Detached From Life - Cover

Mr DEATH – Detached From Life (Review und Kritik)


Detached From Life - Cover
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Man liest den Namen Mr Death und denkt sofort an eine Electro- oder Glamrock Combo. Aber weit gefehlt, die Herren produzieren nämlich laut New Release Information Death Metal. Die Schweden Alex Stejernfeldt (Gitarre), Jocke Lindström (Gesang), Juck Thullberg (Bass), Stefan Lagergren (Gitarre) und Jonas Ohlsson (Schlagzeug) sind zwar eine neue Band, die mit „Detached From Life“ ihr Debütalbum feiern, sind aber bereits aus anderen Projekten wie Treblinka (später Tiamat) und Expulsion bekannt.

2007 fand sich das Projekt zusammen und nachdem 2008 Stefan hinzustieß wurde nur wenige Monate darauf die erste 4-Song-Demo „Unearthing“ aufgenommen. Das am 6.11.2009 erscheinende Debütalbum, welches in den Sunlight Studios mit Tomas Skogsberg aufgenommen wurde und bei Agonia Records/Twilight erscheint, verspricht viel und wird daher genauer unter die Lupe genommen.

11 Tracks, 31:31 Minuten Laufzeit. Knappe drei Minuten durchschnittliche Songlänge. Ein bisschen kurz, dafür aber verdammt knackig.
„Suffer“ heißt das erste Stück des Silberlings und auch wenn der Beginn des Stücks noch nicht sehr nach Death Metal klingt wird man innerhalb von Sekunden eines Besseren belehrt. „Suffer“ ist ein Stück mit Tempo, energiegeladen und brutal, mit einem ‚netten’ Gitarrensolo. Gegen 2:20 Minuten glaubt man ein Ende des Stückes zu erkennen, doch weit gefehlt, es geht brutal und laut weiter, so wie es sich für Death Metal gehört.
Mr DEATH zeigen, dass es in gleicher Manier weitergehen kann. „Fin“ ist Stimmgewaltig und zeigt eine interessante Vielfalt an Abwechslung, die allerdings durch die fast durchgehende starke Gitarrenpräsenz etwas untergeht, was allerdings die Qualität des Songs keinesfalls mindert, sondern die klare Betonung der Gitarren- und Bassline klar macht.

Mr DEATH
Mr DEATH

Ein fesselnder Einstieg, macht Appetit auf mehr und dieser wird mit „Dying God“ auch befriedigt. Dieses Stück zeichnet sich vor allem durch einen extremen Tempowechsel gegen Mitte aus und bringt zum ersten Mal Jocke Lindströms Gesang stark zur Geltung und zeigt, das dieser durchaus über Potential verfügt.
„Evil Undisputed“ zeigt endlich das wirkliche Potential, das in Mr DEATH schlummert. Temporeich, brutal, unbestreitbar böse, wie es der Songtitel schon so schön sagt. Bei diesem Track kann man sich Live leicht einen monströsen Moshpit vorstellen.
„Muse of Chaos“ ist der nächste Track in der Liste brachialen gitarrenuntermalten Gebrülls. Und zeigt sich als erstes Stück, das durchgehend das hohe Tempo hält und dann ganz plötzlich endet.  

„Combined Anatomy“ klingt im Gesamteindruck eher schleppend und hinterlässt einen düsteren Eindruck, und hinterlässt das Bild eines riesigen Metallungetüms, das zerstörerisch durch düstere Landschaften pflügt.

Mr DEATH
Mr DEATH Logo

Das ‚Ungetüm’ zeigt sich aber im Detail betrachtet als ein abwechslungsreiches Stück, das noch einmal den Gesang besonders hervorhebt und seine düstere Variabilität zeigt.
Das siebte Stück nennt sich „Misery’s Womb“ und ist das bisher ohrgängigste Stück, mit den besten Zwischenspielen aus harten Gitarrenklängen und düsterem Growling. Dank dieser Elemente bleibt das Stück auch nach dem Hören im Gedächtnis und hat hohen Wiedererkennungswert.
Den Willen brutal weiter zu machen, scheinen Mr DEATH ja zu haben wie „Denied The Will To Live“ zeigt und so reiht sich das Stück in die lange Reihe der anderen Stücke dieses Silberlings, und sticht lediglich durch das ungewohnte Ende hervor.
„Death Vs The Living Death“. So nennt sich das inzwischen neunte Stück ist der zweite Ohrwurm der Platte und zeigt sich, in Teilen, stimmlich etwas gemilderter als die Vorgängerstücke.
Ein Metalsturm bricht schließlich mit „The Storm“ los und ist zweifellos das beste Stück der Platte, weil es sich vor allem durch das ungewöhnliche Intro vom Rest abhebt und auch von der Gesangsseite her wieder Abwechslung bringt, was vor allem gegen Mitte auffällt.
„Black Blood“ klingt schon wieder etwas traditioneller und vereint noch einmal alles was man auf diesem Album gesehen hat in einem Stück. Tempowechsel, brutaler Gesang, eine deutliche Linie der Gitarre, gemilderter Gesang, musikalische Abwechslung und letztendlich sogar noch ein gesprochener Teil. Ingesamt also ein gutes Ende.


Nachtfalter Fazit:
Ganz kann der Silberling die Versprechungen nicht halten. „Detached From Life“ ist zweifellos in die Death Metal Sparte einzuordnen, was sich vor allem durch Tempo, Gesang und gitarrenlastige Klänge zeigt. Auch das Schlagzeug zeigt sich als Death Metal typisch. Auch wenn der Silberling manchmal ein wenig eintönig klingt ist er im Gesamten betrachtet abwechslungsreich und typisch schwedisch. Interessant wäre es sicherlich diese Band Live zu erleben, denn ein wütender Moshpit würde das Bild, das Mr DEATH hinterlassen sicherlich noch verstärken.

Tracklist:

  1. Suffer
  2. Fin
  3. A Dying God
  4. Evil Undisputed
  5. Muse of Chaos
  6. Combined Anatomy
  7. Misery’s Womb
  8. Denied The Will To Live
  9. Death vs The Living Dead
  10. The Storm
  11. Black Blood

8/10Anspieltipps:

A Dying God
Misery’s Womb
The Storm

Veröffentlichung:

6.11.2009



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About Nachtfalter

Ich liebe Kreativität jeder Art, Musik, Zeichnen, Schreiben etc.

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