dem schönen Namen „Dawn Of Oblivion Mix“, welcher von John Bechdel geremixt wurde und klingt deutlich düsterer und elektrischer als die ungeremixte Version. Währenddessen zeigt sich die „La Fin Du Monde Mix“ (für Nicht-Franzosen: Weltende-Mix) – Variante jedoch als textharmonischer, da diese die apokalyptische Stimmung durch deutlichere Dissonanzen besser darlegt.

Auch von „The Last Sucker“ findet man zwei verschieden Remixes auf dem neuen Rundling. Der „Icke Mix“ klingt dabei noch stark nach dem Original, wenn auch das Tempo gemindert ist. Während der „Hardware Revamp Mix“, der übrigens von DJ Hardware getätigt wurde, nicht nur das Tempo erhöht, sondern sich durch Technoeinflüsse zu einem tanzbare Stück entwickelt und sich somit deutlich von der Original-Version distanziert.

Überblickt man die Tracklist so findet man auch von „The End Of Days Part I“ und „The End Of Days Part 2“ Remixes. Mit dem „One Less Sparrow Mix“ des ersten Teils wird zum einen das Tempo des Tracks erhöht und zum anderen, durch die Verwendung von starken Elektro-Einflüssen, die Härte des eigentlichen Stücks stark gemindert. Bei dem Remixes des zweiten Teils, „Extreme Mayan Makeover Mix“, fällt vor allem eins auf: Das Stück ist um mehr als die Hälfte gekürzt. Schlappe 4:50 Minuten hat das gute Stück noch. Was weichen wird schnell klar, die Eisenhower Rede. Was jedoch erhalten bleibt sind die Kinderchöre, die die Atmosphäre der Ausweglosigkeit, die schon in der Originalversion herrscht, zwar aufrechterhalten zu versuchen, aber durch den gesamten Remix doch sehr stark leiden muss.

Unter anderem ist mit dem „The Clock Strikes Thirteen Mix“ auch ein Remix des Tracks „Watch Yourself“ vertreten. Dieser zeigt zunächst kaum Unterschiede zu der Standardversion, außer dem für die auf diesem Rundling allgemein auffallenden Verlust an Härte,
„Neuroplasticity Mix“ ist der Remix des Songs „Life Is Good“, welcher ganze zwei Minuten an Spielzeit zulegt, die aber zum größten Teil für das Intro draufgehen. Text und Remix harmonieren hier erneut gut und übermitteln vor allem mit dem Outro die Stimmung des Textes sehr gut.
„Straight Outta Lincoln Mix“ ist der Remix der kritikträchtigen Tracks „The Dick Song“ und büßt durch dem Remix auf dem gesamten Album am stärksten als ‚klassischer Härte’ ein. Dies machen allerdings die dunkeln aber auch ‚verwobenen’ Klänge wieder wett und geben dem Stück eine ganz besondere Note.

Während „No Glory“ auf „The Last Sucker“ Deathmetal-ähnliche Züge aufweist zeigt sich der Remix (Sandpaper Condom Mix) als eine weitaus düsterer Version des Tracks, verliert deswegen aber keinesfalls an Qualität.
„Death & Destruction“ ist mit dem „A Vote Of Non Confidence Mix“ ebenfalls auf dem Remixalbum vertreten und charakterisiert sich hier durch eine etwas stärkere Hervorhebung der Vocals, sowie durch ein neues Intro und zahlreiche Intermezzi. Aus diesem Grund ist der Remix letztendlich auch eine gute Minute länger als die Standardversion.
„Die In A Crash“ klingt auf „The Last Sucker“ zwar richtig punkig, zeigt sich auf „The Last Dubber“ aber als eine sehr düstere und nachdenkliche Version (Point Of Impact Mix), was durch das Geräusch der Kirchenglocken und den immer wiederkehrenden Widerhall des Textes verstärkt wird.


Nachtfalter
Nachtfalter

Fazit:
Betrachtet man nun „The Last Dubber“ im Gesamten muss man sagen, dass es trotz einiger kleiner Makel ein sehr gutes Album ist, welches durchaus eine volle Punktzahl verdient hätte, weil es zahlreiche gute Remixes bietet, die die unterschiedlichen Songs noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise darstellen.
Allerdings fehlt das Remix des Tracks „Roadhouse Blues“, was für mich doch ein Mangel ist. Hinzu kommt, dass es kein ‚richtiges’ neues Album ist sondern nur eine Remixsammlung. Dennoch ist der Rundling für alle Ministry-Fans ein Pflichtkauf und für alle anderen ein Soll-Kauf.

Tracklist:

  1. Let’s Go (La Fin Du Monde Mix)
  2. Watch Yourself (The Clocks Strike Thirteen Mix)
  3. Life is Good (Neuroplasticity Mix)
  4. The Dick Song (Straight Outta Lincoln Mix)
  5. The Last Sucker (Icke Mix)
  6. No Glory (Sandpaper Condom Mix)
  7. Death & Destruction (A Vote of Non-Confidence Mix)
  8. Die In A Crash (Point of Impact Mix)
  9. End Of Days Part 1 (One Less Sparrow Mix)
  10. End Of Days Part 2 (Extreme Mayan Makeover Mix)
  11. Let’s Go (Dawn of Oblivion Mix)
  12. The Last Sucker (Hardware Revamp Mix)


9/10
9/10

Anspieltipps:

MUSS im Ganzen konsumiert werden

Erscheinungstermin:

11. September 2009

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28 Jahren Bandgeschichte und 12 veröffentlichen Studioalben, davon eins in den Top 20 der US-Charts (Filth Pig, Platz 19) sowie 5 Grammy Nominierungen. Und nun, das aus für Minstry. Doch zuvor beehren uns die Herren aus Chicago noch mit einer Welttournee und der Veröffentlich eines Remixalbums der letzten Scheibe „The Last Sucker“, die sich mit dem Namen „The Last Dubber“ vorstellt und bei Al Jourgensens 13th Planet Records veröffentlich wird. Geremixt wurde das Album, bis auf zwei Titel von Clayton Workbeck, welcher dem Nebenprojekt „Revolting Cocks“ des Ministry-Frontmannes entspringt. Ab dem 11. September wird der Rundling dann in den Läden stehen, vorab wird aber nun ein genaueres Augenmerk auf den 12-Titler geworfen.

 

Zunächst findet man auf dem guten Stück zwei Versionen des Tracks Let’s Go, einer davon schmückt sich mit dem schönen Namen „Dawn Of Oblivion Mix“, welcher von John Bechdel geremixt wurde und klingt deutlich düsterer und elektrischer als die ungeremixte Version. Währenddessen zeigt sich die „La Fin Du Monde Mix“ (für Nicht-Franzosen: Weltende-Mix) – Variante jedoch als textharmonischer, da diese die apokalyptische Stimmung durch deutlichere Dissonanzen besser darlegt.

Auch von „The Last Sucker“ findet man zwei verschieden Remixes auf dem neuen Rundling. Der „Icke Mix“ klingt dabei noch stark nach dem Original, wenn auch das Tempo gemindert ist. Während der „Hardware Revamp Mix“, der übrigens von DJ Hardware getätigt wurde, nicht nur das Tempo erhöht, sondern sich durch Technoeinflüsse zu einem tanzbare Stück entwickelt und sich somit deutlich von der Original-Version distanziert.

Überblickt man die Tracklist so findet man auch von „The End Of Days Part I“ und „The End Of Days Part 2“ Remixes. Mit dem „One Less Sparrow Mix“ des ersten Teils wird zum einen das Tempo des Tracks erhöht und zum anderen, durch die Verwendung von starken Elektro-Einflüssen, die Härte des eigentlichen Stücks stark gemindert. Bei dem Remixes des zweiten Teils, „Extreme Mayan Makeover Mix“, fällt vor allem eins auf: Das Stück ist um mehr als die Hälfte gekürzt. Schlappe 4:50 Minuten hat das gute Stück noch. Was weichen wird schnell klar, die Eisenhower Rede. Was jedoch erhalten bleibt sind die Kinderchöre, die die Atmosphäre der Ausweglosigkeit, die schon in der Originalversion herrscht, zwar aufrechterhalten zu versuchen, aber durch den gesamten Remix doch sehr stark leiden muss.

Unter anderem ist mit dem „The Clock Strikes Thirteen Mix“ auch ein Remix des Tracks „Watch Yourself“ vertreten. Dieser zeigt zunächst kaum Unterschiede zu der Standardversion, außer dem für die auf diesem Rundling allgemein auffallenden Verlust an Härte,

„Neuroplasticity Mix“ ist der Remix des Songs „Life Is Good“, welcher ganze zwei Minuten an Spielzeit zulegt, die aber zum größten Teil für das Intro draufgehen. Text und Remix harmonieren hier erneut gut und übermitteln vor allem mit dem Outro die Stimmung des Textes sehr gut.

„Straight Outta Lincoln Mix“ ist der Remix der kritikträchtigen Tracks „The Dick Song“ und büßt durch dem Remix auf dem gesamten Album am stärksten als ‚klassischer Härte’ ein. Dies machen allerdings die dunkeln aber auch ‚verwobenen’ Klänge wieder wett und geben dem Stück eine ganz besondere Note.

Während „No Glory“ auf „The Last Sucker“ Deathmetal-ähnliche Züge aufweist zeigt sich der Remix (Sandpaper Condom Mix) als eine weitaus düsterer Version des Tracks, verliert deswegen aber keinesfalls an Qualität.

„Death & Destruction“ ist mit dem „A Vote Of Non Confidence Mix“ ebenfalls auf dem Remixalbum vertreten und charakterisiert sich hier durch eine etwas stärkere Hervorhebung der Vocals, sowie durch ein neues Intro und zahlreiche Intermezzi. Aus diesem Grund ist der Remix letztendlich auch eine gute Minute länger als die Standardversion.

Während „Die In A Crash“ auf „The Last Sucker“ richtig punkig klingt, zeigt es sich auf „The Last Dubber“ als eine sehr düstere und nachdenkliche Version (Point Of Impact Mix), was durch das Geräusch der Kirchenglocken und den immer wiederkehrenden Widerhall des Textes verstärkt wird.

Fazit:

 

Betrachtet man nun „The Last Dubber“ im Gesamten muss man sagen, dass es trotz einiger kleiner Makel ein sehr gutes Album ist, welches durchaus eine volle Punktzahl verdient hätte, weil es zahlreiche gute Remixes bietet, die die unterschiedlichen Songs noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise darstellen.

Allerdings fehlt das Remix des Tracks „Roadhouse Blues“, was für mich doch ein Mangel ist. Hinzu kommt, dass es kein ‚richtiges’ neues Album ist sondern nur eine Remixsammlung. Dennoch ist der Rundling für alle Ministry-Fans ein Pflichtkauf und für alle anderen ein Soll-Kauf.

 

Tracklist:

 

Let’s Go (La Fin Du Monde Mix)

Watch Yourself (The Clocks Strike Thirteen Mix)

Life is Good (Neuroplasticity Mix)

The Dick Song (Straight Outta Lincoln Mix)

The Last Sucker (Icke Mix)

No Glory (Sandpaper Condom Mix)

Death & Destruction (A Vote of Non-Confidence Mix)

Die In A Crash (Point of Impact Mix)

End Of Days Part 1 (One Less Sparrow Mix)

End Of Days Part 2 (Extreme Mayan Makeover Mix)

Let’s Go (Dawn of Oblivion Mix)

The Last Sucker (Hardware Revamp Mix)

 

Anspieltipps:

 

MUSS im Ganzen konsumiert werden

 

Erscheinungstermin:

 

11. September 2009

 

 

About Nachtfalter

Ich liebe Kreativität jeder Art, Musik, Zeichnen, Schreiben etc.

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