Music History: Martin Lister

Ein wundervoller Mensch und hochtalentierter Musiker war Martin Lister. Plötzlich verstorben im Mai diesen Jahres, unvergessen in unseren Herzen.

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Martin wurde 1962 (genaues Datum war nicht zu ermitteln) in Widnes bei Liverpool geboren, wuchs dort auf und arbeitete später in London, unter anderem in seinem eigenen Tonstudio. Jedoch durch sein musikalisches Leben  zog es ihn nach Berlin.

Bereits im Alter von 10 Jahren hat er begonnen Musik zu machen, zuerst lernt er Gitarre und Trompete. 3 Jahre später fand er die Liebe zum Klavier / Keyboard, wobei man anmerken muss, dass er nie eine klassische Ausbildung hatte, sondern sich alles Können an den Instrumenten selbst beigebracht hat.

Ihm wurde früh klar, dass genau das sein Berufsziel ist und somit war er bereits im jungen Alter von 18 Jahren Profi/ Berufsmusiker. Er arbeitete fortan auch für andere als Musiker und Programmierer. Durch seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Peter André, Paul Carrack, Colorblind, Cozi, Darkman, C.L. Lewis und uvm. macht er sich einen Namen und stieg letztendlich 1995 bei Alphaville als Keyboarder ein und war bis zu seinem Ableben fester Bestandteil der Band.

Über seine Arbeit mit der Band sagte Lister:

„Es ist nicht schwer, mit Marian zu arbeiten. Er hat eine genaue Vorstellung von dem, was er will, sowohl live als auch im Studio. Bernhard ist mehr ein Komponist und Programmierer, Live zu spielen fällt ihm nicht leicht. Er bleibt lieber fern und arbeitet im Studio. Ich ersetze nicht Ricky oder jemand anderes. Ich wurde durch Nick Beggs, der eigentlich musikalischer Direktor bei AV war, zu der Zeit den Job aber nicht ausführen konnte, der Band vorgestellt.“

Martin hatte von 1983 – 1987 eine eigene Band namens The Congress, die allerdings nur eine Veröffentlichung hatten.
Des Weiteren gründete er das Lable Riff Raff Records, welches allerdings nichts mit dem in Canada gegründeten gleichnamigen Lable zu tun hat.

Mitte der 90er arbeitete Lister mit Marc Fox von Universal  an drei Folgen für die UK BBC-Show Fame Academy zusammen. Nur kurze Zeit später produzierte er das Album von der englischen Band The Decoders: Cellophane Veil und schrieb Lieder unter anderem für Karel Gott.

Menschen aus denen er seine Inspiration schöpfte sind Dido, Massive Attack oder Peter Gabriel.

Er arbeitete in seinen letzten Jahren auch mit Bands wie Bell, Book & Candle zusammen, schrieb an verschiedenen Soundtracks und neuen Songs.
Sein letzter großer Solo-Erfolg war der Soundtrack für die SOKO Leipzig Folge: Das letzte Lied, gesungen von Marie Meimberg.


Wenn man bedenkt, dass er nur wenige Monate später verstorben ist, bekommt der Text des Liedes einen ganz anderen Sinn:

Jede Nacht steige ich auf den höchsten Berg, seh in die Ferne, sehe meinen Lieblingsstern.
Er flüstert mir zu, dass auch ich es schaffen kann, wenn ich nur glaube dann werd auch ich zum Stern.
Also spring ich ab und glaube dass ich fliegen kann, mein Stern und ich wir beide wir gehören zusammen.
Also spring ich ab und glaube dass ich fliegen kann, wenn ich heute Nacht nicht fliegen kann wann dann?
Und dann fliegen wir gemeinsam durch die Nacht. Mein Stern und ich wir haben ein Wunder vollbracht.
Er strahlt mich an und sagt das hast du ganz allein geschafft, denn hat ein Mensch sich selber gern, dann strahlt er heller als ein Stern.

Martin verstarb am 21.05.2014. Der Tod von ihm traf unter anderem auch seine Bandmitglieder von Alphaville sehr hart. Sie schrieben auf ihrer Homepage:

Dear friends,
it is my sad duty to inform you that Alphaville member Martin Lister passed away unexpectedly on Wednesday, May 21st.
We have lost a marvelous keyboard player, a competent and gifted composer of music and a most precious friend. We are all speechless and shocked. Alphaville will never be the same again.
Martin, we miss you, miss you, miss you…
Rest in peace.
Marian Gold, David Goodes, Jakob Kiersch, Maja Kim, crew & management

In Gedenken an einen  besonderen Musiker, Produzenten, Menschen.

About >puregatory<

Ich bin ein Mensch für den Musik eine wichtige Rolle im Leben spielt.... wie heisst es so schön ... da wo Worte nicht mehr weiter wissen, setzt die Musik ein .. da ist was wahres dran. Ich schreibe gerne , lese, fotographiere. Schreibe selber Gedichte und Songtexte für diverse Künstler. Sich weiter zu entwickeln finde ich sehr wichtig , denn ich bin der Meinung still zu stehen macht einen auf Dauer krank. Wer irgendwelche Fragen an mich hat, kann mich gerne kontaktieren.

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