My dying bride - To remain tombless

My dying bride – A line of deathless kings (Review und Kritik)

My dying bride - To remain tombless
My dying bride - A line of deathless kings

My dying bride – A line of deathless kings (Review und Kritik)

In Anbetracht der Tatsache, dass das 10. Album von My dying brideFor lies I sire“ vor der Tür steht, bietet es sich an einmal einen Rückblick auf das vorherige Werk „A line of deathless kings“ zu werfen. Immerhin ist das Album nun schon drei Jahre alt, Bandmitglieder wurden gewechselt und außerdem ist Album Nummer Neun doch etwas ganz besonderes in der langen Discografie der Briten.

Im Laufe der Jahre nahmen My dying bride eine stete Wandlung durch, der Death Doom der Anfangsjahre wich immer mehr einer gotisch angehauchten Grundstimmung, die emotionale gesangliche Performance Aaron Stainthorpes rückte weiter in den Vordergrund und die Zeit Martin Powells, der lange Jahre der Band dank seines Violinenspiels gefühlreiche Unterstützung bot, war schon eine Zeit vorbei. So manch einer dachte bei My dying bride an Stagnation, diese aber auf höchstem Niveau, doch „A line of deathless kings“ sollte etwas anders werden. Nicht nur das Albumcover wurde in Grau- und Schwarztönen gehalten, auch die Musik wirkt düsterer und erdiger als noch bei „Songs of darkness, words of light„.

So beginnt „To remain tombless“ sehr rockig mit einem harten Gitarrenriff, wirkt besonders beim Drumming sehr energisch und spätestens beim fantastischen Refrain hat man jeden Doomster auf seiner Seite. Ein wirklich exzellentes Stück Musik. Wer denkt, My dying bride wären jetzt vollkommen von ihren düsteren Doompfaden abgerückt, der bekommt mit „L’amour detruit“ ein langes, episches Stück, voller dunkler Poesie. Die Texte Aarons sind wie immer natürlich Geschmackssache, so kann nicht jeder etwas mit der gotischen Romantik anfangen, doch passen sie hervorragend zur zwischen schleppend und nach vorne treibenden Musik My dying brides.

My dying bride
My dying bride

Thy raven wings“ beispielsweise beginnt mit leisen Pianotönen, verwandelt sich in ein unglaublich trauriges aber wunderschönes Stück Doom, verziert mit hintergründigen Keyboardtönen. Der gedoppelte Gesang Aarons nimmt einen gefangen und lässt einen treiben. „Love’s intolerable pain“ zieht sich wie flüssige Lava aus den Boxen, groovt dabei aber unheimlich, wird schließlich atemberaubend schön im Zwischenpart, bei dem auch die Death Metal Growls Aarons wieder zurück kehren. Die Leadgitarren zeichnen herrliche Melancholie und Schwermut.

Die Single „Deeper Down“ macht genau das, was sie im Namen schon trägt und zieht einen förmlich in den Abgrund. Black Sabbath Riffing und Double-Bass Parts lassen den Körper mitwippen, ähnlich dem letzten Stück „The blood, the wine, the roses„, welches wieder treibend nach vorne geht und zum Schluss mit einem reinrassigen Death Metal Part überrascht, so als wollte man allen zeigen, wo man eigentlich herkomme.

So ist „A line of deathless kings“ wirklich etwas besonderes geworden, auch gerade, weil sich danach das Besetzungskarussell kräftig drehte und man für das neue Album eine zur Hälfte neue Band am Start hat.


Iskharian
Iskharian

Fazit:

Mein persönlicher Favorit der Briten, vereint es doch wie kein Album vorher einen erdigen harten Charakter mit düsterromantischen Anklängen. Man darf gespannt sein, wie My dying bride mit neuen Mitglieder auf „For lies I sire“ klingen werden. Ich erwarte mir wieder Großes.




Trackliste:Amazon - Schattenschleier

  1. To remain tombless
  2. L’amour detruit
  3. I cannot be loved
  4. And I walk with them
  5. Thy raven wings
  6. Love’s intolerable pain
  7. One of beauty’s daughters
  8. Deeper down
  9. The blood, the wine, the roses

( 8,5 / 10 )
( 8,5 / 10 )

Anspieltipps:

To remain tombless, Love’s intolerable pain, Deeper down

Erscheinungstermin:

09.10.2006

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