Mondvolland - d'Olde Roop

Mondvolland – d’Olde Roop (Review und Kritik)

Mondvolland - d'Olde Roop

Mondvolland aus dem holländischen Gelderland könnte man als Pagan Metal Band wie jede andere auch bezeichnen. Prinzipiell geht die Band sehr hymnisch und melodisch zu Werke, vergisst dennoch nicht eine gewisse angenehme Härte, welche auch durch die organisch rohe Produktion erzeugt wird. Mondvolland schaffen es aber aus dem Sumpf der üblichen heidnischen Gesänge durch ordentliche Songs mit Ohrwurmcharakter auszubrechen, was die Band recht hörenswert macht.

Spannend sind die Texte, welche trotz des holländischen klangfarblich sehr skandinavisch rüber kommen. Das Verwenden der Muttersprache macht eine Band für mich immer etwas sympathischer und auch, wenn es ungewohnt ist, liegt die Sprache gut im Ohr und lässt die üblichen Klischees schnell vergessen. Musikalisch weiß man jedenfalls, neben aller akustischen Einschübe und den obligatorischen Flöten und Violinen, dass man auch mit heftigen Blasts richtig Druck machen kann. Für das Drumming ist übrigens Ask Ty Arctander, der auch die Felle bei Kampfar vermöbelt, verantwortlich. Herauszuheben sind die gelungenen Basslinien, die den Songs einen eigenen Stempel aufdrücken, da sie recht häufig ausserhalb der Melodiebahnen der Songs wandern.

Mondvolland

Wirkliche Mängel kann man beim Hören nicht feststellen, allenfalls, dass man etwas mehr Abwechslungsreichtum an den Tag legen könnte, denn in dem eng gesteckten Rahmen ist es schwer auf voller Länge zu überzeugen. Immer wieder eingeflochtene cleane Gesangspassagen bringen zwar einiges an Kurzweil, dennoch sind es eher die Folk-Instrumente, die ein Gähnen ins Gesicht zaubern, denn da wäre wesentlich mehr drin gewesen als das Standartgedudel abzuspielen. Richtig stark wird die Band, wenn sie dem Black Metal fröhnt und mit sägenden Riffs und harschem Gesang zeigt, wo der holländische Thorshammer hängt. Gerade in diesen Momenten erinnern mich die Mannen an die gute, alte französische Institution Himinbjorg, vor allem im letzten Stück „Hoefslagen in de verte„.


Fazit:

Anständiger Pagan Metal aus Holland, der sich nicht durch Besonderheiten auszeichnet, seine Sache aber gut macht und durchaus zu gefallen weiß. Schade, dass gerade der Folk Anteil am wenigsten gelungen erscheint. Wie man das macht, kann man sich bei den Franzosen Bran Barr abschauen. Dennoch dürfen Fans des Genres bei Mondvolland auch mehr als ein Ohr riskieren!


Trackliste:

  1. Stemmen in de avond
  2. De vuurman van Papendal
  3. De roep der gevallen helden
  4. ‚t Oudreemsterveld
  5. Daar, waar Donar dondert
  6. Vastelavond
  7. De witte juffer van Kernheim
  8. …als de grijze sluier over de wouden danst
  9. Hoefslagen in de verte


(7/10)



Anspieltipps:

Stemmen in de avond, De roep der gevallen helden, Hoefslagen in de verte

Erscheinungstermin:

1. Juni 2010

Monvolland Myspace

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