Mordaehoth - Eens Weer Prevaleert Het Heidens Hart
Mordaehoth - Eens Weer Prevaleert Het Heidens Hart

Mordaehoth – Eens Weer Prevaleert Het Heidens Hart (Review und Kritik)

Mordaehoth - Eens Weer Prevaleert Het Heidens Hart
Mordaehoth - Eens Weer Prevaleert Het Heidens Hart

Ein einzelner Mann der im Kettenhemd mit Schwert und Schild im Wald herum post? Steht ein neues Graveland Album an? Nein, denn hinter Mordaehoth verbirgt sich nicht Rob Darken, auch wenn der Holländer Sygwyrd durchaus optisch den Eindruck macht großer Anhänger des Polen zu sein. Sein nunmehr zweites Vollalbum mit dem Titel „Eens Weer Prevaleert Het Heidens Hart“ schlägt allerdings auch musikalisch in eine ähnliche Kerbe und dürfte daher für Graveland Fans durchaus trotzdem nicht uninteressant sein.

Wohlgemerkt auch eine Alternative für eben jene die mit dem Schwachsinn, den Herr Darken gerne in Interviews vom Stapel lässt, gar nicht konform gehen. Denn auch wenn man beim Auftreten von Sygwyrd etwas argwöhnisch wird, hat man es bei dem Holländer mit gänzlich unpolitischer Musik zu tun. Erscheint sein neuestes Werk doch beim niederländischen Label Heidens Hart, das jüngst auch deutsche Hoffnungsträger wie Heimdalls Wacht unter Vertrag genommen hatte.

Sygwyrd (aka Draugluin)

So verwirrend der Freizeit-Ritter auch sein mag – noch verwirrender ist, dass der Titel „Eens Weer Prevaleert Het Heidens Hart“ nicht so neu ist wie man vermuten sollte. Wer die „Band“ kennt weiß, dass bereits ein Demo vom 1998 diesen Titel trug. Das sollte einen jedoch nicht aufhalten in die Scheibe rein zuhören, denn bei den Songs handelt es sich durchweg um neue Stücke. Auch wenn schon „Balder“ eine gehörige Portion 90er Jahre Charme versprüht. Der Mann spart sich viel drumherum und kommt direkt zur Sache. Organische Produktion, sägende Riffs mit gelegentlichen rockigen Ausbrüchen und eine Stimme die mich ein weiteres mal an den umstrittenen Polen denken lässt. Dabei gibt sich Sygwyrd musikalisch wie auch gesanglich sehr dem frühen Black Metal verbunden und verzichtet gänzlich auf Pagan Metal Klischee-Schnick-Schnack.

Lediglich in wenigen Stücken wie etwa „Father´s Sword“ wird dabei auf einen noch etwas dilettantisch wirkenden Klargesang zurückgegriffen, die dem Song damit allerdings auch einen kleinen Bathory Einschlag beschert. Ein solcher Einfluss ist ja sicher nicht der schlechteste. Leider, leider setzt aber kaum ein Song in dem eben nicht dieser laienhafte Gesang vorkommt wirkliche Akzente. Gelegentlich stechen ein paar nette Riffs hervor, aber ansonsten bewegt man sich durchweg im oberen Durchschnitt. Wer nun allerdings neugierig geworden ist, aber nicht gleich die Kohle für die LP oder CD Version locker machen kann oder will, dürfte sich freuen zu lesen, dass das neuste Werk Mordaehoths auch wieder in einer Tape Version erscheint. Da kann man dann wirklich nicht viel verkehrt machen.

Fazit: Zumindest das Tape wird wohl bei der nächsten Bestellung den Weg in meinen Warenkorb finden. Ich bin jetzt nicht überschwänglich begeistert von diesem Album, dafür geht die Motivation sich das ganze am Stück anzuhören einfach zu schnell flöten –  aber kurzweilig ist es auf jeden Fall eine ganz nette Scheibe. Auch wenn mit „Balder“ zunächst ein Niveau vorgelegt wird, das nicht das komplette Werk über gehalten werden kann. Anhänger der im Review genannten Gruppen dürfen aber bedenkenlos ein Ohr riskieren. „Solide“ ist das Album allemal.

Titelliste von „Eens Weer Prevaleert Het Heidens Hart“

  1. Balder
  2. Helheim
  3. Alvader
  4. Beschermd Bij Den Hamerslag
  5. Prayers to a God Who Never Came
  6. Als’t Vlammend Zwaard de Laatste Dageraad Inluidt
  7. Father’s Sword
  8. Bloodstorm
  9. Lindisfarne

( 7 / 10 )
( 7 / 10 )

Anspieltips:
> Balder
> Beschermd Bij Den Hamerslag
> Father´s Sword

Erscheinungstermin:
Bereits erschienen

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